Sonntag, 17. August 2014

Vegan im Bio Hotel Gut Stellshagen an der Ostsee - Gastbeitrag von Miriam von Mimi's Fairy Cakes


Yeah, dieses Mal gibt es einen Gastbeitrag von einer Freundin von mir. Miriam wohnt in einem Nachbarort und betreibt selbst einen tollen veganen Blog, über den wir uns auch kennengelernt haben. Von wegen das Internet verhindert Begegnungen im Real Life o.ä.! Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass es auch genau anders herum geht und man lernt über gemeinsame Interessen ganz tolle Menschen kennen wie z.B. meine Lieblings-Mimi.

Falls Ihr Mimi's Fairy Cakes noch nicht kennen solltet, dann nix wie reingeklickt, denn sie verzaubert dort wirklich mit magischen Kuchen und Törtchen usw. Ich habe schon einige davon probieren dürfen wie z.B. ihre Schoki-Marzipan-Cupcakes, Strawberry-Daiquiri-Cupcakes, Marzipan-Sekt-Cupcakes, Oreo Cocolate Cheesecake Cupcakes oder Brownie mit Beerchen und Streuseln *sabber*


Letztes Jahr haben wir beschlossen, Urlaub in Deutschland zu machen. Einfach aus Gründen der Faulheit (keine Sprachbarriere, keine Flugzeugreise, keine großartige Anpassung…). 

Weil es mich prinzipiell immer ans Meer zieht, musste es natürlich nach Norddeutschland gehen, was aus der Pfalz dann doch eine längere Autofahrt bedeutet – aber das ist mit Sandwichs und Obst ganz gut rumzukriegen, finde ich. 


In den letzten Jahren sind mir immer wieder Anzeigen von „Veggie Hotels“ aufgefallen. Das Konzept hat mir ehrlich gesagt sehr gut gefallen – vegane und vegetarische Hotels aus der ganzen Welt stellen ihre Angebote auf die Website, faule Veganer und Vegetarier wie ich und mein Liebster suchen sich ihr Wunschreiseziel aus und los geht’s. 


Nach kurzer Diskussion war für uns relativ schnell klar, dass wir das Hotel Gutshaus Stellshagen besuchen möchten. Lage irgendwo im Nirgendwo mit leckerem Essen und höchstens 10 Minuten mit dem Auto zum Meer – hört sich perfekt zum Entspannen an, oder? 

Gesagt getan, ich habe für uns eine Woche in einem Zimmer des Typs „Sonne“ mit Halbpension gebucht. Dieses lag in einem Nebengebäude mit Blick ins Grüne. Ruhig und trotzdem mit direktem Anschluss an das restliche Gutshaus. Das Zimmer war hübsch und schlicht eingerichtet (extra ohne TV, den kann man sich aber an der Rezeption abholen, wenn man ihn haben möchte) und hatte einen kleinen Holzbalkon. Wir haben uns auf Anhieb wohlgefühlt! 


In diesem Gebäude war unser Zimmer

Jetzt erst einmal zum Wichtigsten (für mich immer *hust*): Das Essen!

Fotos habe ich übrigens keine gemacht, weil ich es irgendwie unhöflich fand, meine riesige Kamera mitzuschleppen. Es gab auch extra ein Schild, dass Handys nicht erwünscht sind. Insofern: sorry! Aber ich verspreche – das Essen sah spitze aus! 

Am ersten Tag kamen wir nachmittags an und kamen deshalb gleich in den Genuss des Abendessens. Abendessen und Frühstück gibt es in Form eines Buffets im Gutshaus mit reiiiichlich Auswahl. Gegessen werden kann dann im Speisesaal oder hinter dem Gutshaus mit Blick auf den Park. 

Fasziniert hat mich beim Abendessen vor allem die große (und kreative) Auswahl der Salate, darunter wirklich viele vegane, die extra gekennzeichnet waren. Dazu noch einige Hauptgereichte und Beilagen. Alles wirklich frisch, regional, saisonal, in super Qualität und soooowas von lecker! Die Auswahl an Wein war übrigens auch nicht von schlechten Eltern (und teilweise aus der Pfalz)… 

Das Frühstücksbuffet war ebenfalls klasse. Verschiedene Tees, Kaffees, sogar eine Auswahl an Pflanzenmilchsorten (positive Überraschung!), verschiedene Sorten Brot und Marmelade. Müsli und Obst gab es auch… Alles in allem ein guter Start in den Tag.

