Montag, 16. Juli 2018

Vegan in Israel - Gastbeitrag von Anja Rathgeb


Mal wieder ein toller Gastbeitrag von einer tollen Frau, dieses Mal erzählt euch Anja Rathgeb über ihren Israel-Urlaub. Vielen Dank, ass du dir die Mühe gemacht hast, liebe Anja!

Nachdem ich auf meiner Seite anja-rathgeb.com/blog bald ein Küchengeheimnis von Linda ausplaudern darf, freut es mich ganz besonders mit einem Gastbeitrag auch zu dieser tollen Seite beizutragen.

Im Mai 2018 durfte ich für rund 8 Tage das wunderschöne Israel erkunden. Wir hatten unseren „Hauptsitz“ in der lebhaften und modernen Metropole Tel Aviv. Ein aufregendes Nachtleben, großartige Restaurants und Shopping-Möglichkeiten sowie ein endlos langer Sandstrand machen diese Stadt zu einem traumhaften Urlaubsziel. Aus kulinarischer Sicht war es für mich natürlich besonders spannend, denn Israel hat die größte vegane Community weltweit und pflanzliche Gerichte gibt es wirklich in jedem Restaurant. Daher konnte ich es gar nicht erwarten mich durch die verschiedenen Speisekarten zu schlemmen.

Vorab muss aber gesagt werden, dass auswärts essen nicht immer günstig ist. Für zwei Personen mit Hauptgericht und einem Getränk haben wir selten weniger als 40-50€ bezahlt. Daher haben wir auch öfters in unserer Ferienwohnung gekocht. Pflanzliche Milch sowie Tofu gibt es selbst in kleinen Supermärkten und Falafel sowie Hummus an jeder Straßenecke; also gab es oft am Abend einen Salat mit den köstlichen Kichererbsenbällchen und Hummus oder eine Tofu-Gemüse-Pfanne. Diese Gerichte lassen sich selbst in einer spärlich ausgestatteten Küche gut zubereiten.

Nun aber zu meinen kulinarischen Highlights:

Ich gebe es zu - ich liebe Blumenkohl! Daher bitte ich euch schon einmal um Entschuldigung, denn viele der Gerichte enthalten dieses tolle Gemüse. Es gehört zur israelischen Küche einfach dazu und wird sowohl als Vor- als auch Hauptspeise in den verschiedensten Formen angeboten. An unserem ersten Tag haben wir gleich den Jaffa Flea Market erkundet. Jaffa ist die Altstadt von Tel Aviv und der Flohmarkt das vibrierende Herz dieses Stadtteils. Hier wimmelt es nur so von Shops, Bars und Restaurant und ein Lokal ist gemütlicher als das andere. Wir haben uns gleich für das Puaa (8 Rabi Yokhanan, Jaffa, Tel Aviv 6813814) entschieden und uns nach einem Nachtflug mit gebackenem Blumenkohl mit Sesamdip sowie einem Linsensalat gestärkt. 





Am letzten Tag in Tel Aviv haben wir auch das Frühstück getestet. Die sehr bemühten Kellner sind mir sofort entgegengekommen und haben mir das israelische Frühstücks-Nationalgericht ohne Eier zubereitet - also bekam ich ein köstliches Shakshuka ohne Ei und stattdessen mit Spinat und Sesammus - ein Traum! Dazu gab es sogar dunkles Nussbrot. 


Am Abend des ersten Tages blieben wir dem Flea Market treu und testeten die Shuffle Bar (2-3 Nakhman, Jaffa, Tel Aviv 6813802, Israel). Das Essen war köstlich jedoch nicht typisch israelisch. Ich hatte einen Glasnudelsalat mit Erdnüssen und meine Begleitung ein indisches Curry. Die Gerichte auf der Karte verfolgen keinen roten Faden und sind recht international. Die Atmosphäre im Lokal ist aber sehr gemütlich. 
 


