Mittwoch, 30. April 2014

Boah ey, vegan in Wuppertal


Diese Woche hat es mich geschäftlich nach Wuppertal verschlagen. Die Stadt ist bekannt für seine Schwebebahn. Und bei Wuppertal fällt mir immer dieser blöde Witz ein:

"Ein Mann kommt das erste Mal nach Wuppertal und sieht die Wuppertaler Schwebebahn. "Boah ey, fliegende Busse. Geile Stadt, hier bleib ich." Gesagt, getan. Als erstes braucht er eine Bude. Also geht er zu einer Zeitung, gibt eine Annonce auf. Am nächsten Tag bekommt er ein Angebot: 100 qm, total billig. "Boah ey - Wuppertal!! Fliegende Busse, billige Wohnungen Hier bleib ich!" Jetzt noch ein Job. Er geht wieder zur Zeitung, gibt eine Annonce auf. Am nächsten Tag bekommt er einen super Job. "Boah ey - Wuppertal!!! Fliegende Busse, billige Wohnungen, tolle Jobs. Hier bleib ich". Jetzt fehlt nur noch eine Freundin. Also geht er wieder zur Zeitung. An der Anzeigenannahme sagt er zur Angestellten: "Ey, ich möchte gern ne Bekanntschaftsanzeige aufgeben, um ne Frau kennenzulernen". Fragt die Angestellte: "Einspaltig oder zweispaltig?" Der Mann fällt vom Stuhl: "BOAH EY, WUPPERTAL!!!!!!"



Allerdings muss ich dabei auch an den Elefanten Tuffi denken, der 1950 aus der Schwebebahn hinaus in die Wupper gesprungen ist. Tapfere kleine Tuffi! Sie wurde 1946 in Indien geboren und im Jahr 1949 kam sie nach Deutschland zum Zirkus Althoff. Der Zirkus gastierte 1950 in Wuppertal und zu Werbezwecken wollte man mit Tuffi eine Fahrt mit der Schwebebahn machen. Es waren auch einige Vertreter der Presse anwesend. Aus Panik durchbrach die Elefantendame ein Fenster und stürzte ca. 10 Meter tief in den Fluss. Zum Glück blieb sie dabei weitesgehend unverletzt. Die ganze Geschichte findet man hier. Ich habe aber auch noch eine andere Variante gefunden, nämlich, dass der Zirkusdirektor eine Scheibe einschlug, als er merkte, dass Tuffi panisch wird, und sie dann Richtung offene Scheibe bewegte.Wie auch immer: da es kein echtes Foto von dem Vorfall gibt, hat man einfach eine Fotomontage gezaubert und es als Postkarte drucken lassen, so kann man die Geschichte noch schön vermarkten.

Elefanten gehören nunmal nicht in den Zirkus und auch nicht in eine Schwebebahn! Ist das eigentlich wirklich so schwer zu verstehen?

Und dann wäre da noch der Wuppertaler Zoo, in dem vor allem die Schimpansen Epulu und Kitoto unsagbar leiden müssen. Nachdem ich gerade in Gänserndorf traumatisierte Schimpansen besucht habe, geht mir dieses Schicksal besonders nahe. Christoph Maria Herbst, der sich im Februar 2014 als Veganer "geoutet" hat, (es lebe der Papa!) hat gerade einen offenen Brief an den Zoo seiner Heimatstadt verfasst. Bravo, Herr Herbst! Denn dort werden noch nichtmal die Mindestanforderungen erfüllt, die Schimpansen sitzen in einem 45 qm großen Raum aus Beton und Glas mit ein paar Klettermöglichkeiten und sonst nichts! Hier ein sehr trauriges Video über das Wuppertaler Schimpansen-Paar:



Auf seiner Homepage erzählt der Zoo noch "schön", wie ähnlich uns die Menschenaffen sind, aber dass sie ja in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind, Ach, wie gut, dass es Zoos gibt - NICHT! Artenschutz ist der Schutz einer Art IN SEINEM NATÜRLICHEN LEBENSRAUM und nicht in Gefangeschaft!

