Sonntag, 5. August 2012

SOAMI Yoga Retreat Center - Gastbeitrag von Brigitte



Meine Blogger-Kollegin Brigitte hat kürzlich einen traumhaften Urlaub verbracht, nämlich im SOAMI Yoga Retreat Center in Kärnten. Sie hat bereits einmal kurz bei Deutschland is(s)t vegan darüber berichtet, aber es klang alles so zauberhaft, dass ich sie gebeten habe, für uns nochmal etwas ausführlicher darüber zu berichten. Neben ihrem Blog "Im Herzen ein Feuer" hat, schreibt sie auch noch für "B.B.'s Bakery", ihre virtuelle, vegane Beackwelt.


Reisetipp: SOAMI – komplett im Einklang

Yoga und veganes Essen sowie Erholung pur. Im SOAMI Yoga Retreat Center in Kärnten/Österreich kann man das alles bekommen, Traumausblick inklusive. Das komplett vegane Essensangebot ist ebenfalls traumhaft.

Manchmal passieren einem Dinge im Leben, die so bezaubernd einmalig sind, dass man sie am liebsten ganz schnell in ein Schatzkistchen schließen möchte, damit sie niemand findet. Dieses Gefühl hatte ich im SOAMI Yoga Retreat Center von der ersten Minute an und so habe ich lange überlegt, ob ich den Status dieses wahren Geheimtipps wirklich ändern soll. Aber was hätte ich selbst nicht schon alles verpasst, ohne die vielen wunderbaren (veganen) Insidertipps im Internet und anderswo und deshalb möchte ich eines der schönsten Domizile, das ich je gesehen habe, auch nicht weiter verstecken.

Als ich das erste Mal auf das SOAMI stieß, dachte ich eigentlich, dass ich dort einfach ein Zimmer buchen und eine Woche lang komplett veganes Essen und meine heiß geliebten Berge genießen könnte. So einfach ging das dann aber doch nicht, weil sich das Haus auf Yoga-Kurse spezialisiert hat und die Nachfrage so hoch ist, dass das SOAMI für diese auf Jahre ausgebucht ist. Also dann eben veganes Essen, Berge und Yoga! Ich stöberte im Terminplan nach dem passenden Kurs und Zeitraum, buchte und machte mich auf den Weg ins sonnige Kärnten.

Lage. Ausstattung. Unterbringung.

Ganz leicht zu finden war es nicht, denn das SOAMI liegt abseits vom Touristen-Trubel oberhalb des Millstätter Sees und inmitten der Nockberge (der Ort Millstatt liegt ca. 4 km, Spittal an der Drau 13 km und Villach rund 60 km entfernt).


Haupthaus
So gehören Natur pur, Ruhe und traumhafte Ausblicke praktisch zur Grundausstattung. Mir blieb fast die Luft weg, als ich auf der Holzterrasse des Pools begrüßt wurde und im Grunde hätte es mir gereicht, wenn ich den Rest der Zeit dort hätte sitzen bleiben können. Das Zentrum besticht durch eine klare, schlichte Architektur aus Holz, Bambus und Glas und wurde unter Beachtung der Feng Shui-Philosophie erbaut. Im Haupthaus gibt es einen großen Yoga-Raum (perfekt ausgestattet mit Matten, Decken, Sitzkissen etc.), eine Teeküche sowie einen Gemeinschaftsraum, wo auch die Mahlzeiten serviert werden. Ich kann nur für jeden Gast hoffen, dass das Wetter mitspielt, denn dann werden diese, genauso wie die Yoga-Praxis, ins Freie verlagert. Zudem gibt es in der Anlage einen japanischen Garten sowie einen Pool mit verschiedenen Sitz-bzw. Liegemöglichkeiten.



Blick auf den Millstättersee

Japanischer Garten und Berge im Abendlicht

Die Unterbringung der Gäste erfolgt im angrenzenden Gästehaus, dessen Zimmer elegant, aber minimalistisch eingerichtet sind: Die Betten bestehen aus unbehandeltem Buchenholz, Matratzen und Textilien aus kontrolliert biologischen Materialien. Fernsehen, Radio oder Telefon gibt es nicht.

Gästehaus

Yoga. Essen. Freizeit.