Am nächsten Tag erkundeten wir die Stadt mit einer Free Walking Tour von Sandemans, die täglich um 11:00 und 14:00 Uhr direkt vor dem Jaffa Clock Tower startet. Diese Touren gibt es in 17 weiteren Städten weltweit und man kann absolut kostenlos daran teilnehmen. Falls man mit der Tour zufrieden war, kann man im Anschluss ein Trinkgeld geben, um den Tourguide zu entlohnen. Wir starten wirklich jeden Städteurlaub mit einer Free Walking Tour und waren auch diesmal wieder total begeistert. 


Danach ging es zum Mittag essen - wohin wohl - auf den Flea Market. Diesmal versuchten wir unser Glück im Paspartu (7 Rabi Khanina, Tel Aviv 6813735, Israel) und wurde auch hier wieder nicht enttäuscht. Nette Atmosphäre, freundliche Kellner und verschiedene vegane Gerichte. Ich entschied mich wieder für einen Blumenkohl-Salat und fand ihn gut, jedoch nicht so lecker wie am Vortag im Puaa.


Am nächsten Tag machten wir eine Tour mit „Israel Tourist“ gebucht und erkundeten Galilee, Nazareth und Tiberias. Leider war unser Tourguide etwas chaotisch und schwer zu verstehen. Toll fand ich, dass es mittags für alle Falafel und Hummus gab - nicht ein einziger fragte nach einem Gericht mit Fleisch oder Fisch. Simpel und einfach! Leider habe ich bei meinem großen Hunger ganz vergessen Fotos zu machen und so gibt es nur ein Bild von meinem Hummus ;).



An Tag 4 erkundeten wir mit dem Fahrrad den modernen Teil von Tel Aviv. In der ganzen Stadt findet ihr grüne Fahrräder, die ihr ganz einfach mit euer Kreditkarte ausleihen könnt. Die ersten 30 Minuten sind kostenlos und 10 Minuten nach der Rückgabe, könnt ihr euch bereits ein neues Fahrrad für kostenlose 30 Minuten schnappen. Für den großen Mittagshunger hat es uns ins Miznon (King George St 30, Tel Aviv-Yafo, Israel) verschlagen. Das Lokal hat auch einen Ableger in Paris und Wien und ist mein absoluter Favorit. Das Essen ist günstig und simpel während die Portionen üppig sind. Hier bekommt man zum Beispiel einen ganzen gegrillten Blumenkohl oder Süßkartoffel aus dem Ofen. Außerdem gibt es verschiedene Pitas zu sehr günstigen Preisen. Der Red Pita ist mit gegrilltem Gemüse gefüllt und somit vegan aber auch die anderen Pitas können abgeändert werden. Außerdem gibt es kostenlos Brot und drei vegane Saucen an der Bar zu holen. Einfach köstlich! Wir mussten am letzten Tag gleich noch einmal hingehen!




An unserem fünften Tag kochten wir großteils zu Hause. Dennoch gab es einen Smoothie am Flea Market. Hier empfehle ich euch die Thailand Beach Juice Bar (Rabi Pinkhas 11 | Jaffa Flee Market, Jaffa, Tel Aviv, Israel)



Am nächsten Tag ging es wieder mit „Israel Tourist“ ans Tote Meer, Jericho und Bethlehem. Neben tollen touristischen Attraktionen berührte mich die Western Wall sowie die tragische politische Situation zwischen Israel und Palästina sehr. Um all meine Gedanken und Eindrücke zu vermitteln würde es aber wahrscheinlich einen ganz eigenen Blog-Eintrag benötigen.




Am Abend dieser Tour sind wir in Jerusalem ausgestiegen und haben die Nacht im Stay Inn Hostel verbracht. Ich muss wirklich sagen, dass dieses Hostel ein echter Geheimtipp ist. Die Lage ist großartig und die Zimmer wunderschön. Außerdem gibt es eine traumhafte Dachterrasse mit Hängematten und das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Ich konnte mich an Pesto, Tomatenaufstrich und Tahin mit frischem Brot, Gemüse und Früchten satt essen.