Ich möchte hier übrigens nicht gegen die Stadt Wuppertal hetzen, das ist wirklich nicht meine Absicht. Ich bin ja eigentlich bekennender Nordrhein-Westfalen-Fan. Ich finde einfach, die Geschichte von Tuffi ist ein Spiegel unserer Gesellschaft: man hört die Geschichte eines einzelnen Tieres und ist emotional involviert (siehe Eisbär Knut oder die Kuh Yvonne). Man sorgt sich um das Tier, ist erleichtert, dass ihm nichts Schlimmes passiert ist usw. Weil viele Menschen Tiere mögen, kann man auch noch schön Geld damit verdienen, aber Konsequenzen ziehen nur wenige daraus wie z.B. die Schlussfolgerung, dass Tiere nicht in Gefangenschaft gehören und man daher Zoo, Zirkus usw. nicht unterstützen darf. Artgerecht ist nur die Freiheit! Siggi aus Koblenz kommt das erste Mal nach Wuppertal und sieht die Wuppertaler Schwebebahn. "Boah ey, fliegende Busse. Geile Stadt, hier bleib ich." Gesagt, getan. Als erstes braucht er eine Bude. Also geht er zu einer Zeitung, gibt eine Annonce auf. Am nächsten Tag bekommt er ein Angebot: 100 qm, total billig. "Boah ey - Wuppertal!! Fliegende Busse, billige Wohnungen Hier bleib ich!" Jetzt noch ein Job. Er geht wieder zur Zeitung, gibt eine Annonce auf. Am nächsten Tag bekommt er einen Job beim Entsorgungsbetrieb. Wenig Arbeit, aber viel Geld. "Boah ey - Wuppertal!!! Fliegende Busse, billige Wohnungen, tolle Jobs. Hier bleib ich". Jetzt fehlt nur noch eine Freundin. Also geht er wieder zur Zeitung. An der Anzeigenannahme sagt er zur Angestellten: "Ey, ich möchte gern ne Bekanntschaftsanzeige aufgeben, um ne Frau kennenzulernen". Fragt die Angestellte: "Einspaltig oder zweispaltig?" Günni fällt vom Stuhl: "BOAH EY, WUPPERTAL!!!!!!"


Nun aber zu meinem kurzen Reisebericht:
Los ging es am Mannheimer Hauptbahnhof, wo es seit Kurzem eine Filiale von Le Crobag gibt. Von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt weiß ich, dass es an vielen Bahnhöfen bei Le Crobag wei vegan belegte Baguettes gibt. Einmal mit Basilikum-Tofu und Timate, das andere ist mit Kräuter-Aufstrich und Gurke belegt. Mein Favorit ist das mit Tofu und Tomate, schön saftig und sehr aromatisch.



Bei der Gelegenheit habe ich mir nich den aktuellen Stern gekauft, wo meine Deutschland is(s)t vegan-Kollegin Sonja aktuell vertreten ist! Und ein Bild von ihr ist sogar auf dem Cover. Wirklich gute Arbeit, Sonja!



In diesen LE CROBAG-Verkaufsshops erhaltet ihr die veganen Baguettesandwiches:

  • Berlin (im Hbf., S-Bf. Prenzlauer Allee)
  • Hamburg (Bf. Altona, S-Bf. Berliner Tor)
  • Frankfurt (Pavillon im Hbf./ Querbahnsteig)
  • Heidelberg (Hbf.)
  • Chemnitz (Hbf.)
  • Karlsruhe (Hbf.)
  • Mannheim (Hbf.)


In Köln sind wir einmal umgestiegen und ich konnte bei den veganen Franzbrötchen nicht nein sagen. Schließlich fahre ich ja in den nächsten Tagen nach Hamburg :)

Hier die Liste mit den veganen Produkten von Kamps:
www.kamps.de/baeckerei/produkte/vegan/



Ich hatte gehofft, die anderen überreden zu können, abends zu Hans im Glück in Wuppertal zu gehen. Dort gibt es nämlich richtig geile Burger und u.a. auch einen veganen Burger.

Hans im Glück
Herzogstr. 40
42103 Wuppertal

Hier ein Blick auf die Speisekarte. Als ich letztes Jahr im Ruhrpott war, habe ich mal den veganen Burger mit würzigem Weizen-Bratling, Rauke & Sprossen gegessen. Die Hans im Glück-Soße ist natürlich auch vegan, genau wie das Brötchen. Megalecker! Allerdings ist der Preis auch happig. Letztes Jahr habe ich noch 6,80 € bezahlt (nur der Burger, ohne die Pommes!), dieses Jahr ist der Preis bei 7,80 €! Als Beilage kann man zwischen Pommes oder diversen Salaten wählen (leider ist keins der Salatdressings vegan!). Und es gibt auch noch tolle Cocktails.

Das Bild ist vom letzten Jahr: Veganer Burger bei Hans im Glück

Allerdings wollten die anderen unbedingt ins Brauhaus, da ließ sich nix machen. Na gut, dachte ich mir. Ich werde schon was finden. Und ich fand! ;) Womit mal wieder bewiesen wäre, dass es eigentlich immer und überall irgendwie geht, was Veganes zu bekommen. Und gut geschmeckt hat es auch noch.

Wuppertaler Brauhaus
Kleine Flurstraße 5
42275 Wuppertal

www.wuppertalerbrauhaus.de 



Das Brauhaus befindet sich in einer ehemaligen Badeanstalt, was innen auch unschwer zu erkennen ist. Echt witzig und cool gemacht.

