Freitag, 28. Oktober 2016

Interview mit Judit und Daniel von Silence Joy Freedom


Ich freue mich sehr, dass immer mehr Veggie-Reisen angeboten werden. Heute interviewe ich für euch Judith und Daniel von Silence, Joy, Freedom

Erzählt doch mal, wie Silence Joy Freedom entstanden ist. Wie kamt Ihr auf die Idee, Freitauchen, Yoga und Segeln zu kombinieren?

Judith: Wir haben einfach davon geträumt, etwas zu machen das wir beide wirklich toll finden, kamen so auf das Segeln - und unsere jeweils eigene Passion: bei mir das Kundalini Yoga. Außerdem haben wir bereits viele Yoga-Tauch-Workshops angeboten und dabei gemerkt wie toll das Kundalini-Yoga und Freitauchen zusammenpasst. Dann ist mir noch die Largyalo (Das Boot) begegnet und so kam eins zum anderen. Es hat sich wirklich so gefügt wie es sein soll und der Name unserer Reisen ist entstanden weil das unsere wichtigsten Kernpunkte, Ziele, Wünsche sind…. Alles in allem eine perfekte Kombination und ich bin sehr glücklich diese Reisen in dieser Form anbieten zu können!





Daniel: Silence Joy Freedom ist aus einer starken Freundschaft entstanden, einer gemeinsamen Überzeugung das alles möglich ist, das wir als Menschen tatsächlich unsere Träume verwirklichen können, aus der gemeinsamen Lust die Meere auf einem Seegelboot zu entdecken Und wir wollten gleichzeitig weiterhin unsere Leidenschaft, für mich das Freitauchen und für Judith das Kundalini Yoga, praktizieren und mit anderen teilen. Kundalini Yoga und Freitauchen ergänzen sich vorzüglich, da bei beiden die Atmung, der Fokus des Geistes und die Schulung des Bewusstseins im Mittelpunkt stehen.



Warum bietet Ihr vegane/vegetarische/nachhaltige Reisen an?

Judith: nachhaltiges Reisen auf dem Wasser ist für mich ebenso wichtig wie vegetarisches Essen. Das Wasser soll nicht durch uns verschmutzt werden, sondern eher verbessert - wie z.B. durch unsere letzte Strandputz-Aktion in Kroatien. Wir möchten gerne unseren Teilnehmern durch das Erleben deutlich machen, was uns wichtig ist und das jede Entscheidung zählt. So dürfen ausschließlich vollkommen abbaubare Putz-und Waschmittel benutzt werden und wo immer möglich werden Biolebensmittel verwendet! Das wir kein Fleisch und Fisch essen ist eh klar - bei dem veganen bin ich persönlich noch nicht angekommen, da ich sehr gerne Käse und Eis esse. Aber da ich alles in Maßen tue und immer auf die Qualität achte, finde ich es toll das die Menschen auf unseren Reisen zwischen vegan und vegetarisch wählen können und es dadurch eine bewusste Auseinandersetzung gibt.




Daniel: Sie sind aus dem Bedürfnis entstanden, die Welt aus einer Freude heraus positiv zu verändern! Demnach ist es uns wichtig unser Handeln daran auszurichten, was gleichzeitig der Natur, dem Einzelnen und der Gesellschaft dient. Und das Ganze auch mit anderen Menschen zu teilen und ihnen nahe zu bringen. Es gibt auch immer mehr Menschen, die eine Reise wollen, bei der sie die Natur und sich selbst erleben können und dabei möglichst sanft mit der Natur umgehen.

Für mich persönlich ist vegan zu leben absolut sinnvoll. Neben dem positiven Effekt auf die Umwelt, will ich nicht mehr das Tiere leiden, weil ich mir gewisse persönliche Bedürfnisse befriedigen will. Ich bin ebenfalls noch nicht 100% dort angekommen und gleichzeitig ist es ein schöner Weg immer mehr darauf zu achten. Und gerade in Bezug auf das Meer! Ich habe wirklich schöne Plätze unter Wasser gesehen, mit vielen Fischen, Haien und Walen. Wirklich tolle Erlebnisse!

Und gleichzeitig auch Plätze, an denen ich mehr Plastik als Fisch gesehen habe. Spätestens da wäre mir die Idee mit dem Fisch essen vergangen, wenn ich nicht schon vorher aufgehört hätte. Für mich passt es demnach auch nicht mehr zusammen, während dem Tag tauchen zu gehen und am Abend dann die Fische zu essen, die ich vorher noch angeschaut habe. Oder inzwischen auch Fische, die dafür extra tausende Kilometer transportiert wurden, damit ich bei meinem Urlaub am Meer Fisch essen kann. Aus dieser Motivation heraus habe ich in Freiburg auch „Wo ist der Fisch? Sushi“ gegründet, ein veganes Sushi Catering mit regelmäßigen Sushi Abenden.