Der genaue Tagesablauf hängt natürlich vom jeweilig stattfinden Yoga-Kurs ab, grundsätzlich wird der Tag aber durch die Yoga-Klassen strukturiert. Bei mir sah das so aus: Nach einem sehr leichten Snack (Yogishake, Obst, Reiswaffeln, Getränke) ging es los mit der morgendlichen Yoga-Einheit, das eigentliche Frühstück folgte danach und wurde in Buffetform serviert: täglich wechselnder warmer Frühstücksbrei, Müsli, selbst gebackenes Brot und Semmeln, süße und pikante Aufstriche, Nussmuse, warme Tofu-Variationen, eigelegtes Gemüse, Getreidedrinks Soja-Joghurt, und, und, und. Mittags konnte man sich (je nach Außentemperatur) mit Suppe oder Salat sowie Kuchen oder Cookies stärken, bis am frühen Abend die zweite Yoga-Einheit startete. Nach dieser gab es dann das dreigängige Abendessen. Da ich es inzwischen gewohnt bin, dass ich unterwegs meist mit Beilagen abgespeist werde, kam ich mir an der liebevoll gedeckten Tafel wie eine Königin vor. Vor-, Haupt- und Nachspeisen der 100% veganen Bio-Gourmetküche variierten jeden Tag in einer unbeschreiblichen Vielfalt und waren (inkl. Geschirr) perfekt aufeinander abgestimmt. Das liegt auch daran, dass alle Speisen unter Rücksichtnahme auf die fernöstliche Kochkultur (Yin-Yang Prinzip, Lehre der Elemente und Farben-Lehre) zubereitet werden. Zudem gelten bei der SOAMI-Verpflegung folgende Prinzipien: Hauptallergene (Milch, Weizenprodukte, Hefe, tierisches Eiweiß, Nachtschattengewächse) werden vermieden. Süßspeisen und Desserts werden ausschließlich mit Malz oder Ahornsirup gesüßt. Und als Getränke stehen lediglich Säfte, Shakes, Kukicha- und Yogitee, heißes Ingwerwasser, Quellwasser und Getreidekaffee zur Verfügung.

Jedes Gericht hier aufzuzählen würde wirklich den Rahmen sprengen und so nenne ich stellvertretend einige Highlights:  Avocado-Algensalat mit Sobanudeln, gedünsteter Fenchel in Kapern-Senfsauce, Süßkartoffel-Lasagne, Mirin-Birnen mit Carobcreme und Eis, Fruchtgelee mit Mandelsahne, Buchweizentorte mit Heidelbeergelee. Und weil ich diese ganzen Köstlichkeiten auch zu mir nach Hause holen wollte, habe ich mir das SOAMI-Kochbuch geleistet, das neben 200 Rezepten auch umfassende Infos für eine ideale, typgerechte Ernährungs- und Lebensweise enthält.







Zu vorgerückter Stunde gab es in meinem Yoga-Kurs noch regelmäßig die Möglichkeit, an einer Meditation teilzunehmen und da ich die freien Nachmittagsstunden zum Wandern genutzt habe, fiel ich spätestens danach komplett erledigt, aber hoch zufrieden ins Bett. Wem das alles aber noch nicht genug Programm sein sollte, der kann sich außerdem vor Ort noch für eine ausführliche Ernährungsberatung oder diverse Massage- und Wellnessbehandlungen anmelden.


Ein Aufenthalt im SOAMI fällt ganz sicher nicht in die Kategorie „Billigurlaub“. Letztlich war aber jeder einzelne Euro bestens investiert, denn es war eine phantastische und rundum perfekte Zeit. Und wenn ich in den bösen Fängen des Wintergraus stecken werde, öffne ich einfach mein Schatzkästchen, backe ein paar SOAMI-Cookies und träume mich auf die Sonnenterrase inklusive Bergblick.

 

Kommentare:

  1. das liest sich sooooo toll, da will man direkt seine tasche packen und hinreisen.

    nur bin ich glaub ich blind oder zu blöd die preise auf der homepage zu finden?!

    Liebste Grüße
    Frau Hase

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    1. Unter diesem Link findest Du die Preise:
      http://yoga-retreat.at/yoga-retreats/preise/preise-fur-soami-retreats/

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