Sonntag, 21. April 2013

Mexican Vegan Food: Tamales und Hibiskus Margarita

An dieser Stelle einen mehr als großen Knutscher Richtung Hannover zu Lena von A Very Vegan Life! :-*


Wir lieben beide mexikanisches Essen (siehe Burrito Contest, bei dem ich letztes Jahr mit einem meiner Rezepte den 3. Platz gemacht habe) und außerdem haben wir uns schon das ein oder andere Tauschpaket hin- und hergeschickt. Letzte Woche bekam ich wieder mal eins von ihr. U.a. waren darin getrocknete Hibiskusblüten, mexikanische Gewürze und außerdem getrocknete Maisblätter für Tamales.

Wir wollen nächstes Jahr nach Mexiko fliegen, sie hat mir also einen riesigen Gefallen mit diesen Zutaten getan! So kann ich wieder neue Sachen ausprobieren und mich gleichzeitig auf den überüberüberübernächsten Urlaub freuen ;) 

Hier sind meine Rezepte für Euch:

Tamales


Man kann die Tamales mit verschiedenen Füllungen zubereiten. Ich habe mich für eine aus Sojahack, Chilibohnen, Paprika, Tomaten und Zucchini entschieden.

Zuallererst werden die getrockneten Maisblätter in kochendem Wasser ca. 1 Stunde eingeweicht. Die Blätter sollten alle unter Wasser sein, deshalb am besten noch mit einer Schüssel und einem Teller beschweren.


In der Zwischenzeit die Füllung und den Teig vorbereiten.

Für die Füllung:

  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 rote Paprika 
  • eine Hand voll Kirschtomaten
  • 1 Dose Chilibohnen
  • 2 Hand voll Sojaschnetzel


Zwiebel klein hacken, zusammen mit der klein geschnittenen Zucchini, der roten Paprika und der gepressten Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anbraten.Anschließend die klein geschnittenen Tomaten, die Bohnen und die Sojaschnetzel hinzugeben. Mit etwas Wasser ablöschen und mit Chili-Gewürzmischung würzen (z.B. von Fuego). Danach pürieren und beiseite stellen.

Für die "Masa" (Teig):

  • 400g Maismehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Öl
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 10 – 12 getrocknete Maisblätter
  • Vorbereitete Füllung
Maismehl mit Backpulver, Öl und Gemüsebrühe zu einer Teigkugel verkneten. Am besten nicht gleich die ganze Brühe unterrühren, lieber nach und nach, sonst wird der Teig zu weich.


 

Wenn die Maisblätter weich genug sind, zuerst eine kleine Kugel Teig darauf verstreichen, anschließend ca. 2 EL Füllung darauf geben. Ich habe noch etwas Wilmersburger Pizzaschmelz dazu gegeben. Einfach nur so, weil ich Bock hatte.

Dann werden die Tamales mit Hilfe des Maisblattes zusammengerollt und unten umgeklappt. Oben bindet man sie mit einem Bändchen zu. Dafür eignet sich hervorragend ein schmaler Streifen aus einem Maisblatt, das lässt sich ganz leicht abreißen.

Anschließend werden die Tamales für 1 Stunde dampfgegart. Wieder einmal bin ich sehr froh, meinen Thermomix zu haben, denn mit dem kann man auch dämpfen. Nach 1 Stunde wickelt man die Blätter ab und legt die leckeren Röllchen auf einen Teller. Dazu serviert man Salsasauce.

Kasmir fand wohl den Geruch so lecker, dass er sich eines der Maisblätter aus dem Müll gefischt hat und genüsslich daran geschnuppert und geleckt hat ;)






So ungefähr sehen die Tamales dann von innen aus
Alles in allem ist das eine zeitwendige Angelegenheit, allerdings hat das Rollen der Tamales auch etwas sehr Meditatives. Man darf sich eigentlich nichts anderes vornehmen, weil man mindestens die eine Stunde braucht zum Einweichen der Blätter und anschließend eine weitere zum Dämpfen. Zwischendurch noch das Rollen, also ein Sonntag wie heute ist dafür perfekt.


