Sonntag, 7. April 2013

Israel - Mama im gelobten Land


Nachdem meine Mutter mit mir 2011 auf Antigua war, hat sie Blut geleckt (bzw. Kerosin) und Gefallen an Fernreisen gefunden. Und da hat sich eine tolle neue Gelegenheit ergeben: auf einer Israel-Rundreise, zu der auch Freunde meiner Eltern angemeldet waren, ist ein Platz frei geworden. Robert und Lissy sind schon seit vielen Jahren Israel-Fans und regelmäßig dort.


Meine Mama bei Reiseantritt (mit klitzekleinem"V"eltenbummler-Button an der Tasche ;)

Noch ein kleines zusätzliches Vorwort kann ich mir allerdings nicht verkneifen:

In meiner Familie ist niemand besonders religiös, aber ich halte Israel für ein sehr interessantes Land. Und auch wenn die meisten Sehenswürdigkeiten eben religiöser Natur sind, so sind sie dennoch beeindruckend und ich beneide meine Mutter sehr um diese Erfahrung. Aber nur weil wir nicht gläubig sind, respektieren wir dennoch den Glauben anderer. Deshalb hoffe ich nicht, dass irgendwelche blöden Kommentare in diese Richtung unter dem Reisebericht hinterlassen werden. Als Veganer wollen wir ja auch nicht von Leuten mit anderer Überzeugung verbal angegriffen werden. 

Natürlich fragen auch viele Leute "Was, Israel? Wie kann man denn bitte nach Israel in Urlaub fliegen?" Bei der ganzen Kritik an Israel, die mir immer wieder zu Ohren kommt, fällt mir eines auf: wie sonst bei keinem anderen Land wird sehr stark verallgemeinert (DIE Israelis) und vor allem wird sehr gerne von Israel automatisch auf ALLE JUDEN geschlussfolgert. Aber mal ehrlich, sind wir denn immer mit allem so einverstanden, was unsere Regierung so macht? Ich kann von mir jedenfalls mit Fug und Recht behaupten, dass ich die aktuelle Bundesregierung nicht gewählt habe ;) Bei Berlusconis Bunga-Bunga-Parties z.B. schließt ja auch niemand auf ALLE Italiener oder noch besser ALLE Christen oder ALLE Katholiken! Also warum tut man das bei Israel und den Juden? Das wollte ich nur mal so als kleinen Denkanstoß vorausschicken ;) Reisen sind das Todesurteil für jegliche Vorurteile - wenn man ein Land besucht hat und mit Menschen dort gesprochen hat, hat man gleich einen ganz anderen Bezug dazu.

Vor lauter Aufregung kann ich nicht schlafen und verbringe die Nacht vor dem Abflug vor dem Fernseher. Als der Wecker um 5.00 Uhr klingelt, bin ich bereits am Kaffee kochen. Ich bin dann auch viel zu früh am Flughafen, aber lieber zu früh als zu spät. Mein Handgepäck ist geschmückt mit einem Button von Linda "V"eltenbummler - Vegan Verreisen.



Der Flug von Frankfurt nach Tel Aviv dauert ca. 4 Stunden. Vom Ben Gurion Flughafen aus ging es dann erstmal Richtung Noden an den See Genezareth (auch Galiläisches Meer oder See von Tiberias genannt), 212 m unter dem Meeresspiegel gelegen, nach Nof Ginnosar, wo wir in einem Kibbutz übernachtet haben.






Boker Tov! Das bedeutet guten Morgen und so werden wir im Bus am 1. Tag in Israel begrüßt. Und los geht es zur vormittäglichen Besichtigung der christlichen Stätten am See Genezareth.

Tabgha
Tabgha, am Nordufer des See Genezareth gelegen,  war das erste Ziel unserer Reisegruppe. 

Kirche der Seligpreisungen aus grauem Baslat und weißem Kalksanstein, gebaut vom italienischen Baumeister Barluzzi

Bodenmosaike auf dem Vorplatz der Kirche der Seligpreisungen


Der Altarraum wird von einem offenen, gewölbten Gang umgeben.


Die Fenster der Außenwand bieten einen Panoramablick über den See Genezareth




See Genezareth 
Der See Genezareth liegt ca. 212 m unterhalb des Meeresspiegel ca. 130 km von Jerusalem entfernt. Der See ist 21 km lang und 9 km breit - dies ist der See, wo Jesus angeblich über's Wasser gelaufen ist. Hier liegen z.B. Kapernaum, wo Jesus die Bergpredigt gehalten haben soll.

Kapernaum am See Genezareth
Kapernaum wird nicht nur von Christen verehrt, sondern auch von Juden. Größtenteils sind hier jedoch Christen azutreffen. Jesus hat hier einige Jahre gelebt, aber von dort stammen auch einige seiner Jünger wie z.B. Petrus. Besichtigen kann man hier die Überreste der Synagoge, wo Jesus während seiner Zeit als Wanderprediger gelehrt haben soll.



Lissy vor dem Eingang zu Kapernaum

Statue des Petrus, des Fischers von Kapernaum








Unser nächstes Ziel ist Tabgha am Nordufer des See Genezareth. Hier steht die wunderschönen aus Stein gebaute Brotvermehrungskirche. Hier ist eine kleine Gemeinschaft von deutschen Benediktinern beheimatet.





