Samstag, 10. Mai 2014

Vegan in der Wachau – die Marillenblüte und Krems


Kerstin von Primärfarben hat hier schonmal einen Gastartikel über Innsbruck veröffentlicht. Und nun berichtet sie über die Wache zur Zeit der Marillenblüte. Ein Traum! Am liebsten würde ich gleich wieder nach Österreich düsen, wenn ich das so sehe und lese. Danke an Kerstin!

Linda hat ja gerade einige Tage in Wien verbracht und es sogar bis ins Weinviertel (meine schöne Heimat) geschafft. Um ihr gleich nochmal ein wenig „Gusto“ auf die nächste Österreichreise zu machen, gibt’s hier einen kleinen kulinarischen Ausflug in die schöne Wachau.

Immer wenn mich ein akuter Anfall von Fernweh plagt, geht es ab in die Wachau. Die Wachau ist zu jeder Jahreszeit eine gute Idee - besonders aber im Frühling.

Neben der tollen Landschaft gibt es mittlerweile auch eine große Auswahl an veganen Leckerein zu genießen. Schlemmen und durch die Altstadt Krems schlendern, gefolgt von einer kleinen Wanderung durch das märchenhafte Blütenmeer der Wachauer Marillenbäume... haaach




Letztes Jahr haben wir diesen Zeitpunkt genau erwischt, heuer hat es aufgrund des milden Winters leider nicht so geklappt. Obwohl ich mich fast täglich auf der Wachau-Website über den aktuellen Blütenstatus informiert habe, waren wir leider einige Tage zu spät dran, denn auch die Länge und Intensität der Blüte variiert von Jahr zu Jahr.

Besonders empfehlenswert zu dieser besonderen Saison sind die kleinen Wanderungen auf der sogenannten "Marillenmeile". Diese Wege in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf sind eigentlich mehr Spaziergänge als Wanderungen und haben mich letztes Jahr wirklich schwer beeindruckt. Wir sind die auf der Karte rot makierte Runde zwischen Rossatz und Rossatzbach hindurchgewandert - absolut empfehlenswert. Aufgebrochen sind wir vom Parkplatz in der Nähe der Kirche in Rossatz und haben die Runde in Richtung Wasserschloss zwischen Rossatz und Rossatzbach gestartet. 


Diese Route führt durch die Marillengärten bis hin zur Donau entlang und bietet tolle Fotomotive auf Dürnstein und die alten Baumbestände der Marillen- und teilweise auch noch der rosa Mandelblüten.





Was ich an der Gegend noch so schätze, sind die alten Gebäude, die in dieser Region zum Glück noch sehr oft liebevoll erhalten werden.




Auch ein Ausflug in die umliegenden Orte des Nordufers wie Dürnstein oder die ruhigere Ortschaft Stein sind aufgrund der historischen Architektur und der Ausblicke ins Wachautal empfehlenswert. Ein weit bekanntes Highlight ist natürlich auch eine Schifffahrt auf der Donau durch das Weltkulturerbe der Wachau.



Uns zieht es jedoch immer wieder nach Krems... das liegt wohl vor allem auch am guten Essen.





Verpflegung:

Wer sich in der Wachau aufhält, braucht keine Angst vor einem leeren Magen zu haben, denn Krems bietet eine große Auswahl an tierlieben Einkehrmöglichkeiten:

Ganz zu Beginn möchte ich hier das Nana Cafe auflisten. Ich bin nämlich ein Glückskind und habe ein Essen mit einer Begleitperson gewonnen. Jippy! :) Das Nana bietet von Di - Sa von 12:00 - 14:00 ein ständig wechselndes Mittagsbuffet. Da hier vegan-vegetarisch gekocht wird, muss man sich vorher kurz informieren, welche Speisen rein vegan sind. Ich war zum 2. Mal zu Besuch und es war wieder einmal alles vegan. Ich mag das Exotische dieser Speisen, was vor allem an dem Küchenchef aus Sri Lanka liegt. Hier bekommt man den köstlichsten Kokossalat, den ich je probieren durfte. In der warmen Jahreszeit hat man auch die Möglichkeit, seine Speisen in einem netten Innenhof zu genießen.

Etwas außergewöhnlich ist die Bezahlung des Essens, die nach eigener Wertschätzung erfolgt.

Ich wäre natürlich auch ohne Gewinn wieder ins Nana gekommen, vor allem, weil es hier auch immer vegane Nachspeisen im Angebot gibt. Da bin ich leider ziemlich altmodisch, denn zu einem guten Essen gehört für mich auch eine leckere Nachspeise.






Ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt ist das MOYOme in der belebten Fußgängerzone von Krems. Hier wird auf Nachhaltigkeit und biologischen Genuss Wert gelegt. Die Küche ist sehr orientalisch geprägt. Die veganen Speisen sind extra gekennzeichnet.

Vegane Nachspeisen konnte ich hier leider keine entdecken, doch vor allem die Frühstückskarte liest sich sehr vielversprechend. 




In unmittelbarer Nähe zum MOYOme, genauer gesagt am Pfarrplatz von Krems, findet jeden Samstag ein Bauernmarkt statt, auf dem es viele frische Kräuter, Obst und Gemüse aus der Region zu kaufen gibt.



Ebenfalls am Pfarrplatz findet man die Dankbar Krems, die ursprünglich eine rein vegan-vegetarische Pizzeria war. Leider stehen nun auch Fleischprodukte auf der Karte. Zum Abendessen haben wir der Altstadtbar trotzdem einen Besuch abgestattet und uns von der Qualität der veganen Pizzen überzeugt. Gleich wie in der Fiore in Wien, gibt es auch hier Pizzen mit veganem Käse, Schinken und Speck. Zu Beginn fiel mir zwar der Zigarettengeruch etwas unangenehm auf, aber geschmacklich hat mich die Pizza überzeugt.




Weiter auf der Fußgängerstraße entlang - Richtung Steiner-Tor - befindet sich das Sonnentor. Wer Lust auf Süßes hat, findet hier neben der riesigen Auswahl an Gewürzen, Kräutern und Tees auch vegane leckere Energiekugeln in drei Geschmacksrichtungen oder zum Beispiel vegane Gummibärchen.



Geht man ein Stückchen weiter Richtung Stadtpark, gibt es den von außen eher unscheinbar wirkende Naturkostladen EVI's. Hier gibt's nicht nur den neuerdings angepriesenen veganen Topven (online gibt es ihn z.B. hier und hier), sondern auch eine Vielzahl veganer Kekse, die wir bei Freunden auf der Terasse verkosten durften.


Am Ende (oder auch am Anfang) der Rundwanderung findet man in Rossatz direkt am Platz vor der Kirche ein kleines Gasthaus, bei dem man sich mit einem typischen Wachauer Getränk erfrischen kann.



Habt Ihr auch einen tollen Urlaub erlebt und wollt unbedingt darüber berichten, um anderen Veganern das Reiseziel schmackhaft zu machen? Oder seid Ihr Allergiker und habt Restaurant-Tipps von Eurer letzten Reise für Gleichgesinnte?

Dann schreibt mir unter veltenbummler@gmx.de! Ich freue mich, von Euch zu hören

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