Samstag, 4. April 2020

Vegan in Kopenhagen - Gastbeitrag von Julia



Instagram verbindet. Man kann Menschen mit gleichen Interessen kennenlernen wie z.B. in meinem Fall Reisen und leckeres veganes Essen. Einer dieser tollen Menschen, die ich durch Instagram kenne, ist Julia. Sie hat gerade ein Auslandssemester in Kopenhagen hinter sich gebracht und ich bin sehr froh, dass sie zugestimmt hat, ihre Erfahrungen hier mit uns zu teilen. Auch wenn aktuell aufgrund der Corona-Pandemie Reisen kein Thema ist und auch Reiseplanungen bei den meisten wahrscheinlich gerade komplett auf Eis liegen, möchte ich euch hier gerne auf eine Gedankenreise entführen um ein bisschen Abwechslung in unseren Alltg zu bringen. Egal ob ihr im Home Office "festsitzt" wie ich, weiterhin in der Produktion oder im Büro arbeitet, ob ihr draußen "an der Front" in den Krankenhäusern, Pflegeheimen und Supermärkten arbeitet - Grüße gehen raus an euch und ich hoffe es geht euch gut. Bleibt gesund!

Als ich für ein Auslandssemester nach Kopenhagen gezogen bin, habe ich mir zugegebenermaßen keine großen Hoffnungen auf vegane Kulinarik gemacht. Es war wohl auch eher der hyggelige Lebensstil der Dänen und die milde Hafenstadt, die mich nach Kopenhagen gelockt haben.

Ich musste jedoch schon bald feststellen, dass ich die Rechnung dabei ohne die Kopenhagener gemacht hatte und auch VeganerInnen voll auf ihre Kosten kommen! Vorab möchte jedoch eines gesagt sein - und dabei spreche ich aus Erfahrung: sofern du dir nicht den Appetit verderben willst, rechne die dänischen Preise nicht in Euro um. Denn Kopenhagen ist teuer, aber jeden Besuch wert und vielleicht auch dein nächstes Reiseziel?

Um vom einen Touristenspot zum anderen zu kommen oder in ein Restaurant einzukehren, nimmt man in Kopenhagen nicht den Bus oder die Bahn. Es wird mit dem Rad gefahren, egal ob Sommer oder Winter, Regen oder 40 km/h Windstärke. Wenn du also die volle Ladung Kopenhagen erleben möchtest, dann gibt es an jeder Straßenecke kleine Läden mit Leihrädern. Doch egal ob mit dem Drahtesel, zu Fuß oder doch per Bus: die Erkundungstour in Kopenhagen kann beginnen!

Wie wäre es also mit einem leckeren Brunch bei „Natur Torst“? Hier kommen nicht nur Avocado-Lover und Superfood-Junkies auf ihre Kosten. Denn vor allem die Brunchplatte mit einer Superfoodbowl, veganem Chiapudding und dem – Achtung Spoiler – besten Avocadobrot das ich je gegessen habe, ist ein Gedicht! Schwer zu sagen, was bei diesem Teller das Beste ist… Auf geröstetem Bio-Roggenvollkornbrot und einem Bett von pikantem Süßkartoffelhummus, macht sich die Avocado samt Sesam, Granatapfelkernen und eingelegten Zwiebeln einfach perfekt. Auch der Superfoodsalat mit mariniertem Tofu kann etwas und ist genau wie der Chiapudding, wirklich ein Geschmackserlebnis und keineswegs langweilig. Auch wirklich nur zu empfehlen sind die leckeren frisch gepressten Säfte mit Superfoods, wie z.B. Camu, Spirulina, Baobab und Maca sowie die Shots aus Ingwer, Hanf oder Kurkuma.




Da man sich also top gestärkt auf Wolke 7 im Brunch-Himmel befindet, kann die Entdeckungstour losgehen. Da das „Natur Torst“ nicht weit vom Strand entfernt ist, bietet sich ein kleiner Strandspaziergang entlang des Amager Strands ja an, oder? Ob bei strahlendem Sonnenschein oder wolkigen Aussichten – ein wunderschöner Ort!



Wer dann vom anstrengenden Strandspaziergang erstmal eine kleine Kaffeepause braucht, ist dann in meinem Lieblingscafé „Kaf“ genau richtig! Während meines Aufenthalts in Kopenhagen war ich Stammgast in diesem 100% veganen Café mit den besten selbstgemachten Kuchen und Gebäcken der Stadt. Angefangen bei Klassikern wie Croissant, Cookies oder Quarktaschen bis hin zu roh veganem Tiramisu Cheesecake, Salted Caramell Cheesecake, Oreo- und Snickerstorte und nicht zu vergessen die typisch dänischen „Kanelsnegle“! Mein Favorit ist definitiv der Double Chocolate Cheesecake, der mindestens genauso genial schmeckt wie er klingt – versprochen! 







Wer dann doch eher der Eis-Esser ist oder nach dem Kuchen schlichtweg noch ein ebenso gutes Eis braucht: ab zu „Nicecream Copenhagen“, das zu Fuß keine 100m von Café Kaf entfernt ist – das muss Schicksal sein! Aber keine Angst, falls du nicht in Norrebrø bist, denn Nicecream Cph hat auch Locations in Vesterbrø, Frederiksberg und Østerbro. Ein leckerer Eisbecher ist dir also sicher! Mit Kokosmilch als Basis sind alle Eissorten total cremig und „Brownielicious“, „Bounty Hunter“ oder „Naughty Banana“ machen die Entscheidung echt schwer. Einfacher wird es auch nicht, wenn du die Toppings auswählen sollst und vor einer erneuten Qual der Wahl stehst: Im Becher, zwischen zwei Keksen, doch lieber auf einer belgischen Waffel oder zusammen mit einem Brownie? Ja, vegan in Kopenhagen ist eben tatsächlich nicht so leicht…


Leichter ist es da dann schon bei der Wahl der Attraktionen – ja, der Eisbecher ist auch was fürs Auge, aber entfernen wir uns mal kurz vom Essen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch im „Frederiksberg Garden“ und dem „Frederiksberg Palace“? Besonders schön ist es hier, wenn im Sommer alles blüht oder sich die uralten Laubbäume im Herbst orange-rot verfärben. Beim Spaziergang durch den Park vergisst man dann schnell mal, dass man eigentlich gerade in einer Großstadt ist und erlebt den gemütlichen Kopenhagen-Flair am eigenen Leib. 