Nach einem Besuch im Bad Vashem Holocaust Museum und einer weiteren Free Walking Tour fanden wir eine Ruheoase in Mitten des lauten arabischen Viertels: das Österreichische Hospiz. Anfänglich ist es kaum zu finden, doch sobald man es entdeckt hat, möchte man nicht mehr weg. Um einzutreten, muss man klingeln und dann öffnet sich einem ein traumhaft-ruhiger Gastgarten. Im Restaurant gibt es zwar nichts veganes, die israelische Pizza konnte ich aber ohne Käse bestellen. Die Preise sind niedrig und so kommt man hier schnell wieder zu Kräften. Abends haben wir uns selbst mit Falafel und Hummus verpflegt.





Am nächsten Tag ging es mit dem Bus zurück nach Tel Aviv - schnell und unkompliziert. Wie bereits oben erwähnt besuchten wir dann noch einmal unsere Lieblingslokale das Puaa und Miznon und danach ging es auch leider schon wieder zurück nach Hause.

Mein Fazit ist, dass Israel ein unglaublich aufregendes und facettenreiches Land mit einer faszinierenden Kultur und großartigem Essen ist. Ich kann es jedem Veltenbummler nur wärmstens empfehlen und freue mich auf meine nächste pflanzliche Entdeckungsreise!

Donnerstag, 28. Juni 2018

Worms - Vegan in der Nibelungenstadt




Sagt euch die Stadt Worms etwas? Die Nibelungensaga? Siegfried der Drachentöter? Der Schatz im Silbersee? Worms ist nur ca. 10 km von meiner Heimatstadt entfernt und da ein guter Freund dort wohnt und man dort ganz nett einkaufen kann, bin ich ab und zu mal dort.

Worms ist zwar nicht Mannheim, was die Auswahl an veganen Essensmöglichkeiten angeht, aber die Stadt hat trotzdem ein bisschen was zu bieten.

Zum Beispiel wäre da das Café Ginkgo, wo es nicht nur Soja- und Hafermilch für den Kaffee gibt, sondern auch ein kleines veganes Frühstücksangebot (entweder herzhaft, süß & vital, Sojajoghurt mit Müsli und Obst oder sogar Rührtofu). Hier ist der Link zur Speisekarte:
www.ginkgo-worms.de/index.php/startseite/wohlfuehl-Angebot


Café Ginkgo
Von-Steuben-Str. 13
67549 Worms
www.ginkgo-worms.de


Veganes Frühstück im Café Ginkgo
Worms ist auch bekannt für sein Eis. Besonders empfehlen kann ich hier Eis Simoni mit 4 Standorten in Worms. Das Personal weiß, was vegan bedeutet und einige Fruchteis-Sorten und ein dunkles Schokoladeneis sind vegan. Einfach mal dort vorbeischauen und nachfragen. Es gibt auch Sojamilch für Kaffee, Cappuccino und Latte Macchiato.


Eis Simoni
Alicestr. 3, 67549 Worms
Karmeliterstr. 1a, 67547 Worms
Mainzer Str. 56, 67547 Worms
Von-Steuben-Str. 17, 67549 Worms
www.eis-simoni.de
www.facebook.com/EisSimoni



Kiwi-Becher mit Mango-, Maracuja- und Himbeereis, Kiwis und Kiwisoße & Soja Latte


Am bekanntesten ist wohl Vannini direkt am Wormser Dom, so die Leute im Sommer immer Schlange stehen.

Vannini

Am Marktplatz
67547 Worms
www.vannini.de

Vielleicht ist es für die meisten Veganer nichts Besonderes, italienisches Fruchteis ohne tierische Zutaten zu bekommen, aber das Eis von Vannini sollte man wirklich mal probiert haben. Außer Melone und Mango sind alle Fruchteis-Sorten vegan. Das Eis wird jeden Tag frisch zubereitet wie z.B. mein Erdbeerbecher auf dem Foto mit Erdbeereis, frischen Erdbeeren und Erdbeersoße.



