Sonntag, 8. September 2019

Vegan in Down Under - Adelaide & Sydney


Meine Reise nach Australien ist nun schon über 1 Jahr her und ich war euch noch den Reisebericht schuldig ;) Eine meiner besten Freundinnen ist nach Adelaide ausgewandert und ich war zu ihrer Hochzeit eingeladen. Ehrensache, dass ich mir das nicht entgehen lasse! Ich habe Janine 2013 über meinen Blog kennengelernt und wir wurden enge Freunde. 2015 habe ich sie auch schonmal in Japan besucht, als sie für ein Auslandssemester dort war und in 2017 waren wir für ein Wochenende zusammen mit noch ein paar anderen Mädels in Berlin.

Wie immer hatte ich natürlich im Vorfeld alles genau recherchiert, aber ich hab mich auch sehr viel auf Janine verlassen, da sie viele schöne Sachen geplant hatte und ja auch mehrere Leute unter einen Hut bringen musste. Ab und zu habe ich aber zwischendurch mein eigenes Ding gemacht und außerdem bin ich noch für ein paar Tage alleine nach Sydney geflogen.

Ich hätte sehr gerne mal den Service von Singapore Airlines getestet, weil ich schon so viel Gutes darüber gehört habe. Aber ich habe bei Idealo Flüge verglichen und Emirates war nicht nur um einiges günstiger, sondern auch noch am schnellsten (knapp unter 24 Stunden Reisezeit insgesamt). Aber das nur mal am Rande, ich mache ja keine bezahlte Werbung. Aber bei so einer weiten und nicht gerade günstigen Reise lohnt es sich definitiv, zu vergleichen und ich gebe ja hier nicht nur Tipps zu veganem Essen unterwegs, sondern erzähle euch auch immer gerne ein paar Details zu meiner Reiseplanung und gebe Hinweise, wie man etwas evtl. besser machen kann ;) (siehe Mietwagen auf Ibiza oder verpasster Flug in die USA wegen Fehler bei der ESTA-Anmeldung)

Als Unterkunft hatte ich ein Airbnb-Zimmer gebucht, durch ein Missverständnis jedoch nicht direkt in Adelaide in der Nähe von Janine und ihrem Bräutigam Josip, sondern etwas außerhalb bei Glenelg - dafür aber direkt am Strand und für nur 26,- EUR die Nacht, also gar nicht mal so schlecht ;)

Nachdem ich nun schon seit einigen Jahren immer mehr Flugerfahrung gesammelt habe und vor allem mit Langstreckenflügen, bin ich mittlerweile sehr schmerzfrei, was das Outfit betrifft. Es muss vor allem bequem sein und zweckmäßig. Also Leggings oder Jogginghosen und obenrum Zwiebel-Look. Im Handgepäck habe ich nur das Nötigste, damit ich nicht so schwer schleppen muss (siehe Tipps für eine entspannte Flugreise). Da ich aber ca. 2/3 einer Kofferhälfte mit Mitbringseln dabei hatte, die Janine bei mir bestellt hatte (z.B. veganer Nuss-Nougat-Aufstrich und andere typisch deutsche Leckereien, vegane Kosmetik usw.), musste ich einige schwere Dinge ins Handgepäck packen ;) Ich musste aber eh eine große Handgepäcktasche einpacken, da ja klar war, dass ich während meines Aufenthalts zwischendurch nach Sydney fliege und zwar nur mit Handgepäck.


Seht ihr den weißen Puschel an der Tasche? Das ist ne Powerbank, falls unterwegs mein Handyakku leer wird und ich nirgendwo laden kann.


Ich muss mich mal selbst für meine tolle Planung loben. Ich hatte einen Sitzplatz reserviert (wie immer, damit ich auch safe am Fenster sitzen kann) und hatte mir Plätze ausgesucht, wo bisher noch niemand neben mir reserviert hat. Und ich habe tatsächlich die kompletten knapp 24 Stunden eine komplette Sitzreihe für mich gehabt! Sowohl von Frankfurt nach Dubai als auch von Dubai bis Adelaide. Besser hätte es nicht kommen könne, wenn man schon so lange im Flieger aushalten muss.



Auch das Essen von Emirates gab keinen Anlass, unzufrieden zu sein.

Reis mit Bohnen und Gemüse

Kartoffelpürree, Pilze, Spinat und eine halbe gegrillte Tomate

Ravioli mit Tomatensoße, außerdem Hummus und ein gefülltes Weinblatt und Obs

Landeanflug auf Adelaide


Nach der sehr langen Anreise wurde ich abends von Josip, Janine und unserer Freundin Sarah abgeholt, die ein paar Stunden vor mir bereits angekommen war. Zur Begrüßung gab es Bubble Tea, besser kann man es nicht anfangen!



Die erste Nacht habe ich dann bei Janine und Josip verbracht, weil es schon nach 22.00 Uhr war und wir Mädels am nächsten Tag zusammen zum letzten Fitting des Brautkleids gehen wollten. Durch die Zeitverschiebung und die Aufregung habe ich dann fast kein Auge zugetan. Morgens haben wir dann erstmal schön zusammen im Garten gefrühstückt und dann habe ich in mein Airbnb eingecheckt und mein Gepäck dort abgeladen. 