Sojasteaks mit Limetten-Tequila-Sauce und Mexiko-Reis

 

Zutaten (für ca. 4 Personen):
  • 4 Soja Big Steaks
  • Gemüsebrühe
  • Rauchsalz
  • Gewürz Scharfmacher von Sonnentor
  • Tequila
  • Limettensaft
  • Agavensirup
  • brauner Soßenbinder, z.B. von Biovegan
  • 500g Reis
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 rote Paprika
  • 1 Dose Mais
  • 1 Dose Chilibohnen


Die Big Steaks in Gemüsebrühe einweichen und anschließend ausdrücken. Dann mit Scharfmacher Gewürz und Rauchsalz würzen und in Olivenöl anbraten.

Wenn die Steaks fertig sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen. Etwas Tequila und Limettensaft (jeweils ca. 2-3 EL) in den "Bratensaft" geben und etwas reduzieren lassen. Anschließend ca. 250 ml Gemüsebrühe und ein bisschen Agavensirup dazu geben, mit braunem Soßenbinder abbinden und eindicken lassen.

Den Reis kochen. Die Zwiebel und die Paprika klein schneiden und anbraten, den Reis dazu geben und anschließend Mais und Bohnen dazu schütten. Alles zusammen mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß würzen und noch ca. 5 Minuten in der Pfanne dünsten.

Alles zusammen servieren, die Soße über die Steaks geben und genießen. 

Champurado (Maisschokolade)

Champurado ist eine dickflüssige heiße Schokolade mit Maismehl. Eine leckere Süßigkeit für nach dem Essen.

Das Rezept dazu habe ich hier gefunden. Statt Milch habe ich Mandelmiclh verwendet und statt Zucker Agavensirup.



Anschließend ist Cocktail-Time. Typisch für Mexiko sind die süffigen Margaritas.

Classic Margarita
  • 4 cl Tequila
  • 2 cl Orangenlikör (z.B. Triple Sec)
  • 2 cl Zitronen- oder Limettensaft 
  • Eiswürfel

Margarita-Gläser am oberen Rand in etwas Zitronen- oder Limettensaft tauchen, anschließend in Salz für den obligatorischen Salzrand. Dann alle Zutaten zusammen mit etwas Eis in einem Shaker schütteln und in das vorbereitete Glas geben.

Neben dem Mai Tai, den ich auf Hawaii kennen und lieben gelernt habe, ist der Margarita mein Lieblings-Cocktail (und das, obwohl ich eigentlich gar keinen Tequila mag!).

Hibiskus Margarita



Dies ist eine sehr leckere Abwandlung des Rezepts. Für den Hibiskus Margarita muss man zunächst einen Sirup einkochen. Und das geht so:

Zutaten für den Hibiskus-Sirup:
  • 1 Tasse getrocknete Hibiskusblüten (das war genau die Menge, die ich an Blüten hatte)
  • 1/2 Tasse Zucker
Zunächst das Wasser erhitzen, dann die Blüten und den Zucker hinzugeben und das Ganze ca. 1 Stunde lang einkochen lassen. Den Sirup dann durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.  




Zutaten für die Margaritas:
  • 4 cl Tequila
  • 2 cl Orangenlikör
  • 2 cl Limettensaft
  • 1 Schuss Hibiscus Sirup
  • Eiswürfel
Genauso zubereiten wie den Classic Margarita inkl. Salzrand für das Glas und anschließend genießen.

Blutorangen Margarita

Eine weitere Variante ist der Margarita mit Blutorangensaft.

 

Zutaten:
  • 4 cl Tequila
  • 2 cl Orangenlikör
  • 2 cl Limettensaft
  • 3 cl Blutorangensaft (von Dennree, der ist vegan)
  • etwas Agavensirup zum Süßen
Zubereitung ebenfalls wie beim Classic Margarita, aber für den Slazrand habe ich Blutorangensaft verwendet.


So, das war's für heute. Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende. Weitere Mexiko-Rezepte werden diese Woche auf Lena's Blog A Very Vegan Life folgen.


Viva la Mexico!
 

Kommentare:

  1. Meinst du man kann die Dinger oben auch ohne Maisblätter irgendwie machen?

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    1. Stelle ich mir irgendwie schwierig vor, vielleicht mit Backpapier? Aber die Masiblätter lassen eben sowohl de Feuchtigkeit durch, als auch sie geben Eigengeschmack an die Tamales ab. Aber versuchen kannst Du es ja mal. Gibst Du mir dann bitte Rückmeldung Würde mich ja auch mal interessieren...

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