Freitag, 4. April 2014

Interview mit Nadin von Eiswürfel im Schuh

Neuer Monat, neues Glück. Und wieder mal eine tolle Blogerin, die ich Euch vorstellen mag. Dieses Mal ist es zwar keine Reisebloggerin, die meine Aufmerksamkeit gewonnen hat, aber das macht Nadins Blog "Eiswürfel im Schuh" nicht uninteressanter für mich. Denn auch sie ernährt sich vegetarisch, zu einem großen Teil pflanzlich und ist gerne und viel unterwegs. Dazu kommt noch die sportliche Komponente, die mir ja irgendwie vollkommen abgeht ;)




Liebe Nadin, bitte erzähle uns ein bisschen was über Dich. Wer bist Du und über was genau bloggst Du?
Ich schreibe mit meinem Spitznamen 'Din' für mein Lauf- und Triathlon-Blog "Eiswuerfel Im Schuh". Dort teile ich mit meinen Lesern meine Trainings- und Wettkampferfahrungen. So möchte ich besonders Anfängern Lust machen und Mut zusprechen, wenn sie auch schon einmal davon geträumt haben, einen Triathlon zu absolvieren oder an einem bestimmten Sportereignis teilzunehmen.
Neben Laufen und Triathlon interessiert mich aber auch alles rund um Sport – dazu gehören auch Themen wie Ernährung, Gesundheit, Sportmode, Lauf- und Sportzubehör.

Du läufst, betreibst außerdem noch Radsport, surfst und machst Yoga. Habe ich was vergessen? Erzähl mal! 
Das ist richtig – meine große Liebe das Laufen hat mich zum Bloggen gebracht. Über die Jahre sind immer mehr Sportarten hinzugekommen, die sich zufällig auch ganz wunderbar ergänzen.
Als Jugendliche hatte ich einige Träume, die ich mir als Erwachsene nun einfach erfüllen wollte. So war mein erster Marathon, mein erster Triathlon und auch das Surfen etwas, was auf dieser Liste stand.
Ich habe ganz klein angefangen, um einfach herauszufinden, ob das überhaupt etwas für mich ist. Zwischen Traum und Wirklichkeit können manchmal Welten liegen. Aber der Schritt über die Ziellinie nach mehr als 42 Kilometern, das unglaubliche Gefühl, drei Sportarten nacheinander absolviert zu haben und das erste Mal auf einem Board zu balancieren, sind unbeschreiblich. Seither haben mich diese Sportarten nie mehr losgelassen. 


Yoga war eher eine Zufallsentdeckung, für die ich unglaublich dankbar bin. So habe ich über die Jahre als praktizierender Yogi sehr viel über mich selbst und mein Leben gelernt. Außerdem schützt mich diese Bewegungsart vor den ungeliebten Stabilisationsübungen, die ich in meinem Trainingsplan zu stehen habe. Du musst wissen, dass es einfach nicht ausreicht, nur zu laufen, nur auf dem Rad zu sitzen und/oder zu schwimmen. Balance, Körperhaltung, Mobilität und Stabilität sind bei diesen Sportarten sehr wichtig, um Verletzungen vorzubeugen und beweglich zu bleiben. Muskelgruppen können so auch viel effektiver zusammenarbeiten.
Yoga ist eine wunderbare Art, all das zu trainieren. So stabilisiert es nicht nur meinen Körper, sondern verbessert meine Technik beim Laufen, Schwimmen und Surfen. Außerdem ist es Beruhigung und Krafttraining zugleich.
Besonders außerhalb meiner Wettkampfsaison, wenn ich Grundlagen aufbaue, liebe ich auch Pilates, CrossFit und funktionales Training. Das hört sich jetzt vielleicht alles wahnsinnig viel an, aber es sorgt für Abwechslung. So bleibt der Spaß am Sport auch sicher immer erhalten. 


Ich bin auf Deinen Blog aufmerksam geworden, als Du an einem Gewinnspiel von mir teilgenommen hast – und ein paar Reiseführer über die Ostküste der USA gewonnen hast. Konntest Du bereits einen davon gebrauchen? 
Das war ein wirklich glücklicher Zufall. Ich lese deine Seite schon eine ganze Weile und weil ich sehr gern die USA bereise, passte das Gewinnspiel perfekt. Ich hatte das Glück vergangenes Jahr nach New York reisen zu können. Eigentlich wollte ich mir auch die Umgebung anschauen und da waren die Reiseführer eine sehr schöne Hilfe. Leider klappte es zeitlich nicht. Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich die Bücher bei meiner nächsten Reise an die Ostküste wieder mitnehmen werde. Ich würde sehr gern einmal Boston und Neuengland erkunden.