Dann ging es schon weiter zur Brautkleidanprobe. Das war ziemlich emotional, meine Freundin in so einem schönen Kleid zu sehen und zu sehen, wie glücklich sie ist. Dazu noch die ganzen neuen Eindrücke, die Müdigkeit, die Hitze...

Das hier war übrigens das Haus, in dem mein Airbnb-Zimmer war. Meine Gastgeberin war eine ältere Dame mit ihrem Sohn und ich hatte ein relativ großes Zimmer mit Klimaanlage.


Mein Airbnb-Zimmer war ein echter Glücksgriff

Blick vom Haus zum Strand




Danach waren wir in Glenelg bei Bomdia für eine Açai Bowl und sind dann am Strand spazieren gegangen und haben ein bisschen Windowshopping gemacht.







Raw Peanut Butter Cheesecake
Raw Twix Bar



Bomdia Bomchoc Bowl: Açai Bowl mit Cacao Crunch, Carob und raw Bounty Slices, dazu ein Watermelon Mint Smoothie













Kleiner Tipp noch am Rande: sagt eurer Bank vor der Reise unbedingt Bescheid, dass ihr vorhabt, nach Australien zu reisen. Bei manchen Banken muss man sein Konto nämlich für Down Under unbedingt vorher freigeben lassen - bei mir war das so und ich wusste es aber nicht und stand dann erstmal blöd da. Wegen der Zeitverschiebung konnte ich auch nicht direkt bei der Bank anrufen, sondern erst Stunden später.

Nach ein paar Stunden in der Sonne ging es mir dann richtig schlecht, ich war müde (ich hatte in der Nacht fast gar nicht geschlafen wegen der Zeitverschiebung und wahrscheinlich auch vor Aufregung) und mir war schwindelig von der Hitze. Zuhause in Deutschland war es 0 Grad und einen Tag später in Australien musste mein Körper mit 27 Grad zurecht kommen, das war alles ziemlich viel. Ich bin dann alleine zu meinem Airbnb gelaufen (ca. eine halbe Stunde) und habe dann erstmal ein paar Stunden geschlafen. Ich glaube fast, ich habe mir auch einen kleinen Sonnenstich zugezogen, denn bei mir drehte sich wirklich alles und meine Gliedmaßen haben geschmerzt. Ich konnte mich überhaupt nicht bewegen und nicht mal mein Handy in die Hand nehmen um den Mädels Bescheid zu geben, dass ich erst später wieder zu ihnen dazustoßen könnte, weil es mir nicht gut geht.

Als ich mich einigermaßen wieder erholt hatte, bin ich wieder nach Glenelg gelaufen und wir haben zusammen bei Lord of the Fries zu Abend gegessen, wo ich mir einen Chick'n Burger gegönnt habe, eine mixed Munch Box mit Pommes, Onion Rings und Soja Nuggets und dazu ein Oreo Shake. 







Chick'n Burger, Munch Box mit Pommes, Onion Rings und Nuggets & Oreo Shake

Aber ich war immernoch total kaputt und hatte für den nächsten Tag einen Ausflug nach Kangaroo Island geplant, wo es um 6.15 Uhr schon losgehen sollte und ich brauchte außerdem noch Proviant und Getränke und musste noch organisieren, wie ich von meinem Airbnb aus zur Central Station in Adelaide komme. Ich hatte noch keine Erfahrungen mit Uber und es war mir zu so einer frühen Uhrzeit auch zu riskant, weil ich nicht wusste ob so früh in dem kleinen Ort Glenelg schon Uberfahrer unterwegs sind, also habe ich telefonisch ein Taxi vorbestellt. Alles sehr last Minute, was ja eigentlich nicht so meine Art ist, aber es ging in dem Fall nicht anders. Normalerweise plane ich für den ersten Tag überhaupt keine Aktivitäten ein, aber durch die Hochzeit und die Brautkleidanprobe ging es nunmal nicht anders und ich hätte mich sehr geärgert, wenn ich nicht mit dabei gewesen wäre.

Ich war dann noch im Supermarkt Coles und in einem Bioladen, um für den nächsten Tag einzukaufen und dann bin ich mit den Einkäufen zurück ins Airbnb gelaufen. Ne halbe Stunde Fußweg ist zwar eigentlich nicht weit, aber wenn man bedenkt, dass ich am Vorabend erst in Australien angekommen war und ich die Strecke ja insgesamt 4-mal an dem Tag gelaufen bin und das alles bei der Hitze, dann war das schon richtiger Stress muss ich sagen. Ich war jedenfalls fix und alle, als ich gegen 22.30 Uhr endlich im Bett gelegen habe.