Im Hintergrund sieht man den See Genezareth


Die Brotvermehrungskirche gilt als Ort, wo die "Speisung der Fünftausend" stattfand. Das Bild der fünf Brote und zwei Fische ist in dem Mosaik in der Kirche vor dem Altar wieder zu finden.








Die Primatskapelle, ebenfalls direkt am Seeufer in der Nähe der Brotvermehrungskirche, war total zerstört und wurde erst 1933 von Franziskanern aus schwarzem Basalt auf den Überresten einer Kirche aus dem 4. Jahrhundert wieder aufgebaut.





Auf der Weiterfahrt zu unserer mittäglichen Einkehr sehen wir Olivenbäume, Eukalyptus, Mangos und Avokado (beides für den Export), aber auch Zierpflanzen wie Bouganville in allen Farben von gelb, orange bis hin zu tiefstem Lila.

Im Fischerdorf Migdal (Magdala – Heimat von Maria Magdalena) ist im einzigen Restaurant des Ortes das Mittagessen für uns bestellt.

Fallaffel und Humus
Gut gestärkt und bereits etwas müde fahren wir weiter zum nächsten Programmpunkt Bet She'an

Bet Sche'an
 



Wir fahren entlang des Sees durch Tiberias Richtung Süden, zu einer der wichtigsten archäologischen Stätten Israels - es ist sehr windig, aber warm. Im Nationalpark angekommen, fahren wir mit einem kleinen Bähnchen direkt an die Ausgrabungen. Hier bekommen wir an einem Modell die Stadt erlärt. 



Bet She'an, oder auch Skythopolis, ist eine sehr beeindruckende Ausgrabung aus römisch-byzantinischer Zeit. Gut erhalten sind die „Bäderabteilung“ oder auch der von Säulen gesäumte Cardo welches ein sehr anschauliches Bild vom einstigen Prunk der Stadt vermittelt.









Safed

Am nächsten Tag fahren wir zum besseren Kennenlernen des Judentums die Stadt Safed. Die Stadt liegt 840m hoch auf einem der höchsten Berge des oberen Galil.

Weltbekannt ist die Stadt in den Bergen, weil shier ungewöhnlich viele geistige Lehrer, Torah-Weise, Mischnah-Lehrer, Talmudisten und große Kabalisten gelebt und gewirkt haben.



Auf der Strecke folgt die Rundfahrt über die Golanhöhen.

Golan



Katsrin ist die Hauptstadt des Golan. Hier machen wir außerhalb in einem Gewerbegebiet mit Einkaufsmöglichkeiten Station. Der Bus muss getankt werden und wir dürfen die Gelegenheit nutzen, im Eiltempo einzukaufen.

Danach geht es weiter und wir sind am letzten Tagesordnungspunkt der Besichtigungen für heute angekommen, wir besuchen die Weinkellerei Golan Heights Winery.


Golan Heights Winery

Wir machen eine Führung durch die Fass-Lagerung und dürfen anschließend Wein verkosten. Laut Info ist er mit der Beste und wird in aller Herren Länder exportiert. Man kann hier auch Wein kaufen, ich entscheide mich aber für ein spezielles Olivenöl, das ich Linda mitbringen möchte.



Koschere Weine sind im Übrigen immer vegan (nähere Infos im Rezept-Teil).

Zippori

Am 4. Tag besichtigen wir die Ausgrabungen von Zippori, die vor allem durch die großartig erhaltenen und detailreichen Mosaikböden bestechen.

 




Danach fahren wir dann weiter an der Küste entlang nach Norden ins ehem. Gebiet Zebulon. Ziel ist die einstige Kreuzfahrerstadt Akko am Mittelmeer gelegen.

Wir beginnen mit einer kleinen Shopping-Tour in einem sehr schönen Laden mit handgemachten Gold-/Silber- und Kupferarbeiten sowie anderen Souvenir-Artikeln.


In der einstigen Hafenstadt Akko bewundern wir die Größe der Kreuzfahrerstadt, die zum Teil unterirdisch liegt. Sie ist immer noch nicht vollständig ausgegraben. Auch sie ist mehrfach in der Bibel erwähnt. Hier hat Achmed el Shazar (genannt der Schächter) sein berühmt berüchtigtes Unwesen getrieben. Die riesigen Gewölbe sind aus Sandstsein.





Wir sehen die ehemalige Karawansere:


Anschließend gibt es Mittagessen mit süß-sauer eingelegtem Gemüse.




Blick aufs Mittelmeer
 

Nazareth 

Wir besichtigen die katholische Verkündigungskirche, eine Kirche der Franziskaner. Auf dem Vorplatz steht der Marienbrunnen und die Wände in den Arkaden sind mit wunderschönen Mosaik-Marienbildern aus verschiedenen Ländern geschmückt.



Katholische Verkündigungskirche

Der Platz, an dem Maria vom Engel erfahren haben soll, dass sie ein Kind erwartet, liegt im unteren Bereich, auf die wie von einer Empore aus herabgeblickt werden kann. Die Verkündigungsgrotte ist durch eine Metalltür gesichert In der ganzen Kirche herrscht erhabene Stille und von den Reiseleitern wird nur das Nötigste im Flüsterton gesprochen. Es sind sehr viele Gläubige unterwegs, die sich bekreuzen und im Gebet verharren. 