Bei den fleischlosen Sachen auf der Karte bin ich nicht wirklich fündig geworden
Dafür hat mir die Spargelkarte umso besser gefallen, vor allem "Spargel Vinaigrette" (ich habe das natürlich ohne Ei bestellt und auch darauf hingewiesen, dass ich keine Butter oder so auf meinem Spargel haben möchte)
Und das bekam ich: einen großen leckeren Salat mit Spargeln und Vinaigrette-Dressing, dazu gab es noch eine schöne Portion Bratkartoffeln

Übernachtet hatten wir im Hotel Amical,was wahrscheinlich früher mal ein Industriegebäude war, aber ziemlich cool umgebaut worden ist. Die Übernachtungspreise sind wirklich extrem günstig, teilweise hat man das dann an der Einrichtung gemerkt, bei einem Kollegen ist nachts das Bett zusammengekracht - und der ist nun wirklich kein Schwergewicht ;) Aber das Personal war freundlich und ich fand es alles in allem absolut angemessen.


Auf dem Bett gab es als kleinen Begrüßungsgruß eine Visitenkarte des Hotels und ein Tütchen Haribo - das ich natürlich verschmäht habe.

Süße Bettlektüre und Muffin als Betthuperl. Sehr nette Idee, aber auch der Muffin war mit Sicherheit nicht vegan und darum blieb er von mir unberührt

Pluspunkt: Wasserkocher und Tee auf dem Zimmer

An der Rezeption hätte man sich bei Bedarf noch weitere Muffins mitnehmen können


Beim Frühstück wollte ich jetzt nicht so auffällig am Buffet rumknipsen, aber es gab da eh nix Besonderes außer die raffinierten Marmeladen, die man im Hotel auch kaufen und mit nach hause nehmen kann. Wieder mal: zweckmäßig, aber in Ordnung.

Brötchen mit Pflaume-Zimt und Ananas-Chili-Marmelade, außerdem noch Obstsalat und Orangensaft (außerdem hatte ich noch Chocoreale mit dabei)

Bei meinem geschäftlichen Termin gab es reichlich belegte Brötchen, da war zwar leider nix für mich dabei, aber es lag auch Obst da, damit habe ich mich dann den ganzen Tag über Wasser gehalten. Spät abends haben wir den Heimweg angetreten, da habe ich mir noch ein trockenes Brötchen vom Bäcker reingezogen. Ich hatte zwar am letzten Tag die ganze Zeit Hunger, aber ich hätte auch nie gedacht, dass unser Meeting so lange dauern würde und darum war ich nicht optimal vorbereitet mit mitgebrachtem Essen. Das muss ich beim nächsten Mal bedenken.

Nun wird aber erstmal wieder Wäsche gewaschen, denn in ein paar Tage heißt es wieder Koffer packen für Hamburg!!! Ich freue mich schon megamäßig auf all die tollen kulinarischen Highlights, das Justin Timberlake-Konzert (kreisch!!!) und ein paar liebe Menschen, die wir dort treffen werden.

Übrigens: mein Mann war ja nun 2 Tage lang Strohwitwer. Und trotzdem hat er vegan gegessen. Er hat mal die neuen BBQ-Veggie-Sachen von Aldi getestet. Wir hatten aber noch keine Gelegenheit, darüber zu sprechen. Ich muss die Dinger auch mal probieren und demnächst gibt es dann bestiummt bei Deutschland is(s)t vegan nen Bericht von mir, so wie bereits über andere Produkte von Aldi.

Ergänzung: die Produkte haben uns leider gar nicht geschmeckt, siehe mein Testbericht hier: www.deutschlandistvegan.de/veganes-bbq-grillsortiment-bei-aldi-sued

Nun bleibt mir noch, Euch einen schönen 1. Mai zu wünschen und hoffe, Ihr habt ein paar schöne freie Tage (vor allem, wenn Ihr am Freitag wie ich Brückentag habt). In meiner Heimatstadt habe ich zusammen mit ein paar Bekannten einen Stand für den 1. Mai organisiert mit dem Motto "Befreiung hört nicht beim Menschen auf!". Dort werden wir vegane Döner, Baklava und Kuchen verkaufen und ein bisschen Infomaterial unter die Menschen bringen. Bitte drückt uns die Daumen, dass es nicht regnet und viele Leute vorbeikommen. Und vor allem, dass viele mal veganes Essen probieren wollen. Seid Ihr aus der Pfalz oder sonstwie aus der Nähe von Frankenthal? Dann schaut doch mal vorbei. Hier das Facebook-Event:

www.facebook.com/events/Veganer Stand bei "1. Mai"-Kundgebung


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