Süßer kleiner Bioladen mit kleiner Frischetheke
Supermarkt Coles




Diverse Fleischersatzprodukte


Veganer Aufschnitt






Kokoswasser

Extrem viele Sorten Hummus


Damals gab es noch kein veganes Ben & Jerry's in Deutschland, aber so ein Becher war für eine einzige Mahlzeit einfach zu groß und den Transport zu meiner Airbnb-Küche hätte das Eis niemals überlebt, also habe ich erstmal verzichtet

Meine Beute von Coles und vom Bioladen:


Körnerbrot, Aufschnitt, Kokosjoghurt, Agavensirup, Papaya, Erdbeeren, Cliff Bars, Broccoli Chips und diverse Getränke


Das Allheilmittel eines jeden Veganers: Kokosöl und Kokoswasser

Um 5.00 Uhr hat mich mein Taxi abgeholt, da das Taxi-Unternehmen unter der Woche um diese Uhrzeit von ca. 45 Minuten Fahrt ausgegangen ist. Müdigkeit sein Vater!

Ich hatte mich auf diesen Ausflug megamäßig gefreut und ich war total aufgeregt, deshalb war ich auch lieber etwas zu früh am Bahnhof als zu spät. Um 5.00 Uhr war es schon 29 Grad heiß, deshalb hatte ich leider nicht daran gedacht, eine Jacke einzupacken. Ich habe deshalb in den über 5 Stunden Busfahrt dank Klimaanlage übelst gefroren, aber die meiste Zeit sowieso geschlafen. Ich glaube am 2. Tag hat mein Körper mich schon abgrundtief gehasst für das alles, die Temperaturunterschiede, lange Fußmärsche und wenig Schlaf, hahahaha. Aber da musste er durch. Schließlich wollte ich Kängurus sehen.


Nach einer sehr langen Fahrt mit dem Bus ging es weiter mit dem Boot rüber nach Kangaroo Island
Und dann war wieder Sitzen im Bus angesagt
Bei der Tagestour  (hier gebucht) war übrigens Verpflegung dabei und ich hatte vorher extra bei der  Reiseagentur per E-Mail nachgefragt ob auch vegan möglich sei und es hieß es ginge leider nur vegetarisch oder glutenfrei. Und das bei einer Tour, die knapp 200,- EUR kostet! Deshalb war ich am Vortag ja extra noch einkaufen gewesen und hatte mir Brote geschmiert. Auf Kangaroo Island angekommen hat mir der Reiseleiter dann aber freudig mitgeteilt, dass für mich doch ein veganes Mittagessen bereitgestellt werden würde. Ok... das hat mich natürlich gefreut, aber wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte es mir einiges erspart, da ich ja extra am Vorabend noch einkaufen war.



Wegen der starken Hitze haben wir leider kaum Kängurus gesehen, da diese sich eher in den schattigen Hügeln unter Bäumen aufhalten. Recht haben sie, die Kängurus! 


Vorbei an Eukalyptusbäumen

Kängurus haben wir nur aus der Entfernung gesehen

Es ging dann erstmal zur Seal Bay, wo wir Sea Lions beobachten konnten. Megatoll!





Zuerst konnte man einige Infos über die Seelöwen lesen

Und  man konnte auch das Fell und die Pfoten der Tiere berühren an einem "Touch Table", in freier Wildbahn geht das natürlich nicht



Hüte aus Känguruleder, naja...

Dann ging es mit einem Guide zu Fuß runter zum Strand


So ein megaschöner Strand und ein toller Ausblick

Näher als so durfte man nicht an die Tiere ran, die können nämlich ganz schon aggressiv werden und außerdem will man sie ja auch nicht stören







Danach gab es dann Mittagessessen, für mich ein Bratling mit Kartoffeln und Salat und als Nachtisch ein Obstsalat. Nichts Besonderes, aber es hat satt gemacht und war mehr als ich erwartet hatte.




Anschließend waren wir in einem Koala Sanctuary, wo wir ein paar Koalabären gesehen haben. Koality Time sozusagen, diese Tiere sind so megasüß und schlafen einfach mal ganz gechillt 20 Stunden pro Tag. Spirit Animal sage ich da nur! In dem Sanctuary konnte man sich auch eine Kleinigkeit zu essen kaufen und es gab sogar vegane Brownies!










Ich denke ich würde den Ausflug nicht unbedingt weiterempfehlen, weil der Preis doch wirklich extrem hoch ist und ich nur sehr wenige Kängurus und auch nur aus der Entfernung gesehen habe. Dazu dann noch die lange Anreise und das frühe Aufstehen. Ich bin trotzdem froh, dass ich ihn gemacht habe, denn es war ein schönes Erlebnis, ich habe Sea Lions und Koalas gesehen und der Tour Guide war supertoll und extrem freundlich und hat den Tag sehr angenehm gestaltet. Aber am Ende des Tages hatte mein Körper noch mehr Grund, mich zu hassen: trotz LSF 50 habe ich mir einen Sonnenbrand geholt und außerdem habe ich mir üble Wasserblasen an den Füßen eingefangen (Bilder erspare ich euch, wer mir auf Instgram folgt, war quasi "hautnah" mit dabei).

Auf dem Heimweg gab es für mich den Rest meiner Verpflegung, den ich mir in Glenelg im Bioladen geholt hatte.


Herzhaft gefülltes indisches Gebäck aus dem Health Food Store


Ich habe im Anschluss noch eine Mail an den Veranstalter wegen des veganen Essens gemacht und den Tour Guide gelobt. Ich hoffe ja immer, durch viel Freundlichkeit kann man etwas positiv verändern. Zumindest kostet Freundlichkeit nichts und meistens erreicht man dadurch einiges. In Zukunft wird es dann vielleicht selbstverständlicher, eine vegane Mahlzeit zu bekommen.