An diesem Punkt ist es noch mal wichtig zu sagen, das wir jeden willkommen heißen, unabhängig von Essgewohnheiten :D Bis jetzt waren die Hälfte unserer Gäste weder vegan oder vegetarisch, sondern einfach nur offen und neugierig etwas neues auszuprobieren.



Seht ihr einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Umweltschutz?

Judith: Natürlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Ernährung und Umweltschutz. Die Meere sind völlig überfischt und wenn wir einfach mal 1 Jahr keinen Fisch essen würden, könnten sich viele Gebiete ganz schnell und gut wieder erholen - um dann den Fischfang in Maßen zu betreiben. So ist es auch in anderen Bereichen und wenn wir Menschen besser verstehen das jede einzelne Konsumentscheidung einen Einfluss auf unsere Umwelt hat und wichtig ist, dann erübrigt sich die Idee der Einzelne könnte nichts tun. Jede von uns kann sehr viel verändern und beitragen!



Daniel: Ganz klar! Die Folgen unserer Ernährung sind enorm. Um bei meiner Antwort einfach mal bei den Auswirkungen unserer Ernährung nur auf das Meer zu bleiben: Sowohl Überfischung, Fischzucht als auch die Massentierhaltung tragen massive dazu bei, das der Lebensraum Meer bedroht ist. Hundert Millionen von Haien die jährlich wegen ihrer Flossen gefangen werden, tonnenweise Beifang der wieder über Bord gekippt wird, darunter auch bedrohte Arten wie bestimmte Haie, Delfine, Schildkröten und massive Überfischung. Sogenannte „Todeszonen“ in denen praktisch gar nichts mehr lebt, die durch den Abfluss der Massentierhaltung entstehen. Und schließlich noch der Klimawandel, der durch die Agrarindustrie massiv beeinflusst wird. Das Resultat sind steigende Temperaturen im Meer mit weitreichenden und noch vielen unbekannten Folgen. Und wie Judith schon erwähnt hat, jeder kann mit seinen Handlungen zu einer positiven Veränderung beitragen. Es ist an der Zeit!




Was erwartet die Teilnehmer auf Euren Segelreisen?

Judith: Jede Menge Spaß, Erholung und Abenteuer! Wir machen täglich am Morgen Yoga und meditieren am Abend, es gibt Freitauchsessions und Schnorchelausflüge, wir segeln gemeinsam und erkunden das Land wie das Wasser. Wir genießen die Zeit in der Gruppe und jeder hat auch genügend Zeit und Raum für sich selbst - da wir den Luxus haben auf einem wundervollen und sehr besonderen Katamaran zu segeln! Der Largyalo die von Berti und Petra und vielen Helfern in Eigenarbeit 7 Jahre lange gebaut wurde und nun über die Weltmeere segelt! Ein Boot mit einem ganz besonderen Spirit & Energie - jeder der an Bord kommt spürt allein schon dadurch eine Veränderung - und dann noch unser tolles Programm - es ist ein echter Genuss und ich wünsche es jedem von Herzen!



Daniel: Eine tolle Mischung aus Entspannung, Abenteuer und das Erforschen der Unterwasserwelt! Und jeder kann teilnehmen: Ob viel oder keine Erfahrung im Freitauchen, ob langjähriger Yogi oder ganz neu, wichtig ist einfach die Neugier und die Lust auf dieses wunderbare Abenteuer! Außerdem haben wir für unsere nächste Reise Kooperationen mit Umweltschutzorganisationen geplant. Wie z.B. mit dem Project Biodiversity, bei der unsere Gäste eine Schildkröten- Schlüpfstation besuchen werden und mehr über die Natur vor Ort erfahren!



Wohin geht Eure nächste Reise?

Unsere nächste Reise geht vom 04.-14.12. auf die Kap Verden! Wir starten und enden vor der Insel Sal, und freuen uns riesig auf diese nächste Reise! Wer möchte kann auch noch kurzentschlossen mitkommen um vor Afrika mit uns die Welt zu entdecken - es wird ein wunderbarer Start in den Winter werden!




Mehr Informationen zu unsere Reisen findet ihr unter www.silencejoyfreedom.com, wo ihr euch auch in unseren Newlsetter eintragen könnt um alle Infos zu unseren Reisen zu bekommen und auch auf www.facebook.com/silencejoyfreedom

Mehr zum Kundalini Yoga und Judith findet ihr auf der Webseite des Yogahaus-Freiburg: www.yogahaus-freiburg.de 

Mehr über das Freitauchen und Daniel auf seiner Webseite: www.daniel-bichsel.de
Mehr über Berti und Petra und die Largyalo könnt ihr hier erfahren: www.largyalo.de 


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