„Pow Pizza“ in Norrebrø ist weniger ein Geheimtipp als der Ort mit den besten Pizzen der Stadt! 100% vegan, mit verschiedenen „Käsesorten“ wie Cheddar, Mozzarella oder Parmesan belegt und mit nur 85-95 Kronen pro Pizza sind die Pizzen hier sogar günstiger als in den üblichen italienischen Restaurants. Wer könnte bei einer veganen Pizza mit hausgemachten Saucen und Käse schon nein sagen?

Keine Pizza? Falafeln gehen ja bekanntlich immer und bei meinem Geheimtipp „Garbanzo“ trifft das Sprichwort „Das Auge isst mit“ definitiv zu. Aber sieh selbst:



Das fluffige Pitabrot wird frisch im Steinofen gebacken, mit den leckeren Falafeln, einer cremigen Tahini-Soße, Krautsalat und diversen anderen bunten Toppings gefüllt und kommt im Menü sogar mit Bulgursalat oder Pommes gegen die Unterpommesung. Meiner Meinung nach ist allein das Falafel-Pita ein guter Grund, Kopenhagen als dein nächstes Reiseziel auszuwählen!

Um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, kann ich ein Frühstück in den Torvethallen empfehlen. Dort bieten z.B. Grød mit den verschiedensten Porridgekreationen oder das „Boho Café“ mit Smoothiebowls, veganen Wraps, Salaten oder Kuchen die optimale Stärkung für einen Shoppingtag durch die Innenstadt Kopenhagens! Die Torvethallen sind übrigens ein typisches Touristenziel, das nicht nur zum Frühstücken einlädt, sondern auch eine super Gelegenheit bietet, kleine Mitbringsel zu besorgen oder einen Blick auf die traditionellen dänischen Köstlichkeiten zu werfen. 


Gestärkt kann ein Shoppingtag dann losgehen. Die berühmte Fußgängerzone „Strøget“ gilt als die längste Shoppingmeile Dänemarks und ist mehr als 1 Kilometer lang. Ein absolutes Muss ist dort auf jeden Fall ein Besuch im „Illum“, dem KDW Kopenhagens. Falls die Luxusläden– an denen ich stets vorbeigelaufen bin, weil ich mein Geld lieber in die Falafel Pitas von „Garbanzo“ investiert habe – kein Interesse wecken, dann sollte wenigstens ein Besuch im Rooftop Café auf dem Plan stehen! Abgesehen vom guten Cappuccino, hat man von dort oben eine fantastische Aussicht über die Dächer der Stadt. Wenige Schritte neben dem „Illum“ findet sich das „Illums Bolighus“. Wieso Dänemark als DAS Design-Land gilt, wird hier deutlich. Designerstücke aller dänischen Designer und Künstler sind hier zu finden. Angefangen von Möbeln, Bildern, oder Dekoration bis hin zu Geschirr, Kleidung und Schmuck. Falls du ein Souvenir suchst, das dich ewig an deinen Trip nach Kopenhagen erinnern soll, dann wirst du hier sicherlich fündig!




Ist man nun die kilometerlangen Ladenstraßen auf und ab gelaufen, meldet sich sicher auch wieder der kleine Hunger. Auch hier werden die veganen Träume wahr – das gemütliche vietnamesische Restaurant „Chao Viet Kitchen“ schreit sozusagen nach einer guten veganen Pho. Um uns Pflanzenfressern das Herz aufgehen zu lassen gibt es sogar eine extra Seite mit vielen veganen Gerichten! Nach einer Shoppingtour sorgen dort beispielsweise Sommerrollen mit Erdnusssoße, eine vegane Pho und ein wärmendes Curry für puren Genuss aus frischen Zutaten und keinen Zusatzstoffen – klare Empfehlung!



Sollte der blaue Himmel in Kopenhagen mal herauskommen, dann ab aufs Rad und los zur Meerjungfrau! Meer, Hafen, Boote und mittendrin die Statue einer Meerjungfrau. Auch das ist eine Attraktion in Kopenhagen, die sich niemand entgehen lassen sollte und mit einem gemütlichen Spaziergang am Hafen verbinden kann.



Eine beliebte Abendbeschäftigung der Dänen ist auch das Umrunden der Seen, den sogenannten „Søerne“. Schwäne und bunte Lichter, die sich im Wasser spiegeln, lassen dich auch hier vergessen, dass Kopenhagen eigentlich eine Großstadt ist und die spektakulären Sonnenuntergänge haben mich jeden Tag aufs Neue fasziniert.




Scheint der Tag in Kopenhagen mal ins Wasser zufallen, ist die Glyptothek eine gute Alternative, dem Regen zu entfliehen. Und ein kleiner Spartipp: jeden Dienstag ist der Eintritt umsonst.


In jedem Reiseführer ist auch das „Tivoli“ zu finden. Der Freizeitpark ist, egal bei welchem Wetter richtig schön anzusehen. Das viele Geld für das Eintrittsticket kann man jedoch getrost sparen, indem man einfach bei „Sticks n‘ Sushi“ nebenan isst. Das Restaurant bietet den perfekten Blick auf den Park und ist vor allem am Abend zu empfehlen, wenn alle Achterbahnen, Bäume und Stände des Themenparks beleuchtet sind.



Das nächste Must-Visit ist die Wachablösung durch die Straßen Kopenhagens. Jeden Tag marschieren die Wachen in ihren Uniformen mitsamt ihrer starren Mimik um Punkt 11.30 Uhr vom „Rosenburg Schloss“ nach „Amalienborg“. Mehr als die Wachen und die Schlösser sind dort nicht zu sehen, aber einmal sollte man das einfach erlebt haben!

Wo wir schon bei Must-Visit sind: Nyhavn. Wer Kopenhagen googelt, findet zuerst das typische Hafenbild mit den bunten Häusern und romantisch beleuchteten Booten. Ich persönlich finde es hier bei Dämmerung und am Abend am Schönsten, wenn die Boote beleuchtet sind und den ganzen Hafen und Restaurants in ein romantisches Ambiente tauchen, was das typische Hygge Feeling aufkommen lässt.