Den 3. Tag habe ich mit einem Frühstück am Strand begonnen. Auf dem Foto sieht es zwar sehr bewölkt aus, aber es hatte am frühen Morgen tatsächlich schon wieder 28 Grad!

Komm mit mir nach Papaya

Danach habe ich mir die Uber App installiert, denn weitere lange Fußmärsche kamen für mich erstmal nicht in Frage wegen den dicken Wasserblasen an den Füßen und der Hitze. Ich habe mich dann noch ein wenig ausgeruht und gegen Mittag habe ich meine geplagten Füßchen mit Blasenpflaster zugeklebt und bin mit Uber zu Lord of the Fries gefahren. Dieses Mal habe ich mir einen Hot Dog und einen Peanut Butter Shake bestellt. Oh Mann, ich vermisse Lord of the Fries sooooo sehr!



Anschließend ging es weiter mit Uber nach Adelaide. Eine Schwester meiner verstorbenen Omi hat hier einen Großteil ihres Lebens verbracht. Sie war 2-mal in Deutschland und wir haben uns zu Weihnachten immer gegenseitig geschrieben, aber leider hatte ich sie nie in Australien besucht. Im Juni 2016 ist sie im Alter von 90 Jahren verstorben und ich wollte deshalb zumindest kurz zu ihrem Haus fahren und ihr Grab auf dem Friedhof besuchen, wenn ich schon in Adelaide bin, was ich dann auch gemacht habe.


Man beachte bitte vor allem meinen Sonnenbrand, ich bin richtig gegrillt worden
Abends war ich mit den Mädels im Restaurant Montezuma's in Glenelg verabredet, mittlerweile waren noch 2 weitere Gäste aus Deutschland angereist und wir waren eine schöne kleine Gruppe. Im Montezuma's gibt es eine separate Karte mit vegetarischen und veganen Gerichten und auch veganen Käse.






Burrito mit veganem Käse

An Tag 4 waren wir dann alle zusammen mit ein paar australischen Freunden von Janine und Josip erstmal bei Cherry Darlings Bakehouse zum Essen.








Ich hatte einen Blondie und dazu ein leckeres Ginger Beer von Bundaberg

Dann durften meine leidgeplagten Füße wieder "ein wenig" laufen, denn es ging zum Hallet Cove Conservation Park. Megaschön!


 

Laaaaange Wege



Und über Felsen und Steine


I am a Rock, I am an Island



Viele Treppenstufen











Mit Blasenpflastern und Sneakers ließ es sich einigermaßen aushalten, aber nach ca. 3 Stunden habe ich die Sonne einfach nicht mehr ertragen können. Man darf ja auch nicht vergessen, dass sich über Australien ein Ozonloch befindet und dadurch UV-Strahlen einfach ungehindert auf einen einprasseln. Und das bei meiner hellen Haut, die ich mir an den beiden vorherigen Tagen bereits ordentlich verbrannt hatte!

Man konnte sich ja leider nirgends im Schatten unterstellen, darum bin ich dann nach Glenelg zurückgeubert. Ich glaube ohne Uber wäre ich zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben mit meinen zarten Füßchen und meiner empfindlichen Prinzessinnenhaut... Ich bin dann erstmal in einen Drugstore gegangen, um mir Aloe Vera und mehr Blasenpflaster zu kaufen, denn meine Füßen sahen so aus als hätte ich nach knapp 20 Jahren mal wieder Lust auf rohes Fleisch gehabt... Big Aua! Ich war dann auch sehr grumpy und habe den Rest des Tages nichts mehr gemacht, nur meine Wunden geleckt und zu Abend was von meinen Supermarkt-Einkäufen gegessen.

Am nächsten Tag musste ich eh wieder total früh raus, weil es morgens für mich nach Sydney ging. Also habe ich noch schnell meine Reisetasche gepackt, habe online eingecheckt und bin früh schlafen gegangen. Wenn ich das alles so im Nachhinein lese, frage ich mich, wie ich das alles geschafft habe. Ständig auf den (kaputten) Füßen, ständig früh aufstehen, ständig in der prallen Sonne unterwegs... aber trotz Anstrengung war es natürlich auch alles megaschön!


Am Flughafen von Adelaide gab es bei Hudson Coffee Falafel Wraps, meine Flugverpflegung.








In Sydney angekommen ging es mit Uber (mit wem sonst?) zu meinem Airbnb und anschließend zum veganen Restaurant Bodhi, das ich bei Instagram entdeckt hatte. Mittags gibt es dort Yum Cha und ich glaube ich habe mich auf kein anderes Restaurant in Australien so sehr gefreut wie auf das Bodhi! Yum Cha bzw. Dim Sum ist eine Art chinesischer Brunch mit vielen Kleinigkeiten wie gebratenen Dumplings, Frühlingsrollen und herzhaft gefüllten Dampfnudeln, aber auch süßen Leckereien wie Sesambällchen und Dougnuts. Einfach himmlisch! Das Servicepersonal läuft mit Tabletts rum und man kann sich das aussuchen, was einem gut gefällt, aber auch á la carte bestellen. Ich hatte natürlich viel zu viel bestellt, aber habe mir die Reste einpacken lassen und mir so das Abendessen "gespart". Ich habe einfach im Bett die Reste des köstlichen Fingerfoods genascht. Leeeecker! Und ich konnte meinen Füßen abends etwas Ruhe gönnen.