Judäische Wüste


Das ist die judäische Wüste - erinnert an eine Krater-/Mondlandschaft. Trotzdem ist der Boden sehr fruchtbar, wenn er denn mal von dem wenigen Regen Wasser bekommt.

Wir sind hier sehr nahe der Grenze zum Libanon - man kann die Hand danach ausstrecken.


Wir passieren einen der wenigen Grenzposten und fahren durch ehemals gesperrtes militärisches Gelände an die Taufstelle Jesu am Jordan, nahe Jericho gelegen. 

Der Jordan ist hier nicht besonders breit und am anderen Ufer sehen wir die Touristen in Jordanien.

Der am gegenüberliegenden Ufer stehende Holzverschlag ist bereits Jordanien.
Wir sind hier nur ca. 15 Min. an der Taufstelle von Jesus. Die Ortsangabe scheint zu den biblischen Überlieferungen sehr authentisch zu sein. 

Das Wasser ist schlammig braun - Wir strecken die Füße hinein und machen Fotos. Andere Pilger nutzen die Gelegenheit zum Bad darin. Das Netz in der Mitte des Flusses markiert die Grenze zwischen Israel/Jordanien.


An der ältesten Stadt der Welt Jericho und am Berg der Versuchung vorbei geht es weiter nach Qumran am Toten Meer. Inzwischen sind wir 400 m unter dem Meeresspiegel. Wir sehen einen einführenden Film und besichtigen dann die Ruinen der ehemaligen Siedlung. Hier hielt sich einer These nach die Gruppe der Essener auf und hier wurden die berühmten Schriftrollen in 11 verschiedenen Felshöhlen gefunden. Beeindruckend sind die Zisternen, Wassergräben und Tauchbecken.
Im SB-Restaurant Mini-Salat, 1 kleines Pitta, 1 Soda
Unser Ziel ist die Oase En Gedi.

Klippdachs oder Klippschliefer

Wir spazieren durch die Oase mitten in der judäischen Wüste, in dessen Mitte ein Wasserfall zu sehen sein wird. In einiger Entfernung vom Weg aus sehen wir, wie bereits am See Genezareth, Klippschliefer sowie einen starenähnlichen schwarzen Vogel mit orangefarbeben Streifen.


Die Sonne brennt unaufhörlich un der Anstieg zum Wasserfall ist sehr beschwerlich. Der Ausblock entlohnt aber für die Mühen.

Totes Meer
Nachdem wir En Gedi verlassen, sind wir nachmittags am tiefsten Punkt der Erde, wir sind jetzt 400 m unter dem Meeresspiegel am Toten Meer und beziehen das Hotel Leonardo. Sehr modern, mit Pool und riesigem Spa-Bereich mit Massagen.

Nach Zimmerbezug baden wir im Toten Meer. Ich kann gar nicht erwarten auszuprobieren, ob ich tatsächlich Zeitung im Wasser lesen kann. Ich bin zwar sehr misstrauisch und vorsichtig, aber es funktioniert tatsächlich. Für diesen Anlass habe ich Extra ein Prospekt der LINDA-Apotheke dabei.



Nach anfänglicher Scheu fühle ich mich dann doch sehr wohl im Wasser und es macht sogar Spaß. Das Tote Meer hat einen Salzgehalt von ca. 32%, das Wasser ist für den Menschen ungenießbar. Allerdings hat es sehr viele Mineralien und soll gegen Hautleiden wie Psorias, Neurodermitis usw. helfen. Auch Nervenerkrankungen werden hier erfolgreich behandelt. 




Massada, die Felsenfestung von König Herodes

An Tag 6 konnten wir ausschlafen und nochmals baden. Die nächste Attraktion ist Massada. Wir besteigen die Seilbahn – und auf geht’s!

Man erklärt uns die einzelnen zum Teil gut erhaltenen Ruinen und warum Herodes drei Paläste auf die Felsnase bauen ließ. Natürlich hören wir auch die Geschichte der Juden, die hier oben lieber Selbstmord begingen, als in römische Gefangenschaft zu kommen. Beeindruckend zu sehen ist noch heute die Aufschüttung zur Rampe, auf der die Römer ihre Wurfgeschosse platzieren konnten.

Dann geht es wieder mit der Seilbahn abwärts. Dabei kann man von oben gut die „Basislager“ der Römer erkennen. Vom Parkplatz aus sehen wir einen in den Fels gehauenen Weg, der nach oben führt. Nachträglich sind wir doch froh darüber, diesen bei den herrschenden Temperaturen nicht haben laufen müssen, sondern trotz des bei einigen vorherrschenden Baugrumelns die Seilbahn die Anstrengung für uns übernommen hat. 

Hier lernen wir, was der Spruch „die Wüste lebt“ bedeutet. Wir stehen in unscheinbarem Geröll und man zeigt uns, dass es unter den Gesteinsbrocken grünt und blüht.