Asche über mein Haupt – auch jetzt noch einmal kein Foodspot, sondern der Freistaat „Christiania“. Es ist ein eigener Freistaat mit fast 1000 Einwohnern inmitten der Kopenhagener Stadt. Bunte Häuser, Hippies, selbstgemachte Kunst, Gras und Musik sind hier 365 Tage im Jahr präsent. Viele mögen sich erschlagen fühlen von der Atmosphäre dort, aber auch hier kann man sich wohlfühlen! Das Café „Morgenstedet“ lädt dort zum selbstgebrühten Chai Latte und verschiedenen vegan- vegetarischen Tagesgerichten ein.



Wenn du Christiania besucht hast und den Kaffee dann doch lieber außerhalb trinken willst, dann kann ich den besten Kaffee der Stadt in einem der Lokale von „ROAST Coffee“ empfehlen! Nur die besten Bio-Kaffeebohnen werden ausgewählt, frisch geröstet, auf verschiedenen Arten gebrüht und last but not least werden die Kaffeebauern mit einem Teil des Umsatzes unterstützt. Was mich als armer Student allerdings am meisten angezogen hat: alle Kaffeegrößen zum gleichen Preis und kein Aufschlag für Pflanzenmilch! Nur 36 Kronen für einen großen bio und fair trade Café Latte mit der guten OATLY Milch? Du wirst keinen besseren Kaffee finden, also ab zu ROAST!

Wir neigen uns dem Ende zu und das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Da wird es jetzt auch mal wieder Zeit für gutes Essen, oder? Egal, ob du zum Frühstück, Brunch oder Dinner kommen willst, bei „Café OHA“ ist einfach alles ein Traum! Leckere Säfte, Smoothiebowls, Sandwiches, Burger, Bowls und auch Kaffee und Kuchen haben hier mein Herz höherschlagen lassen. Geschmacklich und preislich ist dieses Café wirklich schwer zu übertreffen und auch die lässige Atmosphäre ist super cool! Mein all-time Favourite war der Super Greens Saft und die vegane Poké Bowl mit Sushireis, Mango, Edamame, Avocado, Wakame, Karotten und einem cremigen Goma-Dressing. Auch das vegane Thunfischsandwich – ja du liest richtig – ist ein echtes Highlight. „Café OHA“ ist definitiv mein Geheimtipp in Kopenhagen und ein Paradies, in dem nicht nur Veganer im Foodheaven schweben!



Das ist doch ein Happy End, oder? Wie ich bereits am Anfang versprochen habe, Kopenhagen hat tatsächlich vegane Köstlichkeiten zu bieten und das nicht zu wenig. Falls du also jetzt Lust auf einen hyggeligen Trip nach Kopenhagen hast, dann los!


Anmerkung: Julia hat diesen Gastbeitrag bereits vor einigen Wochen verfasst, als die aktuelle Situation so noch nicht abzusehen war. Aber vielleicht fühlt ihr euch ja inspiriert, Kopenhagen auf eure Bucketlist zu setzen. Denn auch Europa hat schöne Ecken, tolle Städte und super Restaurants mit veganem Angebot. Und Kopenhagen ist sogar mit dem Zug erreichbar, falls ihr aktuell darüber nachdenkt, eure Flugreisen etwas zu reduzieren. Danke Julia, dass du uns einen kleinen Einblick gewährt hast!

Dienstag, 3. März 2020

Los Angeles - Vegan in der Stadt der Engel


Im Mai 2019 habe ich die Stadt der Engel besucht, ein lange gehegter Traum ging dabei endlich in Erfüllung. Wie meistens habe ich alles komplett alleine geplant und ein großer Fokus lag auf... na, was denn wohl? Essen natürlich!

Gewohnt habe ich nicht direkt in L.A., sondern in Venice Beach. Denn wenn ich schon in Kalifornien und Los Angeles bin, dann wollte ich auch das volle California Feeling haben, also Beach, Santa Monica Pier dies das. Bestestesteste Idee auf jeden Fall, ich bin sehr froh darüber, denn Venice Beach ist einfach toll und ich bin so so verliebt in diesen Ort!

Ich bin nicht alleine gereist, sondern mein Ex-Mann war auch mit dabei. Wir sind ja immernoch befreundet und von all unseren gemeinsamen Urlauben als Paar hatten uns die USA einfach immer am besten gefallen. Deshalb dachte ich er hätte da auch Spaß daran und habe ihn gefragt ob er Lust hat, mitzukommen. Er war übrigens auch letztes Jahr mit auf Ibiza und hat dort extrem tolle Fotos geschossen und so hatte ich quasi in Los Angeles meine "Entourage" mit dabei, meinen eigenen Privatfotografen/Paparazzi. Macht man so als Star in Hollywood.

Samstags nachmittags sind wir am Flughafen LAX angekommen und haben uns ein Uber nach Venice Beach gerufen. In Australien hatte ich ja meine ersten Uber-Erfahrungen gesammelt und mein Travel-Buddy war auch direkt begeistert, wie einfach das geht. Die App erkennt, wo man gerade ist und man gibt einfach ein, wo man hinmöchte. Dann wird ein Fahrer ermittelt, der gerade in der Nähe ist und in 2-3 Minuten wird man schon abgeholt. Hinterher gibt man über die App Trinkgeld, wenn man möchte und bewertet den Fahrer (ähnlich wie bei eBay). In den USA ist das eine bewährte Methode, sich fortzubewegen und öffentliche Verkehrsmittel sind in Los Angeles so eine Sache... ich habe mich vorher gut im Internet informiert und es scheint wohl ein relativ gutes U-Bahn-Netz zu geben, jedoch reicht dieses nicht bis Venice Beach, weshalb wir es nicht nutzen konnten. Und Busse werden absolut nicht empfohlen. Aber gut, Uber ist günstig und schnell und man wird immer direkt dort abgesetzt, wo man hin möchte. Ohne Umsteigen, Sucherei oder sonstiges. Nach einem langen Flug mit schwerem Gepäck absolut empfehlenswert und da der Preis pro Fahrt ist und nicht pro Gast, haben wir dann einfach immer 50/50 gemacht. Um Uber und andere Apps unterwegs nutzen zu können, hatte ich mir mobiles WIFI online gebucht, das Gerät habe ich einfach am Infostand am Flughafen nach Ankunft abgeholt und bei Abflug wieder abgegeben. Richtig easy und gebucht habe ich das ganze wie alle Ausflüge mal wieder bei Viator. Diese 3 Anbieter machen Reisen heutzutage definitiv angenehmer für mich: Airbnb, Uber und Viator (alles keine bezahlte Werbung!).