St. Mary's Cathedral
 

Green Tea and Choysum Dumplings (die grünen), Rice Noodle Folds with vegetarian Prawns, Chili smoked Soy and Beetroot Dumplings (die pinken), die links unten weiß ich nicht mehr
Vegane Shrimps


Carrot, Broccoli and Ginger Dumplings und Cream Corn and ‘Chicken’ Dumpling
Flaky Prawn Taro Ball



Chinesische Doughnuts mit Passionsfrucht-Füllung


Das Essen im Bodhi war der absolute Hammer und ich wünschte wirklich, dass es sowas bei uns gibt. Kann mir jemand sagen, ob es sowas in der Art in Berlin gibt? Ich mag Berlin ja nicht, aber für Yum Cha würde ich den Weg tatsächlich auf mich nehmen!!!

An meinem 2. Tag in Sydney bin ich morgens erstmal Richtung Darling Harbour gelaufen (laufen ging wieder einigermaßen), denn ich hatte eine Hop-on Hop-off Harbour Cruise Tour gebucht. Unterwegs habe ich mir in China Town noch einen Bubble Tea geholt. Always stay hydrated, ihr wisst Bescheid ;) Zum Glück war es an dem Tag nicht so heiß, nur 24 Grad und es hat ein wenig getröpfelt. Das war zur Abwechslung echt sehr angenehm. 





Ich habe mir als Andenken im Harbourside Shopping Centre einen süßen Känguru-Rucksack gekauft und bei dieser Gelegenheit den Gözleme King entdeckt, wo es leckere türkische Gözleme gibt, eine Art herzhaft gefüllte Pfannkuchen. Sogar mit veganem Käse!







Dann ging es weiter mit dem Boot Richtung Opernhaus und angrenzendem Royal Botanical Garden (noch mehr rumlaufen).











Abends bin ich nach Newtown gefahren, um die vegane Eisdiele Gelato Blue zu testen, ein Tipp von Michaela, auf die ich später noch zu sprechen komme. 


Alles vegan!








Brownie Sundae mit White Chocolate, Coconut and Almond Ice Cream

Und Bubble Tea gab es auch nochmal, im Urlaub kann man sich ja ruhig mal gönnen.


In der Hauptstraße (King Street) von Newtown sind jede Menge Restaurants und fast überall gibt es was Veganes. 





Sogar ein Tattoostudio mit veganen Farben











Hier habe ich mir dann noch was Abendessen gekauft

Die Portion war um einiges größer als erwartet!!!

Für den nächsten Tag habe ich mir dann noch einen Doughnut bei Doughnut Time mitgenommen.




Für den 7. Tag war wieder ein größerer Ausflug geplant, denn dieser Urlaub war definitiv kein Erholungsurlaub! Aber wer weiß, wann man mal wieder nach Australien kommt... Dieses Mal ging es in den Blue Mountains Nationalpark. Zum Treffpunkt konnte ich zu Fuß laufen und zum Frühstück gab es für mich den Doughnut von Doughnut Time.

Im Nationalpark wurde dann natürlich auch wieder sehr sehr viel gelaufen, über Stock und über Stein und bei 27 Grad auch sehr viele Treppenstufen. Aber es hat sich gelohnt!


Und endlich habe ich Kängurus aus der Nähe gesehen!!!! 








Wenn ich sage "über Stock und über Stein", dann meine ich das auch so ;)


Einfach ein Hammer diese Natur







Der Guide hatte für mich ein veganes Sandwich mit gegrilltem Gemüse und Rucola dabei




Three Sisters


Am Ende gab's für mich noch einen erfrischenden Slushie

Am Tag 8 meiner Reise wollte ich unbedingt an den weltberühmten Bondi Beach, doch zuerst bin ich zur Shift Eatery frühstücken gegangen, denn ich wollte unbedingt eine blaue Latte (aus Blue Butterfly Pea, zu deutsch Blaue Klitorie oder Schamblume) probieren. Dazu gab es ein megagutes Sandwich.





No Whey José Sandwich (Cuban "Ham", pulled Jackfruit, Pickles, Dijon Mustard, Mojo Sauce, Cheddar "Cheese")



Und noch ein Cookie
Danach ging es an den Strand. Superschön!



















 


Aber die Sonne hat meine Haut wieder sehr böse geärgert und es war auch echt heiß... Ich habe mir bei SEJUICED deshalb nach einer Weile frisch aufgeschnittene Wassermelone und einen Saft geholt und im Schatten etwas entspannt.








