Sonntag, 21. Februar 2016

Big in Japan - Vegan im Land der aufgehenden Sonne (Kyoto und Tokio)


Das Jahr 2015 war wirklich bisher das schwerste meines Lebens. Umso nötiger hatte ich mal wieder eine schöne Reise, die mir zeigt, wie toll das Leben eigentlich sein kann. Und mein Urlaub in Japan war quasi genau das, was der Doktor mir verordnet hat, wie man so schön sagt.

Ich erzähle ja immer wieder gerne, was für tolle Menschen ich in den letzten Jahren kennengelernt habe durch den Veganismus. Denn würde ich nicht vegan leben, wäre ich diesen Menschen nie begegnet. So ist es zum Beispiel auch mit Janine der Fall.

Sie hat bereits zwei Gastbeiträge (hier und hier) für "V"eltenbummler - Vegan verreisen geschrieben und auch als Freundin will ich sie nicht mehr missen. Vor allem, als ich letztes Jahr so lange krank war, sind wir uns gegenseitig wirklich sehr ans Herz gewachsen.

Nun ist sie gerade für ein halbes Jahr in Kyoto für ein Auslandssemester und ich habe relativ spontan beschlossen, sie zu besuchen. Eigentlich muss bei mir ja immer alles von langer Hand geplant und durchgetaktet sein, doch dieses Mal war ich da etwas lockerer. Zum einen überfordet es mich aktuell total, Dinge zu planen und zu organisieren und außerdem habe ich mich da jetzt darauf verlassen, dass Janine ja schon 2 Monate lang vor Ort war und sich bereits ein wenig auskannte. Wir haben lediglich vorher kurz besprochen, was mich so an Restaurants und Sehenswürdigkeiten interessiert und da waren wir uns schnell einig.

Ich wurde vorab oft gefragt, ob es denn in Japan für Veganer nicht problematisch sei, etwas Veganes zu finden, da dort viel Fisch konsumiert wird. Naja, aber Deutschland ist ja auch das Land von Schweinebraten und Bratwurst... In großen Städten hat man es generell leichter und ich hatte ja nicht vor, in die japanische Provinz auszuwandern ;) Aber generell hatte ich wirklich den Eindruck, dass es in Japan (alleine schon wegen der Sprachbarriere) etwas schwieriger ist. Mit der richtigen Vorbereitung klappt das aber (wie überall) einigermaßen reibungslos.


Ich hab es tatsächlich geschafft, mit so wenig Kosmetik und Waschzeug auszukommen :) Applaus bitte!

Den Flug habe ich ganz easy direkt über Lufthansa gebucht (es ist schon praktisch, nicht weit von Frankfurt entfernt zu wohnen, denn von dort aus warden praktisch täglich alle Ziele der Welt angeflogen). Um nach Kyoto zu kommen, fliegt man erstmal nach Osaka und von dort aus geht es dann weiter mit dem Bus nach Kyoto. Außerdem wollten Janine und ich gemeinsam noch ein paar Tage nach Tokio. Nach hause bin ich dann direkt von dort aus geflogen, das war dann echt praktisch.

Unterkunft in Kyoto und Tokio habe ich über booking.com gebucht, auch das lief alles problemlos und ich muss sagen, ich war auch echt zufrieden. Da gab es nichts zu meckern.


Keine Ahnung, ob die was helfen - aber Einbildung ist ja auch ne Bildung ;)
(Achtung, nicht alle Bachblüten Dragées sind vegan!)

Nun musste ich nur noch den extrem langen Flug irgendwie überstehen, denn ich hab ja tierische Flugangst (die mich allerdings nicht vom Reisen abhält) und dann bin ich auch noch zum ersten Mal komplett alleine geflogen *bibber* Außerdem wusste ich nicht, wie es sein würde, irgendwo anzukommen wo man evtl. nicht mal die Schilder lesen kann. Aber soviel schonmal vorweg: es ist so ziemlich alles gut gegangen ;)


Vor dem langen Flug war ich noch am Flughafen Frankfurt essen und hab mich thematisch bereits auf mein Reiseziel eingestimmt
Summer Rolls, Edamame und Avocado Maki, Kappa Maki & Inari

Mit Bachblüten und leckerem Essen war ich erstmal ruhiggestellt und dann war auch schon Boarding angesagt. Der Start hat sich allerdings leider um 1,5 Stunden verschoben wegen diverser technischer Schwierigkeiten, u.a. weil eins der Triebwerke nicht angesprungen ist. Und nein, so eine Durchsage ist absolut nicht lustig, wenn man eh schon panische Angst vorm Fliegen hat... Es hat also erstmal ziemlich unentspannt angefangen, aber ansonsten war dann zum Glück alles supi. Der Flug war angenehm ruhig und das Essen an Bord war auch ok. 