Ein weiteres Plus: ich hatte keinen einzigen Dollar als Bargeld dabei und wir haben auch null Bargeld gebraucht in den kompletten 9 Tagen. Man kann alles mit ec-Karte, Kreditkarte oder bei Uber über die App bezahlen. Das bedeutet kein Rumwurschteln mit Fremdwährung, man trägt keine unnötigen Mengen an Bargeld mit sich rum und am Schluss hat man auch kein Restgeld, was man daheim von der Bank nicht zurückgetauscht bekommt.




In Venice Beach angekommen, haben wir kurz ausgepackt, uns frisch gemacht und sind erstmal Richtung Strand gelaufen. Unser Airbnb war nur ca. 200-300 Meter von der Strandpromenade entfernt, ein wahrer Glücksgriff. Danach sind wir dann zu einem vegetarischen Restaurant gelaufen, was im Laufe unseres Aufenthalts unser Lieblingsrestaurant werden sollte: The Butcher's Daughter.




Vegane Käseplatte

Black Bean Buchweizen Burger
Danach haben wir bei Whole Foods ein paar Einkäufe erledigt, Basics wie Brot, Getränke usw. Eigentlich wollte ich ein cooles Video machen, eine Art Whole Foods Haul, aber das war einfach nicht möglich. Der Laden war sooooo riesig und es gab so megaviele geile vegane Sachen, ich hätte den ganzen Tag darin verbringen können und wäre nicht fertig geworden. Alice im Wunderland in der veganen Version!!! Wer schonmal das Vergnügen hatte, in einem Whole Foods einzukaufen, der weiß exactly what I'm talking about :) Ich finde die USA für Veganer einfach super als Reiseziel, vor allem Großstädte wie New York und generell Staaten wie z.B. Kalifornien.

Hier nur ein kleiner Einblick:

Gefühlt 1000 Sorten Grünkohl!

Pflanzlicher Joghurt auf Kokosbasis



Joghurt auf Cashewbasis

Mandelmilch

Vegane Muffins




Pigless Bacon Chips (im Prinzip frittiere Pilze mit Raucharoma)

Wraps mit Mock Chicken
Protein Kaffee

Alles vegan!
 




Was wir öfter als Frühstück hatten oder als Verpflegung für zwischendurch: Toast mit Aufschnitt Turkey-Style

Und mit zusätzlich Follow your Heart "Cheese" (in der Mikrowelle geschmolzen)

Grünkohl Chips

Am Sonntag ging es erstmal wieder an den Strand, wo wir ein kleines lustiges Fotoshooting gestartet haben, inspiriert von Baywatch, dem Serienklassiker der 90er schlechthin. Trotz früher Uhrzeit und nur 15 Grad laut Thermometer hat die Sonne schon extrem geknallt (oder wie man in der Pfalz sagt: "gebrezzelt") und dort kommt es einem immer einige Grad wärmer vor, als es eigentlich war. Generell hatten wir meistens so zwischen 20 und 25 Grad und es war geradezu perfekt. Mai ist eine sehr gute Reisezeit für Los Angeles (darauf komme ich später nochmal zurück).





Nach der Fotosession haben wir im Figtree's Café gefrühstückt, ungefähr 500-600 Meter von unserem Apartment entfernt. Das Café ist weder vegetarisch noch vegan, hat aber einige vegane Optionen auf der Karte wie z.B. Tofu Scramble.



Tofu Scramble mit Soy Chorizo,Toast und frisch gepresstem Orangensaft

Danach ging es mit Uber nach Hollywood und wir haben erstmal bei Trejo's Tacos vorbei geschaut. Der Schauspieler Danny Trejo (bekannt aus Filmen wie z.B. Blood In Blood Out, Con Air, Anaconda, Desperado und Machete) hat mehrere Filialen in Los Angeles eröffnet, u.a. auch einen Food Truck am Flughafen LAX. Es war der 5. Mai (Cinco de Mayo ist Nationalfeiertag in Mexiko) und wir hatten das gar nicht so auf dem Schirm. Aber wegen Cinco de Mayo war eine Mariachi Band im Restaurant und während wir gegessen haben, kam auch Danny plötzlich herein und man konnte Fotos mit ihm machen. Erst einen Tag in Los Angeles und direkt haben wir einen Hollywood-Schauspieler getroffen!






Taco mit Jackfruit und Blumenkohl


Im Anschluss
ging es zu unserem Treffpunkt in der Nähe vom Walk of Fame, denn wir hatten eine Movie Tour gebucht. Ich hatte auf Drehorte gehofft, ein paar haben wir auch gesehen, aber hauptsächlich war es eine Tour zu den Häusern der Stars. Unser Guide war ein ehemaliger Paparazzi und er kannte sich megagut aus und hatte viel zu erzählen. Die komplette Tour war total lustig und interessant, aber eben nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. L.A. ist einfach zu groß um alle Drehorte abzufahren und das meiste wird tatsächlich im Studio gedreht. Trotzdem auf alle Fälle ein Erlebnis!

Ein Fotostopp zum Hollywood Sign war natürlich auch mit inbegriffen


Abends waren wir dann zurück in Venice Beach und sind zu Plant Food + Wine essen gegangen, ein tolles Erlebnis! Allerdings auch nicht gerade günstig, aber so ein Restaurant erlebt man ja nicht alle Tage und deshalb haben wir uns nicht zurückgehalten. Ich war schon in einigen teuren Restaurants, z.B. in einem Molekular-Restaurant in der Nähe von Offenbach (gibt es leider nicht mehr) oder in einem der Restaurants im Burj al Arab in Dubai und in New York City im Rock Center Café vor dem Rockefeller Center (wo man im Winter Schlittschuh laufen kann und der große Weihnachtsbaum aufgestellt ist) - aber das Plant Food + Wine hat preislich bisher alles getoppt. Trotzdem haben wir uns Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise und Wein gegönnt. Los Angeles ist definitiv kein Schnäppchen-Urlaub und so ein teures Restaurant besucht man ja auch nicht alle Tage. 