Blick auf das Gutshaus
Eingang des Gutshauses
Hübsch, oder?
Das Gelände des Gutshofs ist alleine schon so bezaubernd, dass man es in der Woche überhaupt nicht verlassen müsste. Der kleine Park um das (wirklich wirklich hübsche!) Gutshaus ist liebevoll angelegt und lädt zu einem kleinen (Verdauungs-) Spaziergang um den Teich ein. Wer nicht mehr laufen kann oder mag, kann sich in eine Hängematte legen und dem Rauschen der Blätter lauschen oder Katzenflüsterer für eine der mindestens zwei Katzen (ich habe zumindest nur zwei gesehen) spielen.


Spazierengehen im Park
Teich
eine „Ausruhmöglichkeit“
Park
Nebenbei befinden sich auf dem Gelände ein Spa (die Ganzkörpermassage ist sehr empfehlenswert, finde ich) und ein kleiner (und echt niedlicher) Hofladen, in dem man sich mit Lebensmitteln und kleinen Mitbringseln versorgen kann. 

Gewächshäuser für eigenes Gemüse
kleine Brücke im Park
Park (*hust*)
Umgebung (Obstbäume direkt hinter dem Gutshof)
… die Aussicht

In der näheren Umgebung kann man super spazieren gehen zwischen Feldern, Wiesen und kleinen Wäldchen. Bei einem Spaziergang hat es uns nach Schloss Bothmer (http://www.schloss-bothmer.info/startseite.html ) verschlagen, was die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns ist, wie wir lernen durften. Leider wurde geradeumfangreich restauriert, die Parkanlage war aber auch so sehr schön. 

Umgebung
Die Blümchen riechen anscheinend auch gut. Wenn der Liebste keine Chemo hatte, hat er übrigens Haare!


Schloss (Schloss Bothmer – inklusive Gerüst)
Schloss

Schloss (Aussicht von Schloss Bothmer)

Schloss (Meinereine, total tiefenentspannt)

Ans Meer kommt man in etwa 10 Minuten mit dem Auto (wir waren dann doch zu faul zum Fahrradfahren, man kann sich aber beim Hotel welche ausleihen). Wir sind immer direkt nach Boltenhagen gefahren. 

Hier ist die Touristendichte deutlich höher, was ja aber bei einem Seeheilbad (Achtung, Kurtaxe) irgendwie zu erwarten ist. 

Wir sind einmal komplett durch Boltenhagen gefahren und haben uns am anderen Ende des Orts für den Hundestrand entschieden. Da gibt’s wenigstens was zum Gucken. ;-)

Der Strand dort war sauber und gepflegt und die Hunde waren durchweg niedlich (Seufz).

Natürlich kann man an der Ostsee kein Mittelmeer-Bade-Wetter erwarten, aber Sonne hatten wir tatsächlich glücklicherweise. Und wir haben beide mal den großen Zeh ins Wasser getaucht. 

Und am letzten Tag ist dort sogar Lokalprominenz (da wohnt ein Semmelrogge) rumgelaufen, falls das wen interessiert. 

Strandkörbe gibt es übrigens genügend und einigermaßen erschwinglich. 

Das Meer! Mit Hunden!
Obligatorische Strandkörbe


Direkt am Strand bekommt man für den Mittagssnack leider nur die obligatorische Wurst und Pommes mit Cola. Wenn man allerdings bereit ist, 5 Minuten vom Strand wegzulaufen, hat man die Möglichkeit, sehr gut vegan zu essen (und einzukaufen, wenn man möchte). Dort ist nämlich eine kleine Außenstelle vom Gutshaus Stellshagen, in der man leckere Kleinigkeiten, wie zB. Sandwichs und Suppen, und Kuchen (z.B. die beste Möhrchentorte der Welt! Und wenn ich das sage, dann muss es stimmen!) bekommt.


Fazit: Sehr entspannter, sehr schöner und sehr leckerer Urlaub. Tolle Umgebung und gastfreundliches Personal. Nicht ganz günstig, aber dafür ist kein Flug notwendig. Das wird irgendwann in den nächsten Jahren ganz bestimmt wiederholt! 

Nebenbei möchte ich noch anmerken, dass das Hotel auch ziemlich kinderfreundlich zu sein scheint. Das war für uns jetzt nicht wirklich relevant, aber es waren viele Familien da und alle sahen ziemlich glücklich und zufrieden aus.

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