Der obligatorische Tomatensaft
Lufthansa VGML-Menü: Majorankartoffeln mit Tofu
Reisbratling mit Gemüse und Tomatensoße

In Osaka angekommen bin ich einfach zum nächsten Schalter gegangen, wo "Information" und "Bus Tickets" angestanden hat. Das war total unkompliziert, ich habe ein Ticket bekommen und man hat mir gesagt, welche Nummer mein Bus hat und wo ich mich anstellen soll. Ich musste auch gar nicht lange warten, bis ich einsteigen konnte. Dann hab ich erstmal noch ca. 1,5 Stunden im Bus gedöst, bis ich am Hauptbahnhof Kyoto ankam.



Hier habe ich mich für den Bus nach Kyoto angestellt, das ging ratzifatzi

Wegen der verspäteten Ankunft konnte ich meinen Koffer leider nicht an der Rezeption meines Guest House abstellen, weil diese von 12.00 bis 15.00 Uhr nicht besetzt war. Darum bin ich mitsamt meinem Koffer erstmal in den Starbucks am Bahnhof, wo Janine dann auch kurze Zeit später zu mir stieß. Erstmal gab es dort für mich einen Matcha Latte mit Sojamilch.




Danach gingen wir ein paar Meter weiter (immernoch mit meinem Koffer) zu Yodobashi Kamera, eine Art riesigem Media Markt. Im dortigen Food Court haben wir bei Chabuton leckere Ramen Nudelsuppe gegessen und Gyoza Teigtaschen. Das Lustige dort ist, dass man das Essen an einem Automaten bestellt und bezahlt und es dann an den Tisch geliefert bekommt.







Vege-Ramen und Goyoza Teigtaschen
Außerdem bin ich bei Yodobashi zum ersten Mal in den Genuss einer japanischen Toilette gekommen. Wirklich ALLE öffentlichen Toiletten in Japan sind supersauber und die Bedienung der vielen verschiedenen Funktionen gar nicht so kompliziert, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Die Tasten sind eigentlich selbsterklärend: Musik, Bidet, Popodusche und Stop ;)

Nachdem mein Bauch voll und meine Blase leer war, war ich zu weiteren Schandtaten bereit und außerdem war es mittlerweile an der Zeit, in im Guest House Costa del Sol einzuchecken. Dort hab ich mich ein wenig frisch gemacht und tollerweise konnte man dort auch ein Fahrrad mieten. Die Einrichtung des Zimmers ist wie in einem traditionell japanischem Gästehaus sehr spartanisch, aber es war günstig und zentral gelegen.




Mein Zimmer im Guest House Costa del Sol
Ein Fahrrad ist tatsächlich das beste Fortbewegungsmittel, um Kyoto zu erkunden. Es ist günstig und man ist flexibel. Und Kyoto ist ziemlich flach, man hat also keine großen Steigungen.

Wir sind dann mit dem Rad in Richtung Fushimi Inari-Taisha gestrampelt. Leider waren wir durch meine verspätete Ankunft zu spät dran, um uns diesen schöneShintō-Schrein anzuschauen. Aber ganz in der Nähe befindet sich das Vegan's Café and Restaurant, wo wir dann zu Abend gegessen haben. Außerdem hat es dann sowieso angefangen zu regnen und ich war ziemlich kaputt von der langen Anreise, also haben wir den Abend einfach gemütlich ausklingen lassen.



Vegan's Café






Reis mit Tofu in leckerer Soße
Janine mit ihrer Pizza, die fast so groß ist wie die ganze Janine :P 

Sweet Potato Cake
Sojamilch-Shake mit Banane und schwarzem Sesam

Außerdem habe ich mich noch in einem der vielen kleinen Lawson-Märkte eingedeckt mit diversen Snacks für zwischendurch und Frühstück. Leider ist hier wirklich alles nur in japanisch beschriftet!!! Zum Glück konnte mir Janine helfen, da sie schon ein paar Wochen in Kyoto lebte und sich überall durchgefragt hat.