Einfach traumhaft schön



Hundefreundliches Restaurant und die hauseigenen Katzen chillen im Garten bei den Gästen


Slay all Day, then Rosé
Vegane Käseplatte

Über Heu geräucherte Gnocchi mit Pistaziensauce und Erbsen
Pawlowa aus Kichererbsenwasser, rohe Mousse au Chocolat und Maracujasauce




Am darauffolgenden Tag hatte ich Geburtstag und wir starteten den Tag erstmal mit einem Frühstück im Café Gratitude. Wir haben uns French Toast und Avocado Toast geteilt und statt Kaffee habe ich mir einen Juice gegönnt.





Thrilled French Toast mit Beeren, Cashew Creme fraiche und Ahornsirup

Peaceful Avocado Toast

Danach waren wir nochmal kurz bei Whole Foods für weitere Vorräte und dann ging es mit Uber nach Korea Town. Ganz oben auf meiner To-Do-Liste stand nämlich Monty's Good Burger. Dazu muss man wissen, dass die Strecken nach Los Angeles und innerhalb von Los Angeles sich sehr lange ziehen können, denn die Stadt ist einfach riesig. 30-60 Minuten sind da ganz normal und das muss man in seine Tagesplanung unbedingt einbauen. Im Internet hatte ich gelesen, dass man auch den Verkehr in L.A. nicht unterschätzen sollte, die Fahrtzeiten können sich in der Rush Hour auch mal gut und gerne verdoppeln. Ich habe gelesen, die Angelenos stehen durchschnittlich 81 Stunden im Jahr im Stau! Allerdings hatten wir sehr großes Glück, der Wonnemonat Mai ist nicht nur hinsichtlich der Temperaturen sehr angenehm, sondern auch in Bezug auf den Verkehr und allgemein die Wartezeiten. Wir waren meistens schneller am Ziel als geplant und das hat den Urlaub wirklich sehr entspannt gestaltet.

Zurück zu Monty's Good Burger: der kleine Burgerladen bietet lediglich einen (!) Burger an, man kann nur wählen zwischen Single oder Double, 2 verschiedenen Beilagen (Pommes oder Tater Tots) und diversen Saucen und Getränken (auch Shakes!!!). Der Patty ist der Impossible Burger und definitiv der geilste Scheiß, den ich je gegessen habe! Ich bin ja kein Fan des Beyond Burgers, ich mag den Geschmack absolut nicht. Aber der Impossible Burger ist der Wahnsinn.

Ich hatte einen Single Burger mit Käse, dazu Tater Tots und einen Erdbeer Shake und ich träume noch heute davon *seufz*



Anschließend waren wir auf dem Walk of Fame unterwegs, aber ich hatte starke Rückenschmerzen, deshalb sind wir dann schnell wieder zurück nach Venice Beach.

Keanu Reeves, mein Lieblingsschauspieler seit 1991 (Gefährliche Brandung)

Nachdem ich mich etwas hingelegt und meinem Rücken Ruhe gegönnt hatte, sind wir abends nach Eagle Rock gefahren, ca. 1 Stunde von unserem Apartment entfernt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre das niemals möglich gewesen, wir hätten mindestens 2-3 Stunden gebraucht.

Was haben wir in Eagle Rock gemacht? Wir waren bei We are the vegan Hooligans, ein veganes Pop Up-Restaurant in Abby's Diner. Immer montags und donnerstags bis sonntags sind die Vegan Hooligans dort und es gibt an jedem Tag andere Spezialitäten. Mein Geburtstag war an einem Montag und montags gibt es u.a. den Hooliholic Burger, das bedeutet ein Impossible Burger Patty mit veganem Käse, Speck und leckerer Sauce auf einer Zimtschnecke! I kid you not, meine Freunde - ich sagte ZIMTSCHNECKE! Richtig pervers und ich habe es derbe gefeiert.




Danach ging es zu Tea 'n' me auf einen Bubble Tea, denn was wäre mein Geburtstag ohne Bubble Tea? Der Laden war auch nur ca. 800 Meter zu Fuß entfernt. Anschließend ging es mit Bubble Tea bewaffnet wieder nach hause.



Am nächsten Tag sind wir einfach nur in Venice Beach geblieben, sind an der Strandpromenade entlang geschlendert bis zum Skate Park und waren am Muscle Beach (wo aber leider unter der Woche fast gar niemand trainiert hat).













Dann gab es als kleinen Snack etwas Sushi bei Sushi Venice, einem kleinen Imbiss wenige Meter von Muscle Beach entfernt.




Links: Avocado, Gurke und Sesam
Rechts:Jackfruit, mixed Greens, Sesam & Teriyaki Sauce

Zu Mittag haben wir dann ein paar Sachen von Urban Remedy gegessen, die wir bei Whole Foods besorgt hatten. Es war aber leider total widerlich und hat uns überhaupt nicht geschmeckt. Von Caesar Salad mit Kichererbsen, Frühlingsrollen und einem Blumenkohl-Curry-Wrap hatte ich mir ehrlich mehr versprochen, es hat einfach alles nur nach Gras geschmeckt, so wie man sich früher mal veganes Essen vorgestellt hat, bevor man festgestellt hat, dass veganes Essen total geil schmecken kann. 


Gaaaaaar nicht gut


Für den darauffolgenden Tag hatten wir große Pläne, deshalb haben wir nichts mehr großartig gemacht, wir waren nur abends etwas am Santa Monica Pier und bei der Bubba Gump Shrimp Company haben wir zu Abend gegessen, da ich in der Happy Cow App gesehen hatte, dass es dort eine extra vegane Karte gibt. Auf der Homepage der Bubba Gump Shrimp Co. ist das leider nicht ersichtlich.





Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.