Die Wüste lebt


Von hier aus haben wir auch einen herrlichen Blick auf das griechisch orthodoxe St. Georg-Kloster, das wie ein Vogelnest am Felsen klebt. Hier leben ledigloch 3 - 4 Mönche.

Jerusalem 

Abends im Hotel angekommen, gibt es reichhaltiges Buffet - auch eine Menge vegane Gerichte stehen zur Auswahl.

Hummus, Salate und Gemüse

Süße Wassermelone

Sehr praktisch: hier sieht man gleich die Begriffe für die Lebensmittel, die Veganer meiden wollen: Käse, Wurst und Ei ;)

Bethlehem

Am 7. Tag besichtigen wir Betlehem. Die Stadt ist sehr widersprüchlich. Es geht vorbei an modernen Bauten und eine erst vor einigen Jahren eingeweihte Straßenbahn zur Stadtmauer mit ihrem historischen „Inhalt.

Nach rund 9 km Entfernung sehen wir die hohe Mauer, die die Westbank von Israel abtrennt; auch das ist Israel! Ohne Probleme und große Kontrollen fahren wir nach einem Halt zur Geburtskirche von Jesus.


An der  Geburtskirche abgekommen müssen wir dort noch etwas mehr als 2 h anstehen, bis wir an den Geburtsstern kommen. Geduld ist gefragt, denn die Warteschlange zur Geburtsgrotte mit dem silbernen Stern ist lange.

Also erstmal wieder ein paar Fakten: Der Kirchenbau wurde vor 335 eingeweiht und war eine fünfschiffige Basilika von 27m Länge. In ihr wurde ab dem 2. Jahrhundert die Höhle als Geburtsstätte Jesu verehrt. In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhundert wurde das Gotteshaus vollständig neu erbaut. Im Boden der Basilika befindet sich eine Öffnung, die einen Teil der reichen Mosaikböden aus den Zeiten Kaiser Konstantins und seiner Mutter Helena zeigen.

Der 14-zackige Stern in der Grotte der Geburtskirche Bethlehem
Danach ging es zum Shopping in die Neustadt von Jerusalem.Wir laufen durch das riesige Zentrum, das sich von anderen Großstädten nicht unterscheidet. Von Bekleidung, Kosmetik, Schmuck, Schuhen und Taschen bis hin zu Restaurants und Cafes ist alles vertreten.
In einem Geschäft finde ich für Linda ein paar silberne Ohrringe mit 2000 Jahre altem grünem Glas (mit Zertifikat), einem Schmuckstück einer jemenitischen Königin nachempfunden.

Glücklich und zufrieden geht es dann wieder ins Hotel zurück. Am nächsten Tag steht die Besichtigung der Klagemauer an.

Klagemauer in Jerusalem
Nun geht es zum Ölberg. Wir beginnen an der Pater Noster Kirche – Vater unser Kirche. Jesus lehrte hier seinen Jüngern das Vaterunser Gebet. Der Bau der Kirche wurde 1874 von der französischen Prinzessin Aurelie de la Tour d’Auvergne veranlasst und wird heute von franz. Karmeliterinnen betreut. Das Grundstück galt schon seit der Kreuzfahrerzeit als Stätte der Geburt des Vaterunsers. Das Besondere hier ist, dass in allen Sprachen der Welt das Vater unser auf Kacheln an den Wänden hängt.

Von hier aus gehen wir den Ölberg abwärts, immer wieder mit einem kurzen Halt, um den Blick auf Jerusalem mit seiner Stadtmauer und den Tempelberg mit Felsendom und Al Aqsa Moschee zu genießen.

Direkt unter uns strahlen die goldenen Zwiebeltürme der russisch orthodoxen Magdalenenkirche.


Den nächsten Halt machen wir auf dem großen jüdischen Friedhof. Jeder fromme Jude möchte hier am Ölberg begraben werden.

Der Blick auf die Ostmauer Jerusalems zeigt das verschlossene goldene Tor. Nach christlicher Überlieferung zog Jesus durch dieses Tor in Jerusalem ein. Zur Kreuzfahrerzeit wurde es zweimal im Jahr geöffnet: an Palmsonntag und am Fest der Kreuzerhöhung. Sultan Süleymann ließ dieses Tor zumauern und versiegeln. Dies wird so interpretiert, dass er damit verhindern wollte, dass der Messias nach jüdischem Glauben am Ende aller Tage hier in die Stadt einziehen soll. Auch der muslimische Friedhof an der Ostmauer sollte dies verhindern helfen. 
Wir betreten den Tempelberg. Das Plateau ist beeindruckende 26 Fußballfelder groß.Die Moschee und der Felsendom sind seit dem Jahr 2.000 für Touristen nicht mehr zugänglich.


Der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel wölbt sich über den Fels Morija auf dem Abraham seinen Sohn Isaak (fast) geopfert haben soll. Die Kuppel hat genau denselben Durchmesser wie die der Grabeskirche. Die Kreuzfahrer machten den Felsendom zu einer Kirche und 1187 gab ihn Saladin wieder dem Islam zurück.
Der Felsendom ist eines der Hauptheiligtümer des Islam. Er ist der älteste islamische Sakralbau.