Du bist ja auch recht häufig unterwegs. Was war Dein letztes Reiseziel und wo geht es als nächstes hin? 
Das stimmt. Wann immer ich Urlaub nehmen kann, versuche ich zu verreisen. Meine letzte Reise war ein kurzer Besuch in New York. Leider viel zu kurz. Als nächstes werde ich eine Rad- und Surfreise auf eine der Kanarischen Inseln planen und mit Sicherheit auch wieder einige Tage in den USA verbringen. Die genauen Ziele stehen noch nicht fest. Sicher ist aber, dass ich bald wieder los darf.


Was genau war bisher Dein Lieblings-Reiseziel – einmal privat, einmal für den Sport? Hast Du da noch ein Traumziel, wo Du gerne hinmöchtest?
Unglaublich positiv überrascht war ich vor einigen Jahren von London und Riga, aber ich würde privat immer wieder nach Chicago oder auch San Francisco zurückkehren. Irgendwie brauche ich immer Wasser in der Nähe, was beide Städte auf so faszinierende Weise bieten.
Um sportlich aktiv zu sein, bietet sich für mich kein anderes Reiseziel so an, wie die Kanarischen Inseln. Vor allem Fuerteventura hat es mir angetan. Dort kann ich Surfen, Yoga am Strand praktizieren und mit dem Rad durch die Berge fahren.

Du bist ja Vegetarierin, wie genau ernährst Du Dich? Was macht Deine „Gesundkost“ aus? Und findest Du diese Ernährungsweise auf Reisen kompliziert?
In diesem Jahr sind es nun bereits zwanzig Jahre, dass ich mich vegetarisch ernähre. Das heißt aber nicht, dass ich schon immer durchweg gesund gelebt habe. Die ersten zehn Jahre waren ziemlich schwer, aber mit zunehmendem Sportpensum habe ich auch meinen Weg zu gesunder Ernährung gefunden. Vor einigen Jahren führte ich eine Ernährungsumstellung durch und strich alle verarbeiteten Lebensmittel - angefangen bei Gewürzsalz bis hin zu Müsli und Joghurt oder scheinbar gesunden, gefrorenen Essen. Man glaubt ja nicht, wo überall Zucker, Stärke oder andere Zusatzstoffe drin sind. Die ersten Wochen war mein Einkaufskorb fast leer und dass, obwohl ich mir immer eingebildet habe, bewusst einzukaufen.
"Gesundkost" ist für mich alles, was zunächst einmal roh zu mir nach Hause kommt. Ob ich es dann weiterverarbeite oder so esse, entscheide ich spontan zu den Mahlzeiten. So kommt auch sicher nur das in den Topf und auf den Teller, was ich gewollt dem Essen hinzufüge.
Ich habe das Gefühl, dass es mittlerweile überhaupt kein Problem mehr ist, vegetarisch zu leben. Viel anstrengender wird es, wenn man versucht auf Zucker, fertige Lebensmittel und auch Kohlenhydrate zu verzichten. Es ist aber auch nur Gewohnheit und eine Frage der Einstellung. Wenn man einen bestimmten Lebensstil pflegen möchte, ist man eigentlich auf alle Eventualitäten eingestellt. Ich habe immer einen kleinen Beutel mit Marschverpflegung mit. Dabei ist es erst einmal egal, ob ich nur in die Stadt oder zum Training fahre oder eine Reise antrete. Wenn ich mit dem Flieger unterwegs bin, versuche ich beispielsweise immer eine Avocado, frisches Obst und Nüsse mitzunehmen. Genau so, wie ich es auch mit meinen Teebecher mache. Ohne meine geliebten Sorten Grüntee verlasse ich nicht das Haus. 


Auf Deinem Blog habe ich gelesen, dass in Deinem Gepäck auch immer Deine Laufschuhe landen. Gibt es noch etwas, auf das Du auf Reisen nicht verzichten kannst/willst?

Laufsachen müssen einfach immer mit. Ich lasse es mir nicht entgehen, eine neue Gegend laufend zu entdecken. Da ich ein großer Technik- und Statistikfan bin und gern sehe, wo ich entlang gelaufen bin, wäre es schade, wenn ich meine Laufuhr vergesse. Aber wirklich schlimm wäre es eigentlich nur, meinen Teebecher mit passendem Tee zu Haus stehen zu lassen. 


Liebe Linda, vielen Dank für dein Interesse und dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, mich und meine Seite auf deinem Blog vorzustellen. 

Ich habe zu danken, Din! Ich finde das ungalublich bewundernswert und interessant, was Du machst. Ich freue mich sehr darauf, noch mehr von Dir zu lesen!

1 Kommentar:

  1. Liebe Linda,

    auch an dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank, dass ich mich und meine Seite auf diese Weise bei dir präsentieren konnte.

    Es hat mir sehr viel Freude gemacht, deine Fragen zu beantworten. Reise ist neben Sport und Ernährung eine Riesen Leidenschaft. Zum Glück sind meine Koffer schon fast wieder gepackt. Bald geht es erneut zu den Kanaren. Sicher dann auch wieder mit Surfbrett unter dem Arm und mein Rad im Schlepptau.

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