Sonntag, 29. September 2013

O'zapft is! Oktoberfest 2013 - Vegan auf der Wiesn


Ich hatte dieses Jahr ganz feste Pläne für die Wiesn. Vor allem, nachdem - auch neben dem veganen Oktoberfest auf dem Marienplatz - auf einmal so viele vegane Essensmöglichkeiten aufgetaucht sind, wollte ich nach vielen Jahren endlich mal wieder hin. Doch Leben ist das, was passiert, während man gerade andere Pläne schmiedet.

Also kurz gesagt: es war eine schöne, relativ spontane Idee und wir hatten sogar schon ein einigermaßen bezahlbares Hotelzimmer gebucht (Übernachten in München ist eh nicht so besonders günstig, aber während des Oktoberfest ist es SAUTEUER!). Aaaaaber ohne einen Tisch zu reservieren wird es schwierig, einen Platz zu bekommen. Und ohne Platz -> kein Essen oder Trinken! Okay, es gibt nicht nur in den Zelten veganes Essen, sondern auch Ofenkartoffeln, Reiberdatschi, gebrannte Mandeln usw. aber dafür extra 4 Stunden nach München fahren, jede Menge Geld ausgeben und dann nicht sicher sein, ob man einen Platz bekommt? Das war uns dann doch etwas zu stressig, vor allem weil wir wegen der doofen Arbeitszeiten meines Mannes erst Samstag Mittag hätten losfahren können und sonntags hätten wir dann schon wieder heimfahren müssen.

Und da wir ja demnächst nach Florida fliegen, haben wir keine Restuarlaubstage mehr und eigentlich müssen wir gerade auch ein bisschen für den Urlaub sparen. Also ist es wahrscheinlich besser, dass es nicht geklappt hat. Aber nächstes Jahr machen wir die Wiesn unsicher, nur eben weiter im Voraus geplant und besser organisiert ;)

Also falls Ihr hinfahren wollt, lest dazu bitte Claudis Blogeintrag mit supervielen Tipps rund um veganes Essen auf dem Oktoberfest!


Falls Ihr wie ich dieses Jahr jedoch nicht nach München fahren könnt, dann lasst das Oktoberfest doch einfach zu Euch kommen mit ein paar leckeren Wiesn-Spezialitäten.

Leckere Wheaty Weiße, außerdem Senf und Aufstriche von Zwergenwiese, dazu Rettich und Radieschen
Für mich gehört zu einem Jahrmarkt auch ein Lebkuchenherz. Darum habe ich mich am Wochenende dazu entschieden, mir einfach eines zu backen.

Rezept Lebkuchenherz




Zutaten für zwei Herzen:

  • 500g Mehl
  • 200g gemahlene Mandeln
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Natron
  • etwas Zitronensaft
  • 150g Agavendocksaft
  • 2 Esslöffel Lebkuchengewürz
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 1 Hand voll gehackte Datteln
  • 400 ml Mandeldrink
  • Wasser(falls notwendig)
Leider scheint die Waage von meinem Thermomix kaputt zu sein, darum kann man sich nicht ganz auf die Mengenangaben verlassen. Am besten seid Ihr beim Nachbacken erstmal vorsichtig mit der Flüssgkeitsmenge und gebt die Mandelmilch nach und nach dazu. Sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen, könnt Ihr auch einfach noch etwas Wasser dazugießen.

Ein Herz braucht im Backofen bei 175° ungefähr 30 Minuten. Mein Silikonherz hat übrigens die Maße 28 x 24,5 x 3 cm.


Liebesäpfel

Auch Liebesäpfel kann man zuhause selbst zaubern. Ein schönes Rezept dafür gibt es z.B. hier.