Von hier aus können wir die Gegenseite von morgens sehen: Ölberg und Gräberfeld


In Jerusalem blühen übrigens wunderschöne mediterrane Blumen, man fühlt sich fast ein bisschen wie in der Toskana.





Am 10. und vorletzten Tag ging es Richtung Tel Aviv, aber zuvor fahren wir zur Knesset, dem Ort des israelischen Parlaments. 

Gegenüber dem Haupteingang steht die 5m hohe bronzene Menora, der sieben-armige Leuchter, ein Geschenk der britischen Labourparty. 29 Reliefs zeichnen die Geschichte des jüdischen Volkes.

Israelmuseum


Hier stehen wir am Modell Jerusalems zur Zeit des zweiten Tempels vor der Zerstörung durch die Römer 70 n. Chr.

Danach gehen wir noch durch den Skulpturengarten des Museums und bekommen von Delilah, einer Freundin Annas, die im Museum arbeitet, fachmännische Auskunft. Sie ist Spezialistin für Art Kunst und erklärt uns u. a. die Edelstahl-Skulptur, die auf dieser Anhöhe so aufgestellt ist, dass sich im oberen Teil auf den Kopf gestellt, Jerusalem im Tal spiegelt.


LOVE auf hebräisch
Nach diesen schönen Dingen der Kunst fahren wir um die Mittagszeit weiter und sind gegen 14.00 Uhr am Ziel, einem düsteren Kapitel, das unsere beiden Länder verbindet.


Yad Vashem - Gedenkstätte und Dokumentationszentrum über den Holocaust 


Zunächst gehen wir in die dunkle Halle, die den 1,5 Millionen toter Kinder gewidmet ist. Fünf Teelichter reflektieren das Licht in der Spiegelwand so, als ob ein ganzer Sternenhimmel zu sehen ist. Aus dem Nichts ist eine Frauen- und eine Männerstimme hörbar, die die Namen, den Wohnort und das Alter jeden Kindes aufsagt. Es sind so viele, dass es Wochen dauert, bis alle aufgesagt sind. 

Wir laufen an einem Seil an der Wand entlang, das einen bis zum Ausgang führt.

Der Ausgang ist ein enger schmaler Gang, dessen Seitenwände sich am Ende öffnen wie Flügel und einen imposanten Blick auf Israel freigeben - bedeutet L E B E N . 


Als wir das Kinderhaus in die grelle Mittagssonne betreten, sind wir alle sehr still und jeder hängt seinen Gedanken nach


Halle der Erinnerung

Der Boden der Halle besteht aus einer Steinplatte, unter der die Asche aus den Konzentrationslagern begraben ist. Die Namen der 22 größten Konzentrationslager wie z.B. Dachau und Auschwitz sind in den Boden eingraviert, die exemplarisch für alle Orte der Vernichtung stehen. Die Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust steht in der Mitte der Halle und ist in Form eines zerbrochenen Bronzekelchs ausgeführt.



Bei Staatsbesuchen und dem Besuch der Gedenkstätte werden in dieser Halle Kränze niedergelegt und der Toten ehrend gedacht.

Weiter geht es zu weiteren Einrichtungen auf dem Gelände des Museums: 


Garden Communition

Hier stehen Namenstafeln mit den Helfern in der damaligen Zeit; da es immer wieder neue Erkenntnisse und Informationen gibt, kommen immer noch neue Tafeln dazu

Auch so kleine Hilfen, wie das stundenweise zur Verfügung stellen einer Wohnung, damit ein Jude aus dem Untergrund sich waschen und rasieren konnte und so nicht auffiel. Der Vorrat mit Lebensmitteln war dann auch aufgefüllt, so dass der Bedarf gedeckt werden konnte.

Auf dem Gelände wachsen riesige Ginster in einem leuchtenden kräftigen Sonnengelb, wie ich es noch nie gesehen habe.



Denkmal zur Erinnerung an die Deportierten 

Dieses Denkmal erinnert mit einem alten Reichsbahnwagen an die Transporte in die Konzentrationslager; der Waggon steht über dem Abhang auf einer ins Nichts führenden Brückenkonstruktion und ist ein originaler Transportwagen, der von der polnischen Regierung an Yad Vashem übergeben wurde. 

Der nächste Stopp ist das Tal der verlorenen Städte.

Tal der verlorenen Städte

Hier wird auf Steinwänden über 5000 jüdischer Gemeinden gedacht wird, die während der Shoa ganz oder teilweise vernichtet wurden.



Unsere Nachbarstadt Worms war auch betroffen


Tel Aviv

Die letzten beiden Nächte verbringen wir in Tel Aviv. Beschreibung der Stadt gemäß Hotel-Prospekt:

"Tel Aviv liegt 60 km von Jerusalem entfernt. Sie ist der perfekte Mix:orientalisch und westlich, sonnig und cool, spannend und entspannt, schnell und hektisch, doch am Strand entschleunigt und ruhig. Es ist eine Stadt zum Baden und zum Feiern - und all das kann man genießen, weil man sonst nichts verpasst. Seit Sommer 2003 darf Tel Aviv sich Unesco-Weltkulturerbe nennen. 

