Mittwoch, 30. Mai 2018

Vegan auf Kreta - Gastbeitrag von Elisa


Huch, ich habe dieses Jahr ja erst einmal gebloggt! Tut mir leid, ich werde das baldmöglichst nachholen und euch über meinen Urlaub in Australien berichten. Außerdem war ich im Mai gerade für ein verlängertes Wochenende in Berlin und Hamburg. Nun aber erstmal ein Gastbeitrag von der lieben Elisa über Kreta.

Linda hat mir angeboten einen Gastbeitrag zu schreiben, was mich riesig gefreut hat, da ich ihren Blog sehr gerne lese und dadurch auch schon viele coole Restaurants entdeckt habe (und es stehen noch so viele aus, ich weiß gar nicht, wann ich das alles schaffen soll…)

Auf jeden Fall habe ich mich für Kreta entschieden, da ich im Januar dort war und es dort einfach wunderschön fand. Was das vegane Essen angeht kann ich euch aber gleich sagen, dass es nicht viel gibt/gab. Das lag teilweise daran, dass dort keine Saison war (viele Geschäfte hatten also geschlossen) und dass wir eine Busreise gebucht haben, damit also auch nicht viel Zeit hatten etwas zu suchen. Meistens gab es also Salat/Gemüse/Pommes und davon habe ich dann keine Fotos gemacht – ist ja eher langweilig.

In den Supermärkten gab es fast immer Sojamilch und in kleineren Einkaufsläden habe ich vegane Riegel gefunden!

Hier meine kleine Ausbeute: Zartbitterschokolade, Riegel, Carobpulver und getrocknete Heidelbeeren


Auf dem Hinflug habe ich mir auch noch ein veganes Sandwich mit Räuchertofu bei Scoom geholt, da ich nicht wusste, wann es wieder etwas gibt.



Aber jetzt mal zur Reise: die geführte Busreise hat natürlich auch Vorteile, denn wir haben im Grunde alles Wichtige auf der Insel sehen können. Ich fange mal mit einem meiner Highlights an, die Stadt Aptera oder besser gesagt, was von ihr übrig geblieben ist. Die Stadt liegt/lag ziemlich weit oben auf dem Berg und man hat dort eine wunderschöne Aussicht, vor allem bei schönem Wetter. Wir konnten teilweise noch vereinzelt Steine sehen, welche früher die Stadt gebildet haben.










Ein weiterer Favorit war der Kournas See, der einzige natürliche Süßwassersee auf Kreta (wenn ich es noch richtig im Kopf habe). Hier gibt es auch Bergtee zu trinken, der anscheinend sehr gut schmecken soll, aber leider ist Honig drin. Im Übrigen habe ich allgemein ziemliche viele Bienenstöcke gesehen, was ich so gar nicht erwartet habe.




Wir haben uns außerdem drei Kloster angeschaut. Einmal das Arkadi Kloster (wir wollten nicht in das Kloster selbst reingehen, da gerade Gottesdienst war),




hier haben sich die Mönche in die Luft gesprengt, um ihre Angreifer zu besiegen




das Agia Triado (welches mir ein bisschen besser als der Erste gefallen hat, aber vielleicht lag das auch nur an den Katzen…)







und als Letztes das Kloster Kera (ein reines Frauenkloster – hier muss jeden Sonntag ein Priester kommen, um den Gottesdienst zu leiten).



In Argyroupoli gibt es Quellen, die ich aber nicht ganz so besonders fand (im Sommer sollen sie aber richtig toll sein!).



Dann gibt es noch drei alte Paläste bzw. Ruinen, welche mich manchmal an Pompeii erinnert haben. Die Paläste sind in Malia, Knossos und Phostos. Da die Ruinen gewisse Ähnlichkeiten haben, habe ich die Fotos zusammengefasst. Ich schaue mir ja total gerne Ruinen an. Die Vorstellung, dass dort wirklich mal Leute entlang gelaufen sind und gelebt haben, finde ich teils echt verrückt! Und die Malereien an den Wänden waren so toll, ich bin mir sicher, dass hier jeder Gefallen dran hat.


Wenn ihr genau hinschaut, denn seht ihr links die Anfänge einer Malerei





Natürlich haben wir auch Städte besichtigt, wie Chania (hier gibt es einen sehr schönen Hafen, entlang laufen lohnt sich! Außerdem befindet sich hier eine Markthalle und ein Starbucks, wo ich mir Kaffee mit Hafermilch holen konnte).