Weißwurstsuppe mit Laugencroutons

Zutaten:
  • Kartoffeln
  • Rettich
  • 1 Zwiebel
  • Gemüsebrühe
  • Weißbier
  • Wheaty Weiße
  • 2 TL süßer Senf
  • Schnittlauch, Majoran
  • Pfeffer
  • Laugenstange oder Brezel
Die Zwiebel, die Kartoffeln und den Rettich schälen, würfeln und kurz anbraten. Dann die in Scheiben geschnittene Weißwurst dazugeben. Danach mit Weißbier und Gemüsebrühe aufgießen, den süßen Senf hineinrühren und mit Pfeffer, Majoran und Schnittlauch würzen. Die Suppe solange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Parallel das Laugengebäck klein schneiden, kurz in Öl anbraten und beim Servieren mit in die Suppe geben.


Vegane Käsespätzle


Für vegane Käsespätzle habe ich ein tolles Rezet bei Vegan Guerilla entdeckt. Ich habe es allerdings etwas abgewandelt. Statt Wasser habe ich 50/50 Wasser und Sojamilch gemischt und zusätzlich zum Wilmersburger Pizzaschmelz habe ich eine ordentliche Portion Hefeflocken für den Geschmack hinzugegeben. Außerdem habe ich die Käsespätzle in einer Pfanne angebraten (so macht meine Mama das auch immer). Wie man die Spätzle richtig schabt, habe ich in einem Videovon Koch's vegan gelernt. Und gewürzt habe ich mit Salz, Peffer, etwas Muskat und einer Prise Paprika.

Zutaten für 2 große Teller:

  • 400g Mehl (am besten 405er Spätzlemehl)
  • 4 EL Sojamehl
  • 200 ml Sojamilch
  • 200 ml Wasser
  • etwas Salz
  • 2 kleine Zwiebeln
  • Veganer Käse nach Geschmack (z.B. Wilmersburger Pizzaschmelz) und Hefeflocken
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Paprika zum Würzen 
  • Rapsöl mit Butteraroma
Zuerst den Spätzleteig anrühren und dann wie in dem Video erklärt Spätzle schaben und kochen. In einem Sieb mit altem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Dann das Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen und die kleingehackten Zwiebeln kurz anschwitzen, dann die Spätzle hinzugeben und würzen. Zum Schluss den Käse und die Würzflocken hinzufügen und schmelzen lassen. Wenn man mag, gibt man zum Abschluss noch ein paar Röstzwiebeln obendrauf. Total würzig, cremig und lecker!

Kommentare:

  1. Ich war noch nie am Oktoberfest, wollte aber immer mal gehn. Schlussendlich gehts mir jedes mal gleich wie dir dieses Jahr. Ich muss auch ca. 5-6 Autostunden einplanen und die Kosten sind mir dann immer zu hoch...das Oktoberfest selber ist ja auch nicht günstig. Ich plane das Geld dann auch immer für andere Reisen ein;) Irgendwann möchte ich aber hingehen und es erlebt haben, immerhin ist es weltweit bekannt und ich war als deutsche noch nie da;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  2. Das ist total kreativ und schreit nach einer veganen Oktoberfest-Party!
    Merci für die Inspiration.

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  3. Ich war dieses Jahr nach 4 Jahren Abstinenz mal wieder auf der Wiesn (ich studiere momentan in Potsdam und komme einfach nicht mehr so oft runter)... Es war mal wieder voll schön und ich bereue auch die weite Fahrt kein bisschen. Meine Nicht ist gerade 3 geworden und konnte dieses Jahr auch mit auf die große Wiesn und die vielen Fahrgeschäfte nutzen. Die Trinkerei am Abend im Zelt gefällt mir eigentlich eh nicht so gut. Als Vegie konnte ich mich auch nicht beklagen und habe eine gute Auswahl gefunden, besonders lecker fand ich eine Grießnockerlsuppe und Ausgezogene als Nachtisch. Vielleicht als Tipp für nächstes Jahr kann ich dir Carsharing empfehlen, wir waren in einem Auto mit fast nur Wiesn-Touris und hatten schon auf der Fahrt eine Riesen-Gaudi! Falls ich nächstes Jahr noch in Potsdam bin, dann mache ich auch eine Oktoberfestparty im Wohnheim, Ideen hab ich jetzt genug!

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