Onigiri mit Kombu-Füllung (Seetang)
Sushi mit Natto (fermentierten Sojabohnen)
Dango (süße Kugeln aus Klebreismehl)
Mochi
Winnie the Pooh-Apfelsaft
Von links nach rechts: Grüne Erbsen-Chips, grüner Tee, Bier, Kartoffel-Chips Onigiri, Natto-Maki, Dango, Inari, und Mochi

Ich liebe veganes Sushi, vor allem die süßen Tofutaschen mit Reisfüllung, Inari genannt. Und was es in Deutschland viel zu selten gibt: Onigiri. Ähnlich wie Sushi bestehen die Onigiri aus Klebreis, sind dann jedoch meistens gefüllt und haben eine andere Form als Sushi. Megalecker!

Am 2. Tag hab ich dann erstmal in Ruhe ausgeschlafen und hab vormittags dann ein bisschen Kyoto alleine mit dem Rad erkundet. 


Frühstück im Bett: Onigiri mit Kombu-Füllung
Müde, aber happy (und in Japan!!!)
Anmerkung der Redaktion: ich hasse Fahrräder!
Kōshō-ji Tempel - in Kyoto muss man nicht weit laufen oder fahren um über einen Tempel zu stolpern



Kyoto war einmal kaiserliche Residenz und zählt heute zu einer der kulturell bedeutendsten Städte Japans. Viele Tempel und Schreine gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe Historisches Kyoto. Egal wo man in Kyoto unterwegs ist, es gibt überall was zu sehen.

Zum Mittagessen haben Janine und ich uns im Organic Teahouse Salute getroffen, das ganz in der Nähe von der Kyoto Station bzw. dem Yodobashi Kamera ist. Unsere Räder haben wir im Fahrrad-Parkaus im Yodobashi abgestellt.





Das Organic Teahouse Salute ist ein tradtitionelles japanisches Teehaus mit rein veganen Speisen.







Typisch japanisches Lunch Set bei Organic Tehaouse Salute

Danach musste Janine wieder zur Uni und ich hab mich nochmal bei Yodobashi umgeschaut, mir u.a. eine Hello Kitty-Hülle für mein Smartphone gekauft und dann war ich durch die 8 Stunden Zeitverschiebung usw. reif für ein Mittagsschläfchen, hihi.


Zum Glück wurde mittags auch das Wetter besser

Wir haben uns dann zum Abendessen wieder getroffen, dieses Mal waren wir bei Mumokuteki, das ist ein ziemlich schicker Laden, der trotzdem noch total günstig ist und das Essen ist echt traumhaft.


Ich im Kimono

Dinner Set: Suppe, frittierter Tofu mit Salat, zweierlei Reis, Chili-Mayo, Gemüse und Lotus-Wurzeln (ich liebe Lotuswurzeln!!!) - außerdem habe ich mir ein Bio-Bier an diesem Abend gegönnt
Cheesecake & Soya Milk Matcha Shake

Das war ein toller Abend mit wirklich hervorragendem Essen. Oder wie Janine sagt: beste Leben! ;)


Leckerer Karamell-Puffreis zum Mitnehmen - soooo gut!

An meinem 3. Tag in Kyoto war das Wetter herrlich, die Sonne kam raus und der Himmel war megablau. Das haben wir genutzt, um den goldenen Pavillion Kinkaku-ji zu besichtigen. Ich glaube, das ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten, die ich je gesehen habe!!! Vorsicht, es folgen neidisch machende Fotos von einem goldenen Tempel in herbstlicher Idylle und außerdem ein wahrer Selfie-Regen von Janine und mir.


Vorher haben wir noch Frühstück/Proviant bei Lawson gekauft, bei Lawson Station gab es teilweise andere Sachen zu kaufen wie bei Lawson
sehr große Auswahl an Teegetränken
Onigiri
Onigiri mit Seetang, Onigiri mit Sesam, Onigiri und grüner Tee


















Schönes Andenken an den goldenen Pavillion

Mittags haben wir dann bei Sunny Place gegessen, mal wieder ein tolles Lunch Set. Und das Sojavleisch war der Hammer!