Außerdem gibt es einen großen denns Biomarkt im WEP (Wormser Einkaufspark), wo es neben Bio-Obst und -Gemüse noch sehr viele andere vegane Produkte gibt. An der Backwaren-Theke gibt es auch den ein oder anderen Kuchen und es wird ein veganes Frühstück angeboten.

denns Biomarkt
Schönauer Str. 16-18 (im WEP)
67547 Worms
www.denns-biomarkt.de/Worms








Im Sommer zieht es die Menschen ans Wasser, seit Jahren machen in einigen Städten Deutschlands eine Beach Bar nach der anderen auf, die Urlaubsgefühl vermitteln. In Worms am Rhein ist das die Strandbar 443.

Strandbar 443
Am Rhein 9
67547 Worms
www.strandbar443-worms.de
www.facebook.com/Strandbar443





Im Spätsommer findet jedes Jahr das Backfischfest auf dem Wormser Festplatz statt. Was es so an veganen Leckereien auf Jahrmärkten gibt, könnt ihr hier bei mir nachlesen übrigens ;)


Beim Backfischfest gibt es einen Stand von der Pommes Factory, wo auch ein vegetarisches (veganes) Chili angeboten wird. Eigentlich sind es nur Bohnen, aber die sind echt gut gewürzt.





Chili Pommes mit Bohnen und scharfer Soße
Und dann wäre da noch Frollein Elfriede aka Manu, ein veganer Catering Service. Man sieht Manu auch immer mal wieder auf diversen Festen, z.B. bei Vegan im Quadrat in Mannheim, bei Rheinpromenadenfest in Mannheim oder beim veganen Sommerfest im Weingut Hemer in Abenheim.


Frollein Elfriede beimRheinpromenadenfest in Mannheim

Gyros im Fladenbrot


Bei Vegan im Quadrat

Das Ökoweingut Hemer ist auch schon ein gutes Stichwort, es ist nämlich mein Lieblingsweingut, auch wenn man als Pfälzerin eigentlich nicht öffentlich zugeben sollte, dass man rheinhessischen Wein mag, hahaha. Im Sommer gibt es dort diverse Events, auch ein veganes Sommerfest. Außerdem sind all deren Weine vegan (und seit 2014 durch den VEBU vegan zertifiziert).

Wein & Sektgut Hemer GbR
Rathausstrafle 1
67550 Worms-Abenheim
www.weingut-hemer.de





"Frikadellen" mit Kartoffelsalat und Cupcake von Frollein Elfriede


Waffeln mit Erdbeeren und veganer "Sahne" von Frollein Elfriede


Nicht direkt in Worms, aber in Westhofen hat 2017 ein megatolles Restaurant eröffnet, das GUT LEBEN am Morstein. Ursprünglich war es rein vegan, aber seit Mai 2018 stehen auch Fleisch, Fisch und Käse auf der Speisekarte. Das Schlösschen ist einfach megasweet und im Sommer kann man schön draußen sitzen.  Aber auch drinnen ist es sehr edel und die veganen Gerichte sind auch super.

GUT LEBEN am Morstein
Mainzer Str. 8-10
67593 Westhofen



BBQ Grünkern Burger mit hausgemachten Pommes Frites und Dips

Vanilleeis mit heißen Himbeeren

Gartenstulle mit Tomaten, Cashewrella und Bärlauch

Rheinhessischer Stangenspargel mit neuen Kartoffeln, Sauce Vollandaise





Natürlich spiegelt dieser Post hier meine persönliche ehrliche Meinung wider und ich werde von niemandem dafür bezahlt. Ich esse einfach gerne und könnte außerdem den ganzen Tag über's Essen reden. ;)




Mittwoch, 30. Mai 2018

Vegan auf Kreta - Gastbeitrag von Elisa


Huch, ich habe dieses Jahr ja erst einmal gebloggt! Tut mir leid, ich werde das baldmöglichst nachholen und euch über meinen Urlaub in Australien berichten. Außerdem war ich im Mai gerade für ein verlängertes Wochenende in Berlin und Hamburg. Nun aber erstmal ein Gastbeitrag von der lieben Elisa über Kreta.