Auf der veganen Karte stehen zum Beispiel ein Veggie Mushroom Burger, Linguini mit Tofu Scampi und Kapern in einer Weinsauce oder auch ein Salat (sogar 2 vegane Frühstücksoptionen gibt es wie z.B. Tofu Scramble)


"Tofu Scampi" ist definitiv übertrieben, das waren einfach nur Tofuwürfel ;) aber zusammen mit den Tomaten, Kapern und der Weinsauce hat das Gericht trotzdem sehr lecker geschmeckt

An Tag 5 sind wir nach Anaheim zu Disneyland gefahren, hierfür hatten wir extra einen Mietwagen gebucht, doch davon würde ich euch abraten, wenn ihr sowas vorhabt. Die Autovermietung in Venice Beach schließt um 19.00 Uhr, das bedeutet man muss den Wagen für 2 Tage buchen, das Parken in Disneyland frisst etwas Zeit und das Parken in Venice Beach gestaltet sich auch etwas schwierig. Im Nachhinein würde ich auch für Disneyland mit Uber fahren, das hätte uns sowohl Zeit als auch Geld erspart. Außerdem war an diesem Tag vormittags ziemlich kalt und der Himmel bewölkt, wir konnten das Cabrio also nicht mal offen waren. Trotzdem ist so ein Ford Mustang natürlich was Feines (gebucht hatte ich eigentlich einen Beetle, aber wir hatten ein kostenloses Upgrade bekommen).



Die Abholung des Wagens und das Parken hat etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als gehofft und deshalb waren wir leider zu spät im Park um die veganen Mickey Waffles zum Frühstück zu essen. Wir waren nur ca. 5 Minuten zu spät, aber die Zeitpläne werden dort sehr genau genommen. Außerdem würde ich empfohlen, vorher einen Tisch zu reservieren! Die Waffeln gibt es z.B. im Carnation Café (Main Street, U.S.A.), oder im Plaza Inn. Im Plaza Inn laufen auch die verschiedenen Disney Charaktere umher, was es natürlich nochmal zu einem ganz anderen Erlebnis macht.

Eine meiner Instagram-Followerinnen war übrigens auch gerade in Kalifornien unterwegs und genau 1 Tag nach mir in Disneyland und aufgrund meiner Instastory hat sie im Carnation Café nach den veganen Waffeln gefragt und sie auch bekommen. Sie war so lieb, Fotos für mich zu machen und sie mir zuzuschicken. Das nenne ich mal vollen Körpereinsatz für "V"eltenbummler!



Danke nochmal, Lilly!

Tipps für veganes Disney Food gibt es jede Menge bei Happiest Vegan on Earth und die Seite wird auch ständig aktualisiert. Dank diesem Blog wusste ich, dass es bei Harbour Galley den Vegan Hot Diggity Dog gibt und die großen Mickey Prezzles, die es überall im Park zu kaufen gibt, sind ebenfalls vegan, was zwar kein Trost war für die verpassten Waffeln war, aber zumindest etwas.


Vegan Hot Diggity Dog (Harbour Galley)



Zumindest habe ich dann Winnie Pooh und seine Freunde getroffen und alles war vergessen. Eins muss man wirklich sagen, ich fand Disneyland in Anaheim um einiges schöner und fröhlicher als Disneyland Paris. Egal ob man 4, 14 oder 40 Jahre alt ist, die Mitarbeiter waren extrem herzlich und haben sich megaviel Mühe gegeben, dass man bei allem voll auf seine Kosten kommt. Disneyland California ist definitiv der happiest Place on Earth :)


Tigger und ich hatten sichtlich Spaß




Nach Winnie Pooh kam dann mit Star Wars ein kleines Kontrastprogramm.


Come to the dark Side - we have vegan Cookies

Im Großen und Ganzen hatten wir dann alles gesehen, was wir wollten. Wir sind ja nicht wirklich Disney Fans, aber 2013 waren wir in Orlando in den Universal Studios statt in Disneyland und dieses Mal wollten wir nicht wieder in die Universal Studios, sondern haben uns für Disneyland entschieden. Und Winnie Pooh liebe ich einfach. Das ist halt auch echt ein Vorteil, wenn man schon öfter zusammen verreist ist, man muss keine Sehenswürdigkeiten doppelt besuchen. 

Abendessen gab es dann für uns im Downtown Disney District. Dort gibt es mehrere Möglichkeiten, etwas Veganes zu essen zu bekommen. Wir waren zuerst bei Sprinkles, dort wird ein Cupcake ohne tierische Zutaten angeboten.


Red Velvet Cupcakes von Sprinkles

Danach waren wir bei Black Tap und haben einen Vegan Burger bestellt und dazu eine Portion Pommes (es hätte auch Süßkartoffelpommes gegeben) und glasierten Rosenkohl. EIGENTLICH gibt es laut Happiest Vegan on Earth auch vegane Shakes dort, aber an der Theke sagte man mir das sei nicht so. Schade.

Dafür wurde der Burger dann inklusive Pommes serviert und eine Portion Pommes nochmal EXTRA, was ja ÜBERHAUPT keinen Sinn macht. Man hätte mir ja bei der Bestellung ruhig sagen können, dass da bereits Fries dabei sind. Ich liebe ja Pommes über alles, aber das war definitiv zu viel des Guten... Also bitte wundert euch nicht, warum da gefühlt 1 kg Pommes auf dem Bild sind ;) Wegen der Mayo auf dem Burger habe ich extra nochmal nachgefragt, die ist definitiv ohne Ei und somit vegan. Hat alles sehr gut geschmeckt, der Rosenkohl war auch total yummie, nur den Shake habe ich schmerzlich vermisst, weil ich mich sehr darauf gefreut hatte.





Der nächste Tag war leider ziemlich bewölkt und nicht so warm. Wir haben erstmal zuhause die Cupcakes gefrühstückt und sind dann in die Melrose Avenue gefahren um ein paar Fotos zu machen.



Danach ging es zu Gracias Madre (ebenfalls in der Melrose Avenue), einem mexikanischen Restaurant, das zu 100% plant-based ist.



Coliflór frito: Frittierter Blumenkohl mit Cashew"käse"sauce


Links: Plantain Chorizo Quesadilla
Rechts: Jackfruit Carnitas Taco

Ebenfalls in der Melrose Avenue habe ich mir bei Percolate noch einen Bubble Tea und einen Cookie gegönnt.



Später ging es dann nach Downtown L.A., wo mein Travel-Buddy zwei Gebäude fotografieren wollte, nämlich die Walt Disney Concert Hall und das Bradbury Building. In letzterem wurden u.a. einige Szenen vom legendären Film Blade Runner aus dem Jahr 1982 gedreht, aber auch ein Musikvideo von Justin Timberlake (Say Something). 