Nach dem Essen mussten wir uns wieder trennen, denn Janine musste mal wieder in der Uni antreten. Ich bin nach Gion, dem Geisha-Viertel gefahren und außerdem war ich im Hello Kitty Teahouse - das war für mich absolutes Pflichtprogram!!! Ich hatte darüber hier gelesen und ebenfalls gesehen, dass es dort einen Matcha Latte gibt mit einer Hello KItty aus Milchschaum - leider haben sie dort keine Sojamilch, darum gab es für mich "nur" einen einfachen Matcha und ein bisschen was Süßes. Trotzdem war ich megahappy. Neben dem Café gibt es auch noch ein tolles Geschäft mit Hello Kitty Krimskrams.

Schaut euch doch auch mal dieses Video dazu an:








Matcha mit Manju, Chestnut Daifuku & Imonotuyu




Nebenan befindet sich außerdem ein Totoro-Laden

Gion-Impressionen:






Zum Abendessen hatte ich wieder ein "Date" mit Janine, im Morpho Café habe ich dann zum ersten Mal etwas nicht typisch japanisches in diesem Urlaub gegessen.


Soy Meat Burger, Pommes und Yuzu Soda
Chocolate Cake


Am 4. Tag sind wir mit dem Fahrrad nach Arahsiyama gefahren. Darauf habe ich mich in diesem Urlaub am allermeisten gefreut. Vorher haben wir unseren Tagesproviant bei Izumiya gekauft. Wahnsinn, was es dort alles gibt



Frisches Obst und Gemüse (abartig teuer in Japan!!!)
Inari zum einfach so wegsnacken, ich liebe es!!!
Kappa Maki mit Gurke
Maki mit Natto

Sojamilch und Mandelmilch in verschiedenen Variationen
Z.B. Sojamilch mit Matcha oder Mandelmilch mit Kaffee


Seetang-Onigiri, Kappa Maki und Sojamilch mit Matcha
Vorbei an Nijo Castle

Angekommen in Arashiyama, kaum vom Rad abgestiegen, bekam ich den Mund nicht mehr zu vor lauter Oh und Ah! Teilweise sieht es dort wirklich sehr, sehr mystisch aus wie in einem Zauberwald oder so.





Teich mit Kois











Bambus





Bambusallee





Arashiyama Monkey Park  - jede Anstrengung wert!!!! (15 km mit dem Rad und dann erstmal ein ordentlicher Fußmarsch und 20 Minuten steil den Berg hinauf)













Cuteness overload

Diese Hütte ist eine echt süße Idee, die Affen laufen frei herum und wer sie füttern will, darf das nur von dieser Hütte aus tun. Man kann dort Erdnüsse kaufen und die Affen lassen sich durch die vergitterten Fenster hindurch füttern. Hier sitzen die Menschen im Käfig und nicht die Tiere.


Blick über Kyoto



Zu Abend gegessen haben wir bei Prunus in Arashiyama, einem makrobiotischem Restaurant. Wir wurden megalieb bedient und Janine bekam ein extra glutenfreies Menü (wir hatten das vorbestellt). Wirklich sehr zu empfehlen! Einen schönen Bericht mit mehr Fotos vom Restaurant gibt es hier bei "Vom Vegi zum Veganer".





Noch mehr Treppen...

Dinner Set mit Gyoza und Soy Meat
Sushi mit Sojavleisch bzw. Tofu und Gemüse, außerdem Edamame

Janines glutenfreies Dinner Set

Auf dem Heimweg haben wir noch an einem 100 Yen Lawson angehalten, dort gibt es nochmal ein paar anderes Sachen als beim normalen Lawson.


Megaleckere Puffreis-Täfelchen mit Karamell
Blätterteig-Schweineohren

Am 5. Tag hieß es dann Abschied nehmen von Kyoto (weniger schwer ist mir allerdings der Abschied von meinem Fahrrad gefallen ;) ) und es ging weiter nach Tokio mit dem Shinkansen Schnellzug.

Treffpunkt war der Starbucks am Hauptbahnhof und ich habe mir mal wieder einen Matacha Soy Latte zu Gemüte gezogen und dazu gab es Mochi mit grünem Tee aus dem 100 Yen Lawson.