Linda hat mir angeboten einen Gastbeitrag zu schreiben, was mich riesig gefreut hat, da ich ihren Blog sehr gerne lese und dadurch auch schon viele coole Restaurants entdeckt habe (und es stehen noch so viele aus, ich weiß gar nicht, wann ich das alles schaffen soll…)

Auf jeden Fall habe ich mich für Kreta entschieden, da ich im Januar dort war und es dort einfach wunderschön fand. Was das vegane Essen angeht kann ich euch aber gleich sagen, dass es nicht viel gibt/gab. Das lag teilweise daran, dass dort keine Saison war (viele Geschäfte hatten also geschlossen) und dass wir eine Busreise gebucht haben, damit also auch nicht viel Zeit hatten etwas zu suchen. Meistens gab es also Salat/Gemüse/Pommes und davon habe ich dann keine Fotos gemacht – ist ja eher langweilig.

In den Supermärkten gab es fast immer Sojamilch und in kleineren Einkaufsläden habe ich vegane Riegel gefunden!

Hier meine kleine Ausbeute: Zartbitterschokolade, Riegel, Carobpulver und getrocknete Heidelbeeren


Auf dem Hinflug habe ich mir auch noch ein veganes Sandwich mit Räuchertofu bei Scoom geholt, da ich nicht wusste, wann es wieder etwas gibt.



Aber jetzt mal zur Reise: die geführte Busreise hat natürlich auch Vorteile, denn wir haben im Grunde alles Wichtige auf der Insel sehen können. Ich fange mal mit einem meiner Highlights an, die Stadt Aptera oder besser gesagt, was von ihr übrig geblieben ist. Die Stadt liegt/lag ziemlich weit oben auf dem Berg und man hat dort eine wunderschöne Aussicht, vor allem bei schönem Wetter. Wir konnten teilweise noch vereinzelt Steine sehen, welche früher die Stadt gebildet haben.










Ein weiterer Favorit war der Kournas See, der einzige natürliche Süßwassersee auf Kreta (wenn ich es noch richtig im Kopf habe). Hier gibt es auch Bergtee zu trinken, der anscheinend sehr gut schmecken soll, aber leider ist Honig drin. Im Übrigen habe ich allgemein ziemliche viele Bienenstöcke gesehen, was ich so gar nicht erwartet habe.




Wir haben uns außerdem drei Kloster angeschaut. Einmal das Arkadi Kloster (wir wollten nicht in das Kloster selbst reingehen, da gerade Gottesdienst war),




hier haben sich die Mönche in die Luft gesprengt, um ihre Angreifer zu besiegen




das Agia Triado (welches mir ein bisschen besser als der Erste gefallen hat, aber vielleicht lag das auch nur an den Katzen…)







und als Letztes das Kloster Kera (ein reines Frauenkloster – hier muss jeden Sonntag ein Priester kommen, um den Gottesdienst zu leiten).



In Argyroupoli gibt es Quellen, die ich aber nicht ganz so besonders fand (im Sommer sollen sie aber richtig toll sein!).



Dann gibt es noch drei alte Paläste bzw. Ruinen, welche mich manchmal an Pompeii erinnert haben. Die Paläste sind in Malia, Knossos und Phostos. Da die Ruinen gewisse Ähnlichkeiten haben, habe ich die Fotos zusammengefasst. Ich schaue mir ja total gerne Ruinen an. Die Vorstellung, dass dort wirklich mal Leute entlang gelaufen sind und gelebt haben, finde ich teils echt verrückt! Und die Malereien an den Wänden waren so toll, ich bin mir sicher, dass hier jeder Gefallen dran hat.


Wenn ihr genau hinschaut, denn seht ihr links die Anfänge einer Malerei





Natürlich haben wir auch Städte besichtigt, wie Chania (hier gibt es einen sehr schönen Hafen, entlang laufen lohnt sich! Außerdem befindet sich hier eine Markthalle und ein Starbucks, wo ich mir Kaffee mit Hafermilch holen konnte).



Die Markthalle



Dann noch Rethymnon, mit einer sehr schönen Innenstadt und kleinen Gassen.