Morning Glory (Orange, Kokoswasser, Ananas, Maracuja) von SEJUICED

Gegen Nachmittag bin ich dann die Strandpromenade entlang gelaufen und habe mir noch ne Matcha Latte gegönnt und als ich bei einer Ben & Jerry's Filiale vorbeikam, konnte ich auch nicht nein sagen (zu diesem Zeitpunkt gab es die veganen Sorten noch nicht in Deutschland zu kaufen und die Becher im Supermarkt sind zu groß für 1 Person, daher war das eine super Gelegenheit). Das letzte vegane Ben & Jerry's hatte ich 2016 in Washington D.C. gegessen.












Abends bin ich dann wieder nach Newtown gefahren, um mich mit Michaela zu treffen. Ich kenne Michaela schon seit Jahren von ihrem Blog Aber bitte mit Sojamilch!. Wir haben uns in Deutschland schon ein paar Mal getroffen, außerdem 2012 und 2013 je einmal in London, wo sie ein paar Jahre lang gelebt hat. Sie hat hier auch schonmal einen Gastbeitrag über London geschrieben. Und 2015 ist sie dann nach Sydney gezogen. Deswegen war natürlich der Plan, dass wir uns in Australien auch auf jeden Fall wieder treffen, was wir selbstverständlich auch gemacht haben.

Wir haben im Golden Lotus Vegan zu Abend gegessen und es war mega!





Vegan Duck Pancakes und Satay Skewers


Vegan fried Fish mit süß-saurer Sauce
Dann sind wir in der King Street noch Danny und seiner Hündin Smartie über den Weg gelaufen. Er ist hier ständig präsent mit immer wieder wechselnden Botschaften, man findet ihn bei Facbook hier: Danny's Page.



Zum Nachtisch gab es dann noch ein Eis bei Gelato Blue.

Passionfruit Cheesecake & Mint Belgian Chip

Und dann hieß es schon wieder Abschied nehmen
Mittlerweile lebt Michaela wieder in Europa, nämlich in Dublin und entweder werden wir uns dort das nächste Mal begegnen oder wieder in Deutschland. Ich würde mich freuen, Michaela!

Am nächsten Tag bin ich zurück nach Adelaide geflogen und nach meiner Ankunft bin ich gleich wieder zu Lord of the Fries gegangen.






Parma Burger mit Schnitzel, Bacon & Cheese und HSP (Halal Snack Pack: Fries, Veg Beef Strips, Cheese, Sriracha, Garlic Hummus und BBQ Sauce)

Dann war ich gegenüber noch bei Fruizberry, wo ich mir Sorbet mit frischen Früchten als Nachtisch geholt habe. Es gibt dort einiges Sorten veganes Sorbet und auch ein paar Toppings wie Obst und Oreos.









Mit meinem Nachtisch habe ich mich dann an den Strand gesetzt und mit den Füßen gebaumelt.

Irgendwie hatte es sich den ganzen Urlaub noch kein einziges Mal ergeben, einen Sonnenuntergang anzuschauen, das habe ich dann an diesem Tag nachgeholt und war abends am Grange Beach. 

"Im Himmel reden die über nichts anderes, als über das Meer. Und darüber wie wunder, wunder schön es ist."
(Zitat aus dem Himmel "Knockin' on Heaven's Door)















Nachdem die Sonne untergegangen war, habe ich mich mit den anderen bei Mai Kitchen getroffen, dort gibt es auch tolle vegane Gerichte mit Fleischersatz.







Bò Xào Dīa Nóng: Vegan Beef & Cashew Nut Stir Fry

Ich hatte viele tolle Eindrücke von Sydney gesammelt und war nun froh, wieder bei den anderen in Adelaide zu sein. Und das vietnamesische Essen im Mai Kitchen war super!

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die ich in South Australia unbedingt gesehen haben wollte, war der Lake Bumbunga, ein Salzsee, der je nach Lichteinfall wunderschön pink aussieht. Und genau dorthin sind wir am nächsten Tag alle zusammen gefahren.

Erst waren wir noch bei Bom Dia um ein Frühstück für unterwegs mitzunehmen.


Raw Peanutbutter Cheesecake & Tropical Smoothie (Banane, Wassermelone, Erdbeeren und Kokoswasser) 





Lake Bumbunga, why you so salty?

Das Sonnenlicht wurde so krass von den Salzkristallen reflektiert, meine Haut BRANNTE! Ich bin deshalb relativ schnell wieder ans Auto zurück um meiner Haut etwas Schatten zu gönnen, die anderen haben noch mehr Fotos gemacht.

Sonntags fand dann die lang ersehnte Hochzeit statt, deshalb haben wir nach dem Ausflug zu Lake Bumbunga am Vorabend den Garten bei Josip und Janine schön dekoriert für die Feier. Ich hatte noch Reste von Mai Kitchen, die ich mir in der Mikrowelle warm gemacht habe. War immernoch yummie!




Am 11. Tag war es endlich soweit! Wir Mädels haben uns alle bei Janine eingefunden, um von einer professionellen Visagistin für die Hochzeit geschminkt zu werden. Verwendet wurde nur vegane und tierversuchsfreie Kosmetik, richtig toll!

Die Hochzeit selbst fand an einem Strand statt, eine wunderschöne Kulisse für ein wunderschönes Brautpaar!




Wie kann man nur so schön sein?