Matcha Soy Latte & Matcha Mochi mit roten Bohnen



Mein Essen im Zug, gekauft bei Izumiya: Kappa Maki, Inari und Dango


Der Shinkansen ist um einiges komfortabler als beispielsweise ein ICE. Man hat mehr Platz auf seinem Sitz, mehr Beinfreiheit und auch die Gänge sind breiter. Das empfand ich als relativ angenehm. Das Higlight der Fahrt war aber natürlich, dass wir den Mount Fuji gesehen habe. Seeeehr beeindruckend. In ca. 2,5 Stunden hat man übrigens die ca. 450 km weite Strecke zurückgelegt.


Unser kleines Zimmer im Hotel Yanagibasi - sauber, günstig und gut gelegen

In Tokio angekommen haben wir erstmal das Hotel bezogen, danach war unsere erste Anlaufstelle Akihabara, auch Electric Town genannt. Dort gibt es viele Elektronikgeschäfte, Videospielhäuser, Cosplay-Cafés, Manga-Fans und so weiter und so weiter.






In Akihabara darf natürlich ein Yodobashi nicht fehlen
Hello Kitty Ladegerät














Als nächstes waren wir in Shibuya und haben den berühmten Zebrastreifen Shibuya Crossing überquert. Sowohl Akihabara als auch Shibuya sind sehr schrill, bunt und laut. 






Shibuya Station - Hachiko Exit
Kennt Ihr den Film Hachiko mit Richard Gere? Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, nämlich wie der treue Hund Hachiko jeden Tag nach der Arbeit sein Herrchen am Bahnhof abholt. Eines Tages stirbt der Mann, doch Hachiko geht jahrelang immer wieder zur gleichen Zeit zu dem Bahnhof, wodurch er auch berühmt wurde. Die Statue wurde 1934 eingweiht und Hachiko wohnte der Feierlichkeit bei.

Janine hat den Plan



Ein Akita - die gleiche Rasse wie der berühmte Hachiko
So süß wie der Hund auch ist, aber ich weiß ja auch, dass man als Veganer auf keinen Fall Tierzüchter unterstützen sollte. Denn die Tierheime sind voll von liebe und treuen Seelen, die nur darauf warten, adoptiert zu werden. Und ich habe gesehen, wie Hunde und Katzen in Tokio verkauft werden. Sie werden in kleinen Käfigen zur Schau gestellt und natürlich bekommen sie nichts zu essen oder zu trinken, damit diese ihre Käfige nicht verschmutzen.







In Shibuya haben wir dann bei Hang Out zu Abend gegessen. Ich habe bei Happy Cow gelesen, dass dieser Laden im Dezember 2015 aber leider geschlossen hat. Das ist schade, in dem Laden läuft chillige Musik und das Essen war auch supilecker.







Gyoza
Somerrollen
Soy Meat Plate

Samstags hat es geregnet und wir haben lange im Bett gechillt, erst gegen 11.00 Uhr oder so hatten wir Hunger und haben uns auf den Weg zu Loving Hut gemacht zu einem phänomenalen pornösen Brunch für gerade mal 1500 Yen (ca. 12,- €). Der Oberkracher sage ich Euch!


Alles klar?
Überfüllte U-Bahn
Ich mit meiner neuen Hello Kitty Handyhülle von Yodobashi








Saté-Spieße, Gemüse-Tempurah und Tofu "Bacon"



Vegan Black Vinegar Pork Dumpling
Sweet Mung Bean Paste Bun
Shumai (Vegan Pork Dumpling)
Vegetable Coconut Curry mit Tofu
Götterspeise und Scones
Sommerrollen
Kubayaki
Leckere gedämpfte Bao
Gyoza
Fried Rice Noodles
Wir waren bis zum Schluss um 15.00 Uhr dort und haben wirklich aus dem Vollen geschöpft


Ein kleines Regal mit Sojavleisch und anderen Leckereien
Die süßen Hörnchen und das Sojavleisch habe ich unbedingt haben müssen!