Tel Aviv ist ein Dorado für Architektur-Fans: Israels zweitgrößte Stadt wartet mit über 4000 teils wieder renovierten Gebäuden im Bauhaus- und im internatio-nalen Stil auf Ganze Straßenzüge wurden nach dem künstlerischen Credo „Die Form folgt der Funktion“ errichtet, Fenster verschmelzen bündig mit der Fassade, luftige Treppenaufgänge künden vom „demokratischen Wohnen“. Architektur-Fans kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus."


Am letzten Tag fahren wir zuerst mit Bus nach Jaffo, dem alten Teil von Tel Aviv.

Wir sehen den Wal aus der Geschichte von Jona und laufen weiter durch das Künstlerviertel mit dem schwebenden Baum.






In einer der Straßen der renovierten Altstadt haben sich Künstler und Geschäfte niedergelassen. Durch diese Fußgängerzone gehen wir zum ehemaligen Tel von Jaffa, wo wir wieder viel zur Entstehungsgeschichte des Ortes erfahren. Auf einer Skulpturin Form eines Tores, sind Teile der Geschichte des jüdischen Volkes zu sehen.



Im Park gehen wir über die Wunsch-Brücke, die reich verzieht ist mit den Sternzeichen. Wenn man an seinem eigenen Sternzeichen reibt, und sich etwas wünscht, geht dieser angeblich in Erfüllung.




Vom Park aus von hier oben hat man den schönsten Blick auf die gesamte Küstenlinie und die beeindruckende Skyline. Allerdings ist der Blick heute etwas diesig getrübt, verleiht dem ganzen aber ein besonderes Flair.









Vom Park aus laufen wir an der St. Peterkirche vorbei zum Bus, der uns nach Tel Aviv bringt. Wir beginnen im alten Viertel Neveh Zedek.





Auf dem Carmel Markt sehen wir viele Stände mit frischem Obst und Gemüse.
 







Am nächsten Tag geht es nach ein paar anstrengenden Tagen mit vielen schönen Eindrücken wieder nach hause.


Und lt. diesem Artikel der Jüdischen Allgemeine verzichten in Israel immer mehr Menschen komplett auf tierische Produkte:
www.juedische-allgemeine.de

Ebenso dieser Artikel der Welt:
www.welt.de/debatte/kolumnen/schmonzes/article126100411/Gefaehrden-Israels-Veganer-den-Weltfrieden.html

Das Land, in dem Milch und Honig fließen



Die traditionelle israelische Küche enthält viele Elemente der mediterranen Küche, ebenso sind orientalische Gerichte Bestandteil. Durch das warme Klima stehen viele Obst- und Gemüsesorten auf der Speisekarte, bei Obst vor allem Zitrusfrüchte.

Außerdem haben natürlich die jüdischen Speisegesetze einen großen Einfluss auf die Gerichte und deren Zubereitung. So ist zum Beispiel der gleichzeizige Konsum von Milch und Fleisch nicht erlaubt, das bedeutet für uns Veganer, dass Beilagen wie Hummus o.ä. mit großer Wahrscheinlichkeit keine Milchbestandteile enthalten und somit vegan sind. Es geht sogar soweit, dass es komplett unterschiedliches Kochbesteck, Topf und Pfanne, Geschirr usw. für Fleisch oder Milchprodukte gibt. 

In Israel kann man superfrisches Obst und Gemüse auf dem Markt kaufen, oft ist das sogar frischer und preisgünstiger als im Supermarkt.

Besonders beliebt in der israelischen Küche sind Couscous und Bulgur, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen (z.B. in Form von Hummus oder Falafel), Salat, Tomaten und Gurken, Avocados und Auberginen. Ebenso gibt es eine reiche Auswahl an Früchten wie z.B. Zitrusfrüchte, Datteln, Kaktusfeigen usw.


Wer sich für israelische Lebenmsittel interessiert, der kann diese im Internet bestellen wie z.B. bei www.israel-spezialitaeten.de. Ich habe mir z.B. ein paar Falefel, Mango-Curry-Sauce, Granatapfelsauce, Oliven, Olivenöl, Avocadoöl, Totes Meer-Salz, Wein und Schokolade nach hause schicken lassen.


Dunkle Schoki mit Dattelsyrup

Israel Rezepte

Gefüllte Pita-Brote mit Veggie Chicken Shawarma und gegrillten Auberginen


Shawarma Gewürzmischung:
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL gemahlene Koriandersamen
  • ½ TL Muskat
  • ½ TL Nelken
  • Salz und Pfeffer
  • 4 TL Sesam
  • Saft 1 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen
  • Etwas gehackte frische Petersilie und Koriandergrün
  • 1 TL Olivenöl

Außerdem:
  • Eisbergsalat
  • 2 Tomaten, gewürfelt
  • ½ Salatgurke, gewürfelt
  • 2 Essiggurken, gewürfelt
  • Etwas gehackte Frühlingszwiebeln
  • 1 Packung Veggie Hähnchenfilet von Vantastic Foods
  • 1 mittelgroße Aubergine
  • 1 Packung Pitabrot
Das Pitabrot auf dem Toaster rösten, dann zuerst auf der Innenseite mit etwas Olivenöl beträufeln und anschließend je nach Belieben füllen. Ich habe eine Variante mit Veggie Chicken gewählt und eine mit gegrillten Auberginenscheiben.