Die Markthalle



Dann noch Rethymnon, mit einer sehr schönen Innenstadt und kleinen Gassen.



 
 




Natürlich die Hauptstadt Heraklion (im Zentrum in der Nähe vom Brunnen gab es ein Bistro, bei dem draußen auch vegan stand, allerdings konnte ich es mir nicht genauer anschauen, weil die Zeit leider fehlte). Mir persönlich haben die anderen Städte etwas besser gefallen, da Heraklion für mich ein bisschen langweilig wirkte, also wie jede andere Hauptstadt).


 


Und zu guter Letzt noch Agios Nikolaos. In der Nähe der Stadt befindet sich die Insel Spinalonga, welche nicht mehr bewohnt ist. Früher diente sie als Leprastation, also alle erkrankten Menschen wurden auf dieser Insel abgeschottet. Wir konnten uns die Insel vom Boot aus anschauen, aber nicht betreten, auch wenn mich das echt interessiert hätte. Vielleicht schafft es ja einer von euch mal dahin! Für mich hatte die Insel die spannendste Geschichte, auch wenn es krank ist, dass dort Leute isoliert wurden.


 

Agio Nikolaus selbst in ein kleines Städtchen, trotzdem sehr lebhaft. Ich habe mich dort ziemlich wohl gefühlt und wäre auch gerne noch länger geblieben. Außerdem steht am Hafen eine Zeus Statue mit Europa. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Stadt auch wegen ihrer Kunst/Malereien bekannt, aber so viel habe ich gar nicht dazu gesehen.

 
 


In Agios Nikolaos habe ich ein vegetarisches Restaurant gefunden mit veganem Angebot. Kulinarisch war also hier mein Highlight! Die Mandelmilch haben sie selbstgemacht und sie hatten auch noch vegane Burger, Salate, Brownies und Energy Balls. Da fiel es mir echt schwer, mich zu entscheiden, vor allem da alles so lecker war! Wobei mein Favorit ganz klar die selbstgemachte Mandelmilch mit Datteln, Vanille und Zimt war. In der Mandelmilch mit Kakao war dann leider wieder Honig. (Mir ist hinterher aufgefallen, dass sie auch Fisch anbieten, anscheinend ist das für sie trotzdem vegetarisch).


 
 




In Griechenland werdet ihr auch immer wieder gefülltes Gemüse auf der Karte sehen (zumindest gibt es öfters gefüllte Weinblätter). Ich habe es leider nur einmal gesehen und dann auch direkt bestellt. Ich liebe gefülltes Gemüse und brauche auch nichts anderes dazu, wenn es gut gewürzt ist. Also wenn ihr es seht, dann auf jeden Fall bestellen!




Wie bereits am Anfang erwähnt, habe ich auch ganz oft einfach nur Salat mit Kartoffeln oder gegrilltem Gemüse gegessen, aber in Heraklion sind diese Wedges rausgestochen, da sie richtig gut gewürzt waren. Den Namen weiß ich schon wieder nicht mehr, aber das Restaurant war hinter dem Brunnen.


Auf dem Foto seht ihr auch noch den Salat von meiner Mama, auf dem noch ein typischer Käse der Region ist


Und wenn wirklich gar nichts zu finden ist, dann geht man in ein asiatisches Restaurant und bestellt sich Sushi (welches viel zu groß ist, um es auf einmal essen zu können).



Kreta hat eine sehr schöne Landschaft und ich kann euch allen wirklich nur empfehlen, mal hinzureisen. Lasst euch nicht von den vielleicht eher wenigen veganen Angeboten abschrecken, im Sommer wird es bestimmt mehr Auswahl geben. Man findet immer etwas und kann sich für den Notfall auch immer von zu Hause etwas mitbringen.

Falls ihr hingeht würde ich mich freuen, mal eure Rückmeldung zu hören.


Weitere Infos zu Vegan auf Kreta:
www.blaubehimmelt.blogspot.com/2017/07/060717-verliebt-in-kreta
www.ohne-tierleid-mampfen.blogspot.com/2014/08/vegan-in-griechenland
www.schwatzkatz.com/kretisches-essen
www.youtube.com/watch?v=E7wS9PlJjr4




Kommentare:

  1. Wie heißt den das vegetarische Restaurant wo es Vegane Burger und co gibt gehen freitag auf Ausflug auch dorthin in die stadt und wo gab es das sushi

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    1. Tut mir leid, ich habe das Kommentar eben erst gesehen. Aber der Vollständigkeit frage ich trotzdem mal bei Elisa nach.

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