Bradbury Building



Walt Disney Concert Hall

Nur ein paar Meter vom Bradbury Building entfernt liegt der Grand Central Market mit vielen Essensständen. Hier gibt es auch einige vegane Angebote, wir wussten aber schon genau, was wir wollten, nämlich zu Ramen Hood. Denn dort gibt es vegane Ramen, nach Wunsch auch mit veganem Ei!




Und wieder folgte ein Tag, an dem Petrus es nicht gerade gut mit uns gemeint hat. Für mittags hatten wir einen Ausflug in die Warner Brothers Studios gebucht, doch zunächst waren wir mal wieder bei The Butcher's Daughter in Venice Beach. Dort gab es zum Frühstück für mich einen Carrot "Lox" Toast und dann haben wir uns noch eine Waffel geteilt mit Adzuki Bacon. Dafür fiel das Mittagessen aus, weil wir genau zu der Zeit in den Studios waren.

Carrot "Lox" Toast

Waffel mit Adzuki Bacon

Die Warner Bros. Studios fand ich ganz interessant, aber im Prinzip werden ja alle Hallen und Außendrehorte nach Beendigung eines Films oder einer Serienfolge wieder komplett umgebaut für den nächsten Dreh. Man bekommt dort also Straßen und Häuser gezeigt, die man aus diversen Filmen und Serien kennt, aber es sieht mittlerweile eben teilweise komplett anders aus. Wenn einen aber grundsätzlich interessiert, wie Filme und Serien in Hollywood entstehen und man ein paar Background-Storys zu einigen Filmen und Serien hören möchte, dann ist das definitiv eine coole Erfahrung.




Hier wurde Two and a half Men gedreht





Was mir am besten gefallen hat, waren die Memorabilia wie z.B. Kostüme aus einigen Filmen und diverse Batmobile. Ich bin ja ein riesiger Batman-Fan muss ich zugeben. Auch für Harry Potter-Fans sind die Studios bestimmt ein Erlebnis.


Das Kostüm von Aquaman (2018)

Einige Kostüme aus Harry Potter und Quidditch-Ausrsüstung

Der goldene Schnatz


Mit dieser Dobby-Puppe hat Daniel Radcliffe seinen Text geübt, sie wurde nicht für Dreharbeiten verwendet (der Dobby aus den Filmen wurde komplett am Computer generiert)
 






Die Batman-Maske, die Michael Keaton in "Batmans Rückkehr" 1992 getragen hat

Die Maske aus "Batman Begins" (2005)


"Matrix"

"… denn sie wissen nicht, was sie tun" mit James Dean (1955)


Das wohl berühmteste TV-Café ever wurde hier nachgebaut, das Central Perk aus der Serie "Friends"

Abends zog es uns nach Highland Park zu Hinterhof LA, einem Biergarten mit typisch deutscher Küche, nur dass dort eben alle Gerichte auf der Karte vegan sind. Mega mega mega!


Vegane Käseplatte

Schnitzel und Käsespätzle




Nur ca. 500 Meter entfernt war eine Filiale von Donut Friend, wo wir uns für den nächsten Tag ordentlich mit Donuts versorgt haben.













Von links nach rechts: Crème brûlée, Bacon 182, Strawberry-Lab und S'morrissey
Die Donuts gab es am darauffolgenden Tag dann zum Frühstück und wir sind den ganzen Tag über in Venice Beach geblieben. Es war Samstag, also haben wir nochmal bei Muscle Beach vorbeigeschaut und am Wochenende gibt es definitiv etwas mehr zu gucken als unter der Woche.


 








Anschließend gab es Tacos bei Taco Venice (direkt neben Sushi Venice, wo wir ein paar Tage vorher waren).





Ein Taco mit Pilzen und einer mit Süßkartoffel und Mais


Wir sind ein ganzes Stückchen den Strand entlang gelaufen, der ist nämlich riesig. Außerdem haben wir uns auch die Venice Canals angeschaut.









Abends sind wir wieder den Beach Boardwalk entlang geschlendert und haben den ganzen Schaustellern zugeschaut und alles auf uns wirken lassen. Ich liebe diese Strandpromenade!!! Die vielen verschiedenen Läden, Restaurants, Straßenkünstler, Verkäufer usw., alle paar Meter läuft andere Musik oder es steht einfach ein Klavier am Strand und darauf spielt jemand. Das ist definitiv besser als Fernsehen, die ganzen Menschen zu beobachten und einfach im Hier und Jetzt zu sein.

Das klingt jetzt so als hätten wir an diesem Tag nicht viel gemacht, aber das sind echt ganz schön lange Strecken, die wir da gelaufen sind und zwischendurch haben wir ja immer wieder angehalten und Fotos gemacht.



Abendessen gab es direkt am Strand bei Venice Beach Bar & Kitchen. Dort gibt es einen Veggin' Out Burger. Der Patty ist vegan, das Brötchen jedoch nicht, darum bekam ich einen Burger ohne Bun. Allerdings sind die Onion Rings dort vegan und ebenso die Buffalo Cauliflower "Wings".




Ausblick aus der Venice Beach Bar & Kitchen

Danach haben wir die Sonnenuntergangsstimmung an der Promenade und am Skate Park genossen.









Auf dem Heimweg sind wir bei Big Daddy's Pizza vorbeigelaufen und dachten uns ach so ein kleines Stück Pizza passt noch rein. Denn die Pizzen dort sind alle vegan!






Links: Pizza mit Beyond Bratwurst-Stückchen und Follow your Heart-Käse
Rechts: Pizza nur mit Follow your Heart-Käse

Im Prinzip muss man eigentlich aus Venice Beach überhaupt nicht raus wie ihr seht. Es gibt viele tolle Dinge zu sehen, lebhaftes Treiben an der Strandpromenade, superschöner Beach, spitzenmäßiges veganes Angebot überall und und und.

Sonntags war dann leider schon unser letzter Tag angebrochen. Diesen haben wir in West Hollywood bei einem Brunch bei Crossroads Kitchen begonnen.