Ein paar Delfine haben auch kurz Hallo gesagt
Danach wurde angestoßen und es ging weiter zum Soul Vine Cafe, einem Yoga und Wellnes Retreat mit angrenzendem kleinen Restaurant mit lokaler und saisonaler vegetarischer Küche.




Dinkel Pizza mit Avocado, Oliven, Kapern und Tomatensauce

Anschließend ging es zu Janine und Josip nach hause, wo wir am Vorabend den Garten geschmückt hatten. Hier gab es u.a. Sekt, Donuts und kleine Cupcakes, natürlich auch alles vegan! Was für ein schöner Tag, Leute! Alles war perfekt geplant und superromantisch.




Doch auch der schönste Tag geht einmal vorbei. Am nächsten Tag war schon Tag 12 meiner Reise angebrochen und zuerst gab es für mich mal wieder Frühstück/Mittagessen bei Bomdia, bevor es dann weiterging zum Cleland Wildlife Park.




Avocadotoast, Raw Snickers Slice & Banana Smoothie (Banane, Vanille, frische Minze und Kokoswasser)

Ob man so einen Park besuchen sollte oder nicht, darüber kann man mit Recht streiten, denn Zoos, Tierparks und Zirkusse boykottiere ich normalerweise immer, denn Tiere sind nicht zu unserer Unterhaltung da und gehören auch nicht in Gefangenschaft. Der Cleland Wildlife Park beherbergt aber zum Beispiel nur einheimische Tiere und tut auch viel für deren Schutz wie z.B. die Tasmanischen Teufel, die durch die Krankheit Devil Facial Tumour Disease stark bedroht sind. Die Krankheit ist sehr leicht übertragbar von Tier zu Tier durch einfachen Hautkontakt und im Cleland Wildlife Park züchtet man die Tiere nach um sie anschließend auszuwildern. Auch für Koalas wird viel getan, denn die süßen Beuteltiere sind vom Aussterben bedroht. Das International Koala Centre of Excellence vom CWP sammelt Spenden für Forschung zugunsten der Koalas und unterstützt damit öffentliche und private Einrichtungen, die in diesem Gebiet tätig sind.

Außerdem gibt es praktisch keine reinrassigen Dingos mehr, da diese sich im Laufe der Jahre immer mehr mit Hunden gepaart haben. Im CWP leben noch eine Hand voll Dingos, diese werden jedoch nicht ausgewildert. Ich finde Artenerhalt nicht so wichtig wie die Tatsache, dass Tiere nicht in Gefangenschaft gehören. Ich würde auch nicht eingesperrt werden wollen, nur um den Fortbestand meiner Art zu sichern oder als Vorzeigeexemplar zu dienen. Also optimal ist es in meinen Augen definitv nicht, aber es ist auch trotzdem kein gewöhnlicher Zoo mit exotischen Tieren, die aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen werden. Trotzdem leben die Tiere dort in Gefangenschaft, also ich kann verstehen, wenn viele Veganer sagen sie möchten das mit ihrem Geld nicht unterstützen oder mich auch dafür kritisieren, dass ich dort war. Ich habe darüber nachgedacht, mich erkundigt und abgewogen und mich wie gesagt dazu entschieden, den Park aus genannten Gründen zu besuchen.




Tasmanischer Teufel



Die Dingos waren nicht dressiert, auch wenn das auf dem Foto vielleicht so aussieht. Sie hören auf einfache Kommandos, aber haben keine Kunststückchen aufgeführt. Zur Fütterungszeit setzen sie sich auf die Baumstümpfe, bekommen dort jeder ein großes Stück Fleisch und eine Pflegerin erzählt den Besuchern etwas zu den Dingos.

Mahlzeit!


Dieses putzige Tierchen ist ein Potoroo (Kaninchenkänguru) und ist unglaublich weich, weicher als meine Katzen


Wallabie


Koalas



Emu

Endlich ein Känguru aus der Nähe

Die Kängurus dösen in der Chill Out Area






Echidna



Man hat noch viel mehr Tiere gesehen, auch Wombats und sehr viele verschiedene Vogelarten. Danach ging es zum Sugar Shack Diner, das es leider mittlerweile nicht mehr gibt. Das ist wirklich ein Verlust, denn dort gab es u.a. veganes Ei und veganen Bacon!






An Tag 13 hieß es für mich wieder früh raus aus den "Federn", denn ich hatte eine Delfintour mit einem Katamaran gebucht. Das war wirklich ein megatolles Erlebnis. Man konnte entweder an Bord bleiben oder mit einem Neoprenanzug ins Wasser, aber die Delfine haben entschieden ob sie in die Nähe des Bootes schwimmen wollten oder nicht, man hat sie also nicht verfolgt oder belästigt.

Ich wollte lieber auf dem Boot bleiben, von dort aus konnte man die Delfine viel besser sehen und auch Fotos machen.






Anschließend ging es natürlich wieder zu "meinem" Lord of the Fries. Und weil Fische Freunde sind und kein Futter, gab es für mich einen Vegan Fish Burger.


Vegan Fish Burger

Am letzten Tag hatte Janine Geburtstag und wir trafen uns am Henley Beach, um bei Bowlsome etwas Essbares zu ergattern. Jeder hat sich nach seiner eigenen Vorstellung eine Bowl zusammenstellen lassen und wir sind dann mit unserem Essen an den Strand, um gemeinsam unsere Bowls mit Blick aufs Meer zu genießen.