Das Shawarmagewürz mit etwas Olivenöl verrühren und das Veggie Chicken darin marinieren. Dann die Stückchen kurz anbraten.

Aubergine salzen und pfeffern und in einer Grillpfanne mit reichlich Olivenöl und frischen Kräutern und anbraten.

Dann Salat, Tomatenstücke, Gurkenstücke usw. in die Pitabrote legen und Veggie Chicken oder Aubergine dazu packen. Das Ganze kann man dann noch mit einer Joghurtsauce (natürlich aus Sojajoghurt) garnieren.

Joghurtsauce:
  • ca. 300g Sojajoghurt
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 2 TL Tahini 

Israelischer Salat 

Zutaten:
  • 1 Salatgurke
  • 3-4 Tomaten
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Avocado
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Bund Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • 1 gestrichener TL Agavensirup
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Avocadoöl (oder Olivenöl)
Das Gemüse und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, fein gehackter Petersilie, Zitronensaft und Agavendicksaft würzen, alles gut vermengen. Zum Schluss das Öl darüber gießen und alles noch mal umrühren.


Pitabrot

Brot ist ein wichtiger Bestandteil bei allen Mahlzeiten in Israel. Das bekannte Pitabrot ist sehr leicht in der Zubereitung und besonders lecker, vor allem mit Dipps wie Hummus oder gefüllt.

Zutaten:
  • 260g Mehl (man kann auchVollkornmehl verwenden)
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Olivenöl 
Die Zutaten zu einem Teig verkneten und etwas gehen lassen. Dann 5 Fladen daraus formen, abdecken und ca. eine halbe Stunde lang gehen lassen.

Ofen auf 260 C / Gasherd Stufe 10 vorheizen. 2-3 Fladen auf ein ofenfestes Gitter legen und dieses auf die Ofenschiene setzen. Brote 4-5 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht zu bräunen beginnt. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, dann sind sie verzehrfertig.

Pita mit Hummus und Salat mit Falafeln


Hummus

Zutaten:

  • 1 Dose Kichererbsen (400g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl 
  • 2 EL Zitronensaft 
  • 2 EL Tahini Sesampaste
  • etwas Salz
  • Kreuzkümmel und Paprikapulver zum Abschmecken
Kichererbsen abschütten und zusammen mit dem restlichen Zutaten pürieren. Dann mit den Gewürzen abschmecken. Wer es gerne etwas cremiger mag, kann Sojajoghurt oder Seidentofu mitpürieren.


Hummus-Variationen:

Kürbis-Hummus (links oben) und Hummus aus Linsen mit Walnüssen (unten rechts)


Kürbis-Hummus

Zutaten:
  • 350 g gekochte Kichererbsen
  • 200 g Kürbispüree
  • 50 g Tahin
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1-2 TL Paprikapulver (geräuchert)
  • Salz
  • Wasser
Kürbis in Stücke schneiden, mit gepresstem Knoblauch und Salz und Pfeffer würzen, etwas Olivenöl darüber geben. Dann den Kürbis im Ofen bei 250 Grad für ca. 15 - 20 Minuten weichgaren.

Anschließend die anderen Zutaten dazu geben und alles zusammen pürieren.


Linsen-Hummus mit Walnüssen

Zutaten:
  • 200g Linsen (rote Linsen oder wie ich es gemacht habe 50/50 aus roten und Beluga-Linsen)
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 2-3 EL Seidentofu
  • Zitronensaft
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tl Salz
  • 3 El Olivenöl
  • 2 TL Tahin
  • Pfeffer, Paprika 
  • 1 Hand voll Walnüsse (grob gehackt)
Linsen kochen, dann den Linsen-Hummus wie gewohnt herstellen. Zum Schluss ein paar gehaclte Walnüsse darüber streuen. 

Rohköstliches Hummus mit gekeimten Linsen

Extra für mich und meine Leser hat Claudi von Claudigoesvegan.de ein Rohkost-Hummus aus gekeimten Linsen gezaubert. Danke, Claudi!

Hier findet Ihr das Rezept: 
www.claudigoesvegan.blogspot.de/2013/03/humus-mit-gekeimten-linsen



Latkes
Latkes sind in Fett ausgebackene Kartoffelpuffer.

Zutaten für 6-8 Personen:
  • 6 mittelgroße Kartoffeln, geschält
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise gemahlener Pfeffer
  • etwas Muskatnuss
  • Öl zum Braten

Kartoffeln und Zwiebeln fein raspeln. Mit den Händen so viel Flüssigkeit wie möglich herauspressen. In eine große Schüssel geben und die Gewürze unterrühren, dann das Kartoffelmehl dazu geben und vermengen. Dann in einer Pfanne mit reichlich Öl die Kartoffelpuffer frittieren (von jeder Seite ca. 2 Minuten). Dazu Apfelmus oder veganen Sauerrahm servieren.