Wegen dem schlechten Wetter konnten wir leider nicht viel machen an dem Tag, aber wir waren nochmal in Shibuya, um ein wenig im Starbucks bei einem Gingerbread Soy Latte das bunte Treiben an dem berühmten Zebrastreifen auf uns wirken zu lassen. Viel zu oft hetzt man im Urlaub ja nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und versäumt, einfach mal die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.




Not singing in the rain...

Oh Mann war ich fertig nach diesem verregneten Tag, auch wenn wir rein theoretisch nur gegessen und gesessen haben - aber wir waren den ganzen Tag im Regen unterwegs um von A nach B zu kommen und Tokio ist wirklich seeeehr laut und anstrengend
Abendessen aus dem Lawson: Onigiri, scharf eingelegte Gurkenstückchen, grüner Smoothie und Obstsalat



Auf Instagram habe ich durch ein Kommentar unter einem meiner Essensfotos erfahren, dass es in Tokio auch vegane Doughnuts gibt. Da wir sonntags eh nach Shinjuko wollten, haben wir das so organisiert, dass wir sonntags morgens gleich zur Shinjuku Station gefahren sind und im dort gelegenen Shopping Center "Lumine Est"  haben wir dann nach nach Doughnut Plant gesucht.






Manchmal gibt es vegane Sorten, an diesem Tag waren es "nur" die Erdbeer-Doughnuts
Soooo lecker! 
Ansonsten gab es tagsüber nur mal wieder etwas Sushi, Obstsalat und Schweineohren

Ebenfalls in Shinjuku befindet sich das Tokyo Metropolitan Government Building, von dem aus man einen tollen Ausblick über die Stadt hat und man kann sogar den Mount Fuji sehen.



Only in Japan: Hello Kitty-Baustellen ;)





Blick von unten nach oben auf das Tokyo Metropolitan Government Building




In weiter Ferne erkennt man den Mount Fuji



In dem Gebäude gibt es witzige Souvenir Shops, wo man z.B. Star Wars Essstäbchen kaufen kann, aber auch viel Hello Kitty Zeug und anderen Kitsch.






Edamame-Schlüsselanhänger
Ich habe Monchichis als Kind geliebt!!!


Die letzte "richtige" Mahlzeit in Tokio haben wir uns dann bei T's Tan Tan am Hauptbahnhof gegönnt. Dort gibt es 100% vegane Ramen, also japanische Nudelsuppen. Und es ist echt wahnsinnig lecker dort, die Leute stehen Schlange vor der Tür, kein Witz!











Ramen mit Sesam, Erdnuss, Sojahack und Pak Choy

Das Abendessen habe ich nochmal richtig bewusst genossen, im Urlaub schmeckt es einfach am besten und wann ist man schonmal in einem so weit entfernten Land mit so spezieller Küche?

Montags musste ich dann auch schon wieder die Heimreise antreten, aber um ehrlich zu sein haben mir nach 8 Tagen ganz schön die Knochen weh getan und der Kopf gebrummt. Denn wir waren ständig den ganzen Tag mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs und ständig hat man Stimmengewirr in einer fremden Sprache um sich. Vor allem in Tokio fand ich das sehr krass, da man ständig irgendwie beschallt wird, z.B. durch Videos auf riesigen Leinwänden an Gebäuden. 

Zum Frühstück und für den Weg zum Flughafen habe ich mich ein letztes Mal mit Onigiri bei Lawson eingedeckt. Übrigens ist in Tokio dort alles viel besser auf englisch beschriftet als in Kyoto.





Abschied an der Asakusabashi Station nur wenige Meter vom Hotel entfernt - von hier aus kann man direkt an den Flughafen fahren

Hello Kitty Reiseasseccoires

Erdnüsse mit Wasabi
Snacks am Flughafen: Grüner Tee, Macadamias und Nussmischung



Abendessen:Reis mit Gemüse und Salat
Frühstück: Bandnudeln mit Pilzen
Und ein Brötchen mit Margarine, Marmelade und etwas Obst

Soviel zu meiner Reise und nun zum Schluss noch ein paar allgemeine Tipps:

Zurechtfinden in Tokio:

Ich hätte mich NIEMALS in Tokio zurecht gefunden ohne eine Reisebegleitung, die sich auskennt. Das gilt jetzt nur für mich, evtl. fällt das anderen total leicht. Aber ich denke, vielen würde es evtl. so gehen. Denn das meiste ist echt nur in japanischer Sprache wie zum Beispiel dieses Schild:
You are here - alles klar?
U-Bahn fahren ist auch eine Wissenschaft für sich finde ich. Es gibt zum einen die Tokyo Metro und dann noch Toei Transportation. Ohne Google Maps wäre ich sowohl in Kyoto mit dem Rad als auch in Tokio mit der U-Bahn nicht überlebensfähig gewesen ;)

Zuerst sucht man bei Google Maps raus, wie man fährt und dort bekommt man auch den Preis angezeigt. Am Automaten wählt man dann ein Ticket mit dem entsprechenden Preis aus

Mein Resumée zu Kyoto und Tokio:
Ich habe mich total in Kyoto verliebt!!! Diese Stadt ist wirklich wahnsinnig toll und die Sehenswürdigkeiten und das leckere Essen sind einfach der Hammer! Tokio hingegen hat mir nicht so gefallen. Ich finde, man muss es mal gesehen haben, aber das war es dann auch schon. ich bin sehr froh, diese Erfahrung gemacht haben zu können und vor allem zusammen mit Janine. Ich werde mit Sicherheit irgendwann nochmal nach Japan reisen und dann wird auch Kyoto mit auf dem Plan stehen.

Wer noch mehr Fotos von Kyoto und veganem Essen dort bestaunen will, dem empfehle ich Janines Instagram-Account:
www.instagram.com/kanuyash

Und so ganz allgemein würde ich mir echt wünschen, dass mehr Leute Instagram nutzen, denn dort habe ich schon viele tolle Tipps bekommen bzw. super Locations entdeckt, aber leider nutzen es nicht genügend Leute hab ich das Gefühl. Und bitte immer hilfreiche Hashtags benutzen und den Ort markieren ;)


Hilfreiche Links:
www.nachjapanreisen.de/japan-reise-guenstig
www.welt.de/reise/article111097640/Gebrauchsanleitung-fuer-japanische-Toiletten
www.kanko.city.kyoto.lg.jp/bicycle/de
www.welt.de/reise/staedtereisen/article120714281/Kyoto-sollte-man-auf-eigene-Faust-erkunden
www.der-japan-rail-pass.de/japan-mit-dem-zug/reisetipps/zugticket-kaufen
www.kyoto.travel/de/traveller_kit/tools_money
www.jnto.de/in-japan/transport/radtouren.html
www.notesofnomads.com/things-to-do-in-arashiyama
www.insidekyoto.com
www.japan-guide.com


Vegan in Kyoto
www.japanvegan.blogspot.de/2015/02/vegan-restaurants-in-kyoto
www.happycow.net/asia/japan/kyoto
www.neverendingvoyage.com/the-weird-and-wonderful-world-of-vegetarian-cuisine-in-kyoto
www.kyotojournal.org/experience-kyoto/vegetarian-survival-in-kyoto
www.sweetpotatosoul.com/2015/02/vegan-food-in-japan-tokyo-kyoto
www.tohappyvegans.com/wordpress/kyoto-japan


Vegan in Tokyo
www.japanvegan.blogspot.de/2013/07/vegan-restaurants-in-tokyo
www.vegietokyo.com
www.happycow.net/asia/japan/tokyo
www.sweetpotatosoul.com/2015/02/vegan-food-in-japan-tokyo-kyoto
www.mindfulwanderlust.com/tokyo-vegan


Vegane japanische Rezepte:
Wie immer gibt es natürlich auch dieses Mal ein paar landestypische oder zumindest vom Land inspirierte Rezepte. Meine Japan-Rezepte teile ich demnächst hier mit Euch.



良い旅 - 
Gute Reise!

Kommentare:

  1. Uh, da freue ich mich aber, bin im März auch in Japan für einen Monat :)

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  2. Sehr hilfreich! Man hat mir nämlich erklärt, in Japan gäbe es kaum veganes Essen...wollte dort schon gar nicht hin. Jetzt überleg ich mir das definitiv!

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    1. Oh, das freut mich sehr! Und ich war ja auch so skeptisch, bin aber echt froh, dass ich es gewagt habe!

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  3. Ich fliege im September für ein Jahr nach Japan und bin jetzt schon dankbar, dass es solche Seiten gibt ^^
    wirklich sehr hilfreich :)

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