Leckere Bowl mit Kokosreis, Tofu, Süßkartoffeln, Rote Beete, Avocado und Sesam-Mayo

Abends waren wir dann bei Janine und Josip zuhause, wir haben Cupcakes von Cherry Darlings besorgt und Josips Mutter hatte vegane Zucchini Brownies gebacken. Außerdem gab es Pizza von Kako Pizza.





"Chicken" Yiros (Olive Oil, Notzarella, Not Chicken, fresh Tomato, Onion, Garlic Sauce) und Roasted Pumpkin


An Tag 15 ging es ein letztes Mal zu Lord of the Fries, bevor ich dann zum Flughafen musste, um die Heimreise anzutreten.




Der Double Trouble sah nicht wirklich so gut aus wie auf dem Plakat, war aber trotzdem geil!

Am Flughafen habe ich wieder einige vegane Sachen entdeckt, aber ich war ja mit Emirates bestens versorgt und musste mir nichts kaufen.





Auf dem Flug Adelaide - Dubai hatte ich auch wieder eine komplette Sitzreihe für mich alleine, beste Leben!

Couscous mit Gemüse und sogar Sojamilch für den Kaffee

Bratlinge, Gemüse und Bohnen

Auch am Flughafen in Dubai gab es einige vegane Snacks. Schön zu sehen, dass es auch am Flughafen immer mehr gesundes Essen gibt.

Weiterflug ab Dubai bis Frankfurt, hier habe ich die letzten 13,5 Stunden leider nicht mehr alleine gesessen, aber es war trotzdem einigermaßen bequem


Wieder die Ravioli wie beim Hinflug, aber war ok

Wow, das Burj Al Arab und The Palm von oben!


Danke an dieser Stelle an Janine fürs Organisieren und die Einladung zur Hochzeit und an Josip, Sany und Timo fürs Rumfahren!

Und noch ein großer Tipp von mir: erkundigt euch vorher nach der für euch optimalen Reisezeit! Im Februar ist es wirklich sehr sehr heiß und die Sonne extrem stark. Ich war wie gesagt wegen einer Hochzeit zu diesem Zeitpunkt dort, ansonsten hätte ich mich mit Sicherheit für einen anderen Zeitpunkt entschieden. Hierbei helfen Seiten wie z.B. www.optimale-reisezeit.de (ich mache wie gesagt keine bezahlte Werbung).

Außerdem hatte ich natürlich extra Kosten, weil ich zwischendurch nach Sydney geflogen bin, währenddessen aber für das Airbnb in Glenelg weiterbezahlt habe. Und ich habe auch Zeit dadurch verloren, hin- und herzufliegen. Aber auch das ging aufgrund der Termine nicht anders (Hochzeit, Geburtstag usw.), denn die Hochzeit war ursprünglich für einen anderen Termin geplant (ich weiß nicht mehr genau, entweder eine Woche früher oder eine Woche später) und dann konnte ich meinen Urlaub bei der Arbeit nicht mehr verlegen und deshalb war dann alles etwas komprimiert in den 15 Tagen. Unter anderen Umständen kann man das mit Sicherheit besser planen.

Die anderen Freunde aus Deutschland, die nicht alleine gereist sind, sondern als Paar, hatten einen Mietwagen gebucht und sind die Great Ocean Road entlang gefahren. Das muss echt wunderschön sein und falls ihr die Möglichkeit habt, dann denkt auf alle Fälle mal darüber nach. Und ich habe nur die Region um Adelaide besucht und Sydney, Australien ist ja ein riesiger Kontinent, der noch viel mehr schöne Fleckchen bietet. Aber ich wollte natürlich so viel Zeit wie möglich in Adelaide mit meiner Freundin vebringen, das war der Hauptgrund meiner Reise. Wenn es mich nochmal nach Down Under verschlägt, dann kann ich immernoch dort rumreisen. Auf anderen Kontinenten habe ich auch noch lange nicht alles gesehen ;)

Meine Ausflüge (Kangaroo Island, Dolphin Cruise und Blue Mountains) habe ich wie immer bei Viator gebucht - auch hierfür werde ich natürlich nicht bezahlt. Ich buche einfach immer meine Ausflüge dort, mittlerweile schon seit 9 Jahren und die arbeiten vor Ort ausschließlich mit sehr zuverlässigen Agenturen zusammen und es gab noch nie ein Problem, eher positive Überraschungen (der ein oder andere zusätzliche Photostop oder ähnliches). Ich empfehle den Anbieter daher sehr gerne weiter.

Und noch etwas: so ein Langstreckenflug erzeugt natürlich Unmengen an CO2, daher sollte man darüber nachdenken, beispielsweise bei AtmosFair seinen Flug zu kompensieren. Für den Flug von Frankfurt nach Adelaide und zurück habe ich 202,- EUR bezahlt, die AtmosFair nun in Klimaprojekte investieren kann. Im Vergleich: für den Ausflug nach Kangaroo Island habe ich das gleiche bezahlt.