Couscous mit Veggie Rinderfilets, Kürbis, Tomaten, Datteln und Granatapfelkernen


Zutaten:
  • Couscous 
  • 1 Packung Veggie Rinderfilet von Vantastic Foods
  • etwas Hokkaido-Kürbis, gewürfelt
  • ein paar kleine Kirschtomaten
  • ein paar Datteln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Granatapfel
  • Pinienkerne
  • Petersilie
Den Couscous gemäß Packungsangabe kurz aufkochen und dann quellen lassen. 1 Packung Veggie Rinderfilets von Vantastic Foods zusammen mit einer kleinen Zwiebel (gehackt) und etwas gewürfeltem Hokkaido-Kürbis anbraten. Die restlichen Zutaten auch klein hacken und dazu geben, Knoblauchzehe auspressen.

Alles zusammen im eigenen Saft schmoren lassen (bzw. im Saft der Tomaten und Granatapfelkernen. Mit orientalischen Gewürzen wie z.B. Schwarzkümmel und Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss die Petersilie drüberstreuen.

Dazu am besten einen Rosé genießen, ich hatte mir extra im Internet einen koscheren Wein gekauft.

Dattelmilch

Für 2 Portionen
  • 1 Hand voll Datteln
  • 5 El Orangensaft
  • 400 ml kalte Sojamilch
Alle Zutaten in einem Blender pürieren.Kann man kaltoder auch heiß genießen.

Koscherer Wein:

Wegen der jüdischen Speisegesetze werden wie oben beschrieben Fleisch und Milchprodukte immer getrennt verzehrt. Deswegen werden für die Weinherstellung keine tierischen Produkte verwendet, damit der Wein neutral ist und man ihn begleitend zum Essen trinken kann.

Weitere Infos zu koscherem Wein:

www.koscheren-wein.de
www.hagalil.com/judentum/koscher/wein


Est gezunterhayt! Guten Appetit!
 

Kommentare:

  1. die Rezepte sehen toll aus!

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir komisch vorkommen würde wenn ich nach Israel fahren würde. Aber das stimmt für viele (die meisten?) Länder. Aber das ist kein entweder-oder Denken... Ich fühle mich auch unwohl in andere länder zu fahren in denen ich die politik besonders schlimm finde. Andererseits, hast du natürlich recht, lebe ich ja selbst in einem Land das ich mehr als kritisch sehe ;) Irgendwo muss ich ja sein...

    Als ich noch in der Schule war, ging ich freiwillig in den evangelischen religionsunterricht (bin Atheistin) und wir hatten einen Austausch mit einer Schule in Ramallah. Mehrmals haben wir Schüler (christliche & muslimische) bei uns zu Haus aufgenommen als Austausch. Als es dann von Berlin aus nach Ramallah gehen sollte, war ich leider im Schulaustausch in Holland und konnte nicht mit. Im Nachhinein bin ich traurig darüber, denn meine Mitschüler waren tief beeindruckt. Aber das ist sicher noch mal eine ganz andere Erfahrung als einfach "nur" als Urlaub hinzufahren.

    Naja. Im Endeffekt: vielleicht komm ich ja doch mal hin... Mein Bruder fand es da auch auf Geschäftsreise sehr interessant :)

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    1. Danke für Deine Worte, Lea. Die Freunde meiner Eltern sind wirklich sehr oft dort und schwärmen immer von dem Land und auch von den Leuten. Es stehen sowohl viele Moscheen als auch christliche Kirchen in Israel und meine Mutter hatte auch den Eindruck, dass dort alle sehr offen und tolerant sind. Mich hat das auch sehr überrascht, weil durch die Medien ein ganz anderes Bild übermittelt wird.

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  2. Oh, das ist ein toller Bericht! Auch wenn ich persönlich nicht nach Israel fahren würde, glaube ich. Das ist mir zu religiös orientiert, auch wenn es ganz bestimmt andere Ecken gibt. Gerade bei Reisegemeinschaften u.ä. schaut man sich ja aber eher die "Standards" an und das ist in Israel eben .. hm ja. Aber ich kann verstehen, dass das andere sehr sehr interessiert, so isses ja nicht.
    Und Linda, deine Mama sieht dir ja mal total ähnlich (das ist übrigens ein Kompliment für euch beide ;) )! :)

    Ich hatte letztens übrigens Möhrchen-Hummus, das war auch superlecker. Hummus geht immer.

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    1. Hahaha, Du wirst lachen: ich schaue mir NIEMALS im Urlaub Kirchen an, egal wo wir sind ;) In Paris musste Andreas mich mehr oder weniger zwingen, überhaupt in Notre Dame reinzugehen!

      Danke für das süße Kompliment :-*

      Ich glaube, Tel Aviv würde mich interessieren wegen des Strandes und es gibt dort einige vegetarische und vegane Restaurants. Außerdem mochte ich als Teenager die Eis-am-Stiel-Filme, die allesamt in Israel gedreht worden sind.

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  3. WOW!!!!!!!!!!!! Sag deiner Mama ganz liebe Grüße und vielen Dank für den tollen Bericht.
    Wobei du selbst bestimmt auch wahnsinnig viel Arbeit damit hattest.
    Also auch dir: DANKE!
    Ich hab grad 10 Jahre Religionsunterricht nachgeholt :-)
    So klasse ist das geworden.
    Bin total begeistert und sehe Israel nun mit ein bisschen anderen Augen.

    So, jetzt aber GA :-*
    die Claudi

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