JANN’S BAGEL (Almond Cream Cheese / Carrot Lox / rote Zwiebeln),
Crossroads Benedict und Chicken & Waffles




Da sich das Crossroads Kitchen sich in der Melrose Avenue befindet, haben wir die Gelegenheit genutzt um weitere Wände zu fotografieren.

 

Danach fing es weiter zum Griffith Observatory, wo Teile des Films "Denn sie wissen nicht, was sie tun" mit James Dean gedreht worden sind. Außerdem hat Paula Abdul das Musikvideo zum Song "Rush Rush" mit Keanu Reeves auch teilweise dort gedreht, es ist eine Hommage an den James Dean-Film.






Atemberaubender Blick über Los Angeles
Und sogar oben auf dem Berg im Café am Ende des Universums gab es eine tolle Auswahl an veganem Essen, wir waren aber halt total satt, deshalb gab es nur nen Snack.



PB & J und Chocky Milk


Krass, oder?







Sogar vegane Proteinkekse
Mit Blick zu den Hollywood Hills

Wieder zurück in Beverly Hills war Window Shopping am Rodeo Drive angesagt und ein Besuch bei Five Guys. Es gibt ein Veggie Sandwich, was leider nur labberiges Gemüse ohne Sauce auf einem Burgerbrötchen ist. Aber die Pommes, die in Erdnussöl frittiert werden, sind ein absoluter Traum! Demnächst wird eine Filiale in Mannheim eröffnen, da freue ich mich schon drauf.




Roli Glitzer Glitzer

Scheiß auf Dolce & Gabbana, ja
Gib mir, gib mir Balenciaga, ja

Nur noch Gucci, Bratan, ich trag' nur noch Gucci




Auf dem Sandwich ist keine Sauce drauf, einfach nur Salat und etwas gegrilltes Gemüse. Aber man konnte es essen und die Pommes waren geil geil geil!

Am nächsten Tag haben wir gepackt und sind dann mitsamt unseren Koffern ein letztes Mal zu The Butcher's Daughter. Ich hatte ein Reuben Sandwich, das megalecker war, aber das ich nicht unbedingt weiterempfehlen würde, wenn man vorhat, im Anschluss sehr lange im Flugzeug zu sitzen (Stichwort Kraut) ;) Also das Butcher's Daughter vermisse ich zuhause definitiv und den Strand von Venice Beach natürlich auch. 


Reuben Sandwich

Anchließend ging es mit Uber zum Airport. Am Flughafen LAX gab es auch einige vegane Snacks und Smoothies im Angebot.






Bagel mit Hummus, Salat und Gurke und dazu ein frisch gepresster Orangensaft

Und auf dem Rückflug war sogar das Lufthansa-Essen ganz ok, beim Hinflug war leider nicht alles vegan.




Zum Abschluss noch ein paar Venice Beach Impressionen und ein kleines Resümee:






Resümee:
In den letzten Jahren habe ich immer wieder von Leuten, die in L.A. waren, erzählt bekommen, dass sie es gar nicht toll fanden und bevor ich meine Reise angetreten habe, habe ich wieder des Öfteren (bis auf eine Ausnahme) gehört, Los Angeles sei überhaupt nicht schön. Da frage ich mich nur, was für eine Erwartungshaltung diese Menschen hatten. Ich fahre ja auch nicht nach Frankfurt am Main und beschwere mich dann über die Hochhäuser. Wisst ihr, was ich meine?

Durch Instagram & Co. und diverse Filme hat man ja einige Orte der Welt zumindest ausschnittweise schonmal irgendwie gesehen und man hat eine ungefähre Vorstellung davon. Das muss ja nicht immer zu 100% der Realität entsprechen, jedoch weiß man doch ungefähr, auf was man sich einlässt. Außerdem recherchiere ich immer sehr viel vor meinen Reisen. Ja, L.A. ist riesig. Ja, in L.A. ist immer viel Verkehr und häufig Stau. Ja, L.A. ist keine idyllische Stadt wie z.B. Washington D.C., wo man keine Hochhäuser, dafür aber viele Parks und Monumente findet. Aber sorry, wer so etwas erwartet, der hat sich einfach nicht richtig vorbereitet in meinen Augen. Los Angeles ist mehr als nur Malibu. Aus diesem Grund war ja Venice Beach unser Wohnort während unseres Aufenthalts. Und ich wusste im Voraus, dass dort alles ein bisschen alt und heruntergekommen ist, aber ich mag dieses Shabby Chic und L.A. war genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dazu kommt noch, dass Geschmäcker einfach unterschiedlich sind und es gibt Menschen, die können 14 Tage all inclusive in Ägypten genießen und den ganzen Tag nur am Strand chillen, ich gehöre definitiv nicht dazu. Jeder gestaltet seinen Urlaub anders und das ist auch völlig ok.

Worauf ich hinaus will: erkundigt euch gut über ein Urlaubsziel, bevor ihr dort hinreist, bereitet euch vor. Und hört nicht so viel auf andere dabei, vor allem nicht, wenn komplett unterschiedliche Vorstellungen bestehen. Wie ihr an meinen Bildern sehen könnt, kann man sich einen Aufenthalt sowohl in Los Angeles als auch in Venice Beach sehr schön gestalten. Ich fand jetzt auch nicht alles super, zum Beispiel denke ich mir im Nachhinein die Warner Bros. Studios hätte man sich sparen können, aber es war trotzdem cool, es mal gesehen zu haben.

Außerdem ist die richtige Reisezeit das A und O wie ich gemerkt habe. Der wenige Verkehr und die geringen Wartezeiten zum Beispiel in der Melrose Avenue bei den schön bemalten Wänden (normalerweise stehen die Instamädels dort Schlange!) oder bei anderen Sehenswürdigkeiten waren bei uns richtig super und wir haben dadurch nicht nur Zeit gespart, sondern man ist natürlich auch viel weniger genervt.


Hilfreiche Links:
Los Angeles:
www.happycow.net/a-vegan-guide-to-los-angeles
www.peta.de/vegan-kalifornien
www.annalaurakummer.com/2017/10/21/food-guide-los-angeles
www.veganblatt.com/vegan-los-angeles


Disneyland:
www.happiestveganonearth.com
www.vegoutla.com/ultimate-vegan-guide-to-disney-california-adventure
www.peta.org/living/food/vegan-food-disneyland