Montag, 17. Dezember 2018

Vegane Rezepte aus Bella Italia

Kurz vor Weihnachten hab ich noch was für euch: ein wärmendes Süppchen, leckeres süßes Mandelgebäck und hey, Pasta geht immer und Kohlenhydrate machen glücklich!
 
Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass JEDES Land landestypische Gerichte hat, die ohne tierische Zutaten auskommen. Italien ist ein super Beispiel dafür. Ich hatte auf dem Blog schonmal ein paar italienische Rezepte mit euch geteilt, nachdem ich in einem italienischen Supermarkt war und dort die Unmengen an veganen Lebensmitteln gefunden habe. Aber im Prinzip gibt es alle Zutaten für leckere italienische Küche im ganz normalen Supermarkt oder Discounter und heute möchte ich euch weitere von Italien inspirierte Rezepte aus meiner Küche vorstellen. Sehr wichtig ist dabei, beim Olivenöl auf eine gute Qualität zu achten und an der Menge nicht zu sparen ;)
 
Buon Appetito!

 
 Minestrone
 
 


Zutaten für 4 Personen:
  • 3 Möhren
  • 2 Stangen Sellerie (alternativ auch Fenchel, wenn man den mag)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Zucchini
  • 1 Tasse grüne TK-Bohnen
  • 1 Tasse TK-Erbsen
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 100g Nudeln
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie
  • 3 EL Olivenöl


Zunächst das Gemüse klein schneiden und anschließend die Zwiebel, die Möhren, die Sellerie und den Knobi in Olivenöl andünsten. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Nun kommen die Nudeln und Bohnen hinzu und die Suppe darf 10 weitere Minuten vor sich hinköcheln. Etwa 3 Minuten vor Ende der Garzeit gibt man die Erbsen und Dosen-Tomaten hinzu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.
 
 
Pesto




 
Zutaten für 1 Glas mit ca. 100 ml:
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 EL Pinienkerne
  • 30g Hefeflocken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 70 ml Olivenöl
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • Salz

Zuerst die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett leicht anrösten. Dann die gewaschenen Basilikumblätter abzupfen und hacken, den Knoblauch schälen und auch hacken. Zusammen mit dem Salz und den Hefeflocken alles mit dem Stabmixer kleinhäckseln.
 

Bestenfalls hat man einen guten Blender und erspart sich das vorherige Hacken der einzelnen Zutaten, dann gilt: zuerst den Knoblauch, dann das Basilikum, dann die Gewürze und erst dann die Pinienkerne hinzugeben und mixen und nach und nach die flüssigen Zutaten hinzugeben, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Im Kühlschrank halten sich evtl. Pesto-Reste ca. 2 Wochen, aber was bitte sind Pesto-Reste???
 

 
Aglio e Olio

 
Zutaten für 4 Portionen:
  • 3-4 junge Knoblauchzehen
  • 1 getrocknete rote Chilischote
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 500 g Spaghetti (natürlich ohne Ei, nur aus Hartweizengrieß)
  • 100 ml Olivenöl
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer (frisch aus der Mühle, am besten Bio)

Aglio e Olio bedeutet Knoblauch und Öl. So, das war dann auch im Grunde schon das Rezept ;) Von Knoblauch kann ich  übrigens nie genug bekommen! Für dieses leckere Gericht den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Chilischote und die Petersilie sehr fein hacken.

 
Die Pasta gemäß Packungsbeilage kochen und währenddessen den Knoblauch und die Chili kurz im Olivenöl anbraten und anschließend etwas Nudelwasser hinzugeben und die gehackte Petersilie untermischen.
  
Die Nudeln direkt nach dem Abgießen in die Pfanne geben und im Knoblauchöl schwenken. Mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Buonissimo!

 
Haferflocken-Bolognese
 
 

 
Wusstet ihr, dass in Italien die Bolognese nie mit Spaghetti serviert und gegessen wird? Wieder was gelernt, recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Wir ihr das aber handhabt, ist selbstverständlich euch überlassen. Für diese leckere Soße habe ich Fleisch einfach durch Haferflocken ersetzt, das ist mal eine Alternative zu Tofu-Bolognese (die ich allerdings auch sehr gerne mag) oder Linsen-Bolognese (auch megalecker!). Ich probiere gerne neue Dinge aus und Haferflocken hat man ja meist eh zuhause. Und ihr wisst ja: wir Veganer sterben eh irgendwann an Eiweißmangel...
 
Zutaten:
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 große Karotte
  • 100g Haferflocken
  • 1 EL Agavensirup
  • 1 Dose stückige Tomaten (400g)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 150 ml Rotwein (alternativ: Gemüsebrühe)
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Oregano
Die Zwiebeln, den Knoblauch und die Karotten schälen, dann fein würfeln und die Sellerie ebenfalls. Dann alles zusammen in einer Pfanne in Olivenöl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen, dann Tomatenmark hinzugeben und kurz mit anrösten lassen. Nun mit Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Als letztes die Tomaten, etwas Wasser und Agavensirup hinzugeben. Nochmal mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Oregano hinzugeben und die Soße ca. 1 Stunde köcheln lassen.

Die Haferflocken gegen Ende separat kurz in Olivenöl andünsten und dann zur Soße hingeben und unter Rühren mitköcheln lassen bis die Haferflocken die gewünschte Konsistenz haben. Evtl. nochmal Wasser nachgießen, da die Haferflocken viel Flüssigkeit aufsaugen und zum Schluss ggf. nochmal nachwürzen.

Ricciarelli

Diese Mandelkekse schmecken das ganze Jahr über hervorragend zum Kaffee oder Espresso, eignen sich aber natürlich gerade jetzt zur Weihnachtszeit gut als Last Minute-Kekse (z.B. als Geschenk), da sie sehr schnell und einfach zubereitet sind.




 
Zutaten für ca. 30 Stück:
  • 200g geschälte Mandeln (sowie 30 Stück zur Deko, falls man das möchte)
  • 250g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • ½ TL abgeriebene Zitronenschale
  • ½ EL Backpulver
  • ½ EL Johannisbrotkernmehl
  • 5 EL Wasser
  • Puderzucker zum Bestäuben


Im Original enthalten die Ricciarelli Eweiß, was ich einfach durch Johannisbrotkernmehl und Backpulver ersetzt habe ;)

Den Backofen auf 120 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Dann die Mandeln sehr fein mahlen, bis sie die Konsistenz wie Puderzucker haben. Anschließend mit dem Puderzucker, dem Vanillezucker und der abgeriebenen Zitronenschale vermischen.

Nun Backpulver, Johannisbrotkernmehl und Wasser verrühren und untermischen. Eine sehr klebrige Angelegenheit! Aus der klebrigen Masse formt man kleine Kugeln und drückt diese dann leicht flach. In die Mitte eine Deko-Mandel legen und festdrücken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech platzieren. 

Im vorgeheizten Backofen die Kekse dann ca. 20 Minuten backen, aber nicht anbräunen lassen! Sie müssen außerdem noch leicht feucht sein, wenn sie aus dem Ofen kommen. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und vorsichtig von Backpapier lösen. Die Kekse sind so lecker, dass man sie am liebsten gleich alle aufessen möchte. Falls trotzdem noch ein paar übrig bleiben, am besten in einer Keksdose aufbewahren.







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