 
 




Natürlich die Hauptstadt Heraklion (im Zentrum in der Nähe vom Brunnen gab es ein Bistro, bei dem draußen auch vegan stand, allerdings konnte ich es mir nicht genauer anschauen, weil die Zeit leider fehlte). Mir persönlich haben die anderen Städte etwas besser gefallen, da Heraklion für mich ein bisschen langweilig wirkte, also wie jede andere Hauptstadt).


 


Und zu guter Letzt noch Agios Nikolaos. In der Nähe der Stadt befindet sich die Insel Spinalonga, welche nicht mehr bewohnt ist. Früher diente sie als Leprastation, also alle erkrankten Menschen wurden auf dieser Insel abgeschottet. Wir konnten uns die Insel vom Boot aus anschauen, aber nicht betreten, auch wenn mich das echt interessiert hätte. Vielleicht schafft es ja einer von euch mal dahin! Für mich hatte die Insel die spannendste Geschichte, auch wenn es krank ist, dass dort Leute isoliert wurden.


 

Agio Nikolaus selbst in ein kleines Städtchen, trotzdem sehr lebhaft. Ich habe mich dort ziemlich wohl gefühlt und wäre auch gerne noch länger geblieben. Außerdem steht am Hafen eine Zeus Statue mit Europa. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Stadt auch wegen ihrer Kunst/Malereien bekannt, aber so viel habe ich gar nicht dazu gesehen.

 
 


In Agios Nikolaos habe ich ein vegetarisches Restaurant gefunden mit veganem Angebot. Kulinarisch war also hier mein Highlight! Die Mandelmilch haben sie selbstgemacht und sie hatten auch noch vegane Burger, Salate, Brownies und Energy Balls. Da fiel es mir echt schwer, mich zu entscheiden, vor allem da alles so lecker war! Wobei mein Favorit ganz klar die selbstgemachte Mandelmilch mit Datteln, Vanille und Zimt war. In der Mandelmilch mit Kakao war dann leider wieder Honig. (Mir ist hinterher aufgefallen, dass sie auch Fisch anbieten, anscheinend ist das für sie trotzdem vegetarisch).


 
 




In Griechenland werdet ihr auch immer wieder gefülltes Gemüse auf der Karte sehen (zumindest gibt es öfters gefüllte Weinblätter). Ich habe es leider nur einmal gesehen und dann auch direkt bestellt. Ich liebe gefülltes Gemüse und brauche auch nichts anderes dazu, wenn es gut gewürzt ist. Also wenn ihr es seht, dann auf jeden Fall bestellen!




Wie bereits am Anfang erwähnt, habe ich auch ganz oft einfach nur Salat mit Kartoffeln oder gegrilltem Gemüse gegessen, aber in Heraklion sind diese Wedges rausgestochen, da sie richtig gut gewürzt waren. Den Namen weiß ich schon wieder nicht mehr, aber das Restaurant war hinter dem Brunnen.


Auf dem Foto seht ihr auch noch den Salat von meiner Mama, auf dem noch ein typischer Käse der Region ist


Und wenn wirklich gar nichts zu finden ist, dann geht man in ein asiatisches Restaurant und bestellt sich Sushi (welches viel zu groß ist, um es auf einmal essen zu können).



Kreta hat eine sehr schöne Landschaft und ich kann euch allen wirklich nur empfehlen, mal hinzureisen. Lasst euch nicht von den vielleicht eher wenigen veganen Angeboten abschrecken, im Sommer wird es bestimmt mehr Auswahl geben. Man findet immer etwas und kann sich für den Notfall auch immer von zu Hause etwas mitbringen.

Falls ihr hingeht würde ich mich freuen, mal eure Rückmeldung zu hören.


Weitere Infos zu Vegan auf Kreta:
www.blaubehimmelt.blogspot.com/2017/07/060717-verliebt-in-kreta
www.ohne-tierleid-mampfen.blogspot.com/2014/08/vegan-in-griechenland
www.schwatzkatz.com/kretisches-essen
www.youtube.com/watch?v=E7